Zukunftsrohstoff mit Weißtanne und Ästen

Die Zukunftsstimmung für das Bauen mit Holz war beim heurigen Holzbaupreis am 5. Juli in Götzis ausgesprochen gut. Die ökologischen und bautechnischen Vorteile zusammen mit der CO2-Speicherung und -Vermeidung sprechen für unseren nachhaltig zuwachsenden Baustoff. Das gibt zumindest mittelfristig Hoffnung für den derzeit sehr schlechten Rundholzmarkt, der international wegen sehr hohen Kalamitätsholzmengen unter Druck ist.

Erfreulich ist aufgefallen, dass in vielen prämierten Projekten wieder viel Weißtannenholz mit einer sehr schönen Holzatmosphäre dabei sind. Erfreulich für den Verkauf von mittleren Qualitäten scheint ein neuer Modetrend zu Holzoberflächen, bei denen gezielt auch Äste gezeigt werden (siehe Foto).

Ein neuer Trend scheint zu kommen. Äste werden wieder „in“ (Holzhaus TuMu, Wien, Fotograf Rupert Steiner, Vorarlberger Holzbaupreis 2019).
Weißtanne mit besonderer Holzatmosphäre bleibt weiter im Trend (Haus Schopfacker, Fotograf Adolf Bereuter, Vorarlberger Holzbaupreis 2019).

„Druf und dra mit Holz“

Mit dem heurigen Motto „Druf und dra mit Holz“ will die Vorarlberger Holzbaukunst auf das heute bedeutende Thema der Sanierung und Erweiterung aufmerksam machen. Das Bauen im Bestand hilft mit Grund und Boden zu schonen. Erfreulicherweise bietet gerade der Holzbau bei Anbauten, Aufstockungen oder Sanierungen enorme Chancen, dank traditioneller Handwerkskunst sowie altbewährten und neu entwickelten Konstruktionslösungen. Darüber hinaus leistet das Bauen mit Holz einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und stärkt die regionale Wertschöpfung.

Der gemeinsame Tenor aller Grußworte war, dass der Holzbau nicht nur ökologisch besser und eine gesunde Bauweise, sondern auch eine aktive Chance im Thema Klimaschutz und Regionalität ist. „Vorarlberg hat die größte Dichte an hochkompetenten Holzbaubetrieben und erfahrenen Holzbauarchitekten weltweit. In Sachen mehrgeschossiges Bauen fällt Vorarlberg in den letzten Jahren aber leider zurück, obwohl die planerischen und technischen Qualitäten zur Genüge vor Ort sind“, so Ammann.

„Der Wald ist immer „dra“,

… uns den genialen Rohstoff Holz zur Verfügung zu stellen. Wir wirtschaften in der Forstwirtschaft seit Jahrhunderten nachhaltig und freuen uns über eine vermehrte Verwendung. Besonders freut es uns, dass die Planungsabteilung der Landwirtschaftskammer mit einem landwirtschaftlichen Mehrzweckgebäude in der Kategorie „Gewerbebau“ einen der Hauptpreise gewinnen konnte“, so LK Präsident Josef Moosbrugger.

Link zur Homepage mit allen prämierten Projekten

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