Preisträger und Auszeichnung für Vorarlberg

Helvetia Alpiner Schutzwaldpreis, Klosters Graubünden, 01.02.2019

Im heurigen schneereichen Winter erleben wir eindrücklich die Wichtigkeit eines funktionstüchtigen Schutzwaldes. Bei der Alpinen Schutzwaldpreisverleihung in Klosters wurden jetzt zwei Vorarlberger Projekte ausgezeichnet, die die Zielsetzung einer aktiven Waldbewirtschaftung für die Erhaltung und Verbesserung der Schutzwirkungen beispielhaft verfolgen.

Wiederaufbau nach der Katastrophe

Eine Preis gab es in der Kategorie „Erfolgsprojekte“ für das umfassenende Projekt des Wiederaufbaues des Lawinenschutzwaldes in Blons mit vielen engagierten Beteiligten. Blons ist bekannt für eine der größten Lawinenkatastrohen im Alpenraum im Jahre 1954. Die Bewohnbarkeit dieser Berggemeinde ist in einem besonders hohen Maß vom Zustand des Objektschutzwaldes abhängig. Zur Schaffung und langfristigen Erhaltung erfolgt eine beispielhafte Bewirtschaftung im Sinne eines naturnahen Waldbaus und einer konsequenten schutzwaldorientierten Schalenwildbejagung. Mit der Einrichtung des Lawinendokumentationszentrums und eines Lawinenlehrpfades wurden vorbildliche Aktivitäten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit geleistet. Die Erreichung der notwendigen Schutztauglichkeit war und ist in den Schutzwäldern im Großen Walsertal nicht einfach und steht auch heute noch vor großen Herausforderungen. Den Preis entgegen nehmen konnte Maria Ganahl als Gemeindevertreterin von Blons, Waldaufseher Erich Enenkel und Herbert Schneider als Abschussnehmer und Schutzwaldbetreuer bei Der Wildbach- und Lawinenverbauung. Begleitet wurde Sie von DI Karl Studer, Obmann Walter Amann und Forstdirektor Andreas Amann.

Stabiler Mischwald übernimmt mittelfristig die Schutzfunktion der teuren technischen Bauten (Fotoquelle: Einreichung Alpiner Schutzwaldpreis).

Waldfinder App – innovative Hilfe

Für die Erbringung der Schutzwaldleistungen ist eine aktive Waldbewirtschaftung das um und auf. Dazu wurde mit dem Smartphone Anwendungsprogramm „Waldfinder App“ ein neues Hilfsmittel herausgegeben. DI Thomas Ölz vom Fachbereich Forst&Umwelt der Landwirtschaftskammer Vorarlberg freute sich über eine Auszeichnung bei der Alpinen Schutzwaldpreis Verleihung in Klosters in der Kategorie „Innovationen“. Mit der neuen „Waldfinder“-App können Waldparzellen mit der GPS-Funktion des Smartphones einfach aufgesucht werden. Per Klick können Beratungs- und Holzvermarktungsdienstleistungen in Anspruch genommen werden. Mit dieser neuen App wird ein innovativer Beitrag für eine aktive Schutzwaldbewirtschaftung geleistet.

Der neue „Waldfinder-App“ bietet viel Service zum Auffinden und Bewirtschaften der in Vorarlberg sehr kleinstrukturierten Waldparzellen (Bildquelle Lk Vorarlberg).

Über den Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia

Nur dank der Schutzwälder können Menschen in vielen Gebieten der Alpen überhaupt wohnen und wirtschaften. Der Alpine Schutzwaldpreis Helvetia will das Bewusstsein für die Bedeutung des Schutzwaldes fördern und Projekte auszeichnen und prämieren, die sich besonders für den Schutzwald einsetzen. Organisiert wird der Alpine Schutzwaldpreis Helvetia von der ARGE Alpenländische Forstvereine, einem Zusammenschluss von acht Forstvereinen, in dem auch der Vorarlberger Waldverein vertreten ist. Seit 2014 ist die Versicherungsgruppe Helvetia Hauptsponsor des Schutzwaldpreises. Das Unternehmen engagiert sich seit Jahren für die Pflege und den Erhalt alpiner Schutzwälder.

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