Klimaziele nur mit Holz – Vorarlberger Holzbaupreis 2021

Siegerprojekt im Gewerbebau: Bürogebäude DIN Sicherheitstechnik, Schlins (Fotos Sutter Holzbau).

Der Vorarlberger Holzbaupreis stand unter dem Schwerpunkthema „gesundes Bauen“. Bei der heurigen Verleihung im Angelika Kaufmann Saal in Schwarzenberg kam klar zum Ausdruck wie bedeutend der CO2 Vorteil von Holz werden kann.

Mit Holz bauen bringt ein optimales natürliches Wohnklima. Für den/die Bauherr/in ein wichtiges Argument. Mit der heutigen zentralen Herausforderung des Klimawandels für unsere gesamte Gesellschaft gibt es noch ein ausgesprochen gutes Argument für die Holzanwendung. Holz verursacht nicht nur keinen Ausstoß von CO2, sondern im Wald und im Holz werden große Mengen des Klima-Problemgases gespeichert und substituiert (Ersatz anderer energieintensiven Baustoffen). Das können die anderen Baustoffe nicht. Im Gegenteil sie verursachen CO2 Emissionen. „In 10 Jahren werden Leute und Firmen in Holz bauen, die sich das heute überhaupt noch nicht vorstellen können“, war sich Werner Flatz, Obmann der Vorarlberger Holzbaukunst über die steigende Bedeutung des genialen Baustoffes bei der Eröffnungsrede sicher. Der anwesende Minister Peter Hauk aus dem Nachbarland Baden-Württemberg ist sich sicher, dass die CO2 Klimaziele überhaupt nur mit der verstärkten Verwendung von Holz erreicht werden können.
Warnung vor bevorstehenden Fichtenknappheit
Der Rundholzpreis ist aus dem Tief im letzten Jahr wieder etwas gestiegen. Aber bei weitem nicht auf das Niveau, dass die Schnittholzpreise hergeben würden. Mittelfristig dürfte sich die Situation durch die steigende Nachfrage aufgrund der massiven CO2 Vorteile verbessern. Durch den Wegfall der Fichte in den Tieflagen vieler Wälder in ganz Europa ist eine Nachfrage zu erwarten, die weit über dem Angebot liegen wird. Windwurfereignisse und Borkenkäfermassenvermehrungen haben bereits in den letzten Jahren für einen starken Rückgang der Fichte in den Tieflagen gesorgt. Rundholzhändler in Deutschland haben bereits per Presseaussendung im Sommer vor einer bevorstehenden Fichtenknappheit in Mitteldeutschland gewarnt.
Hohe Qualität des Bauens
Die Preise und Auszeichnungen zusammen mit den 137 Einreichungen zeigen einmal mehr die hohe Qualität des Planens und Bauens mit Holz in Vorarlberg. Die anwesenden Landesräte Christian Gantner und Marco Titler freuen sich über die gute Ausgangssituation. Das Land Vorarlberg unternimmt verstärkt Anstrengungen, den Holzbauanteil im öffentlichen, gemeinnützigen und privaten Wohnbau weiter deutlich zu erhöhen, ist die erfreuliche positive Ansage beider Landesräte bei der Verleihung. Der Preis wurde vom Netzwerk „vorarlberger holzbau_kunst“ 1997 ins Leben gerufen. Seit jeher wird beim Vorarlberger Holzbaupreis primär auf drei Kriterien Wert gelegt: Architektur, Handwerk und Ökologie. Die Vorarlberger Waldbesitzer sind seit Anbeginn Netzwerkpartner und unterstützen jedes Jahr mit dem Holzwerbecent der Waldbesitzer dieses wichtige Holzbaumarketing-Initiative der Zimmerer. Beim Holzwerbecent der Waldbesitzer werden 30.- Cent pro vermarkteten Festmeter beim Säger einbehalten und an das Holzwerbekonto bei der Landwirtschaftskammer abgeführt. Neben der Vorarlberger Holzbaukunst werden auch eigene Projekte, wie die Imagewerbung für die Weißtanne, und Werbebeiträge auf Bundesebene finanziert.

Bild: Win-Win Situation und einfach genial: Gesunde Wohlfühlatmosphäre und wichtiger Faktor zur Erreichung der globalen Klimaziele (im Bild die Preisträger des Holzbaupreises 2021, die als klimawirksames Symbol eine kleine Weißtanne bekommen haben).

Link zur Homepage der Vorarlberger Holzbaukunst, bei der die ausgezeichneten und eingereichten Projekte in Wort und Bild teilweise auch mit kleinen Videos angeschaut werden können.

Bild oben Siegerprojekt im Gewerbebau: Bürogebäude DIN Sicherheitstechnik, Schlins (Fotos Sutter Holzbau).

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