„Kopf frei in Arbeit“

Am 13. Juni 2018 wurde beim Waldlehrpfad am Ardetzenberg in Feldkirch anläßlich der Woche des Waldes die Lockpfostenaktion im Waldbereich vorgestellt.

Wälder sind wunderbare Lebensräume, auch für den Menschen. In Zeiten zunehmender Arbeitsbelastung und Digitalisierung bieten sie Erholung und Abhilfe gegen Stress. „Der Aufenthalt in Wäldern ist auch das beste Mittel um der zunehmenden Entfremdung unserer Kinder von der Natur entgegenzuwirken.“, meint Bürgermeister Mag. Wilfried Berchtold bei der vorstellung. „Auch auf diesem Weg tragen Wälder zur Nachhaltigkeit bei“, so Berchtold.
Respekt und Wertschätzung gegenüber den Waldeigentümern
Die vielfältigen positiven Wirkungen des Waldes kommen der gesamten Bevölkerung zugute. Für Landesforstdirektor DI Andreas Amann ist es wichtig, dass die Waldeigentümer motiviert sind ihren Wald selbst zu pflegen, da die Erbringung der selben Leistungen durch die öffentliche Hand wesentlich teurer wäre. 
„Kopf frei in Arbeit“
Die „Lockpfostenaktion“, die im Rahmen eines EU-Projektes zusammen mit den Vorarlberger Forstbetrieben und der Landwirtschaftskammer organisiert wurde, kommuniziert die wichtigen Waldwirkungen in kurzen Worten. Dazu gehört der Pfosten mit „Kopf frei in Arbeit“: Waldspaziergänge machen den Kopf frei und den Puls ruhig. Sie stärken das Immunsystem, verbessern die Schlafqualität und harmonisieren das Nervensystem. Wir Waldbesitzer sind stolz auf unsere naturnahe Waldbewirtschaftung. Ähnlich positiv wie der Wald wirken auch Holzumgebungen und Holzbauten. Gesundheitszellen, die Krankheitserreger bekämpfen, werden bereits durch einen einzigen Waldspaziergang um 50 Prozent aktiviert.
Der Präsident der Landwirtschaftskammer Josef Moosbrugger betont dabei die Bedeutung der verschiedenen Waldwirkungen, dazu gehören insbesondere auch die Nutz- und Schutzwirkungen in Vorarlberg. Diese werden auf zwei weiteren „Pfosten“ hervorgehoben: 
„Holz in Arbeit“: Im Vorarlberger Wald auf ca. 100.000 ha (37% der Landesfläche) wächst jedes Jahr wesentlich mehr Holz nach als genutzt wird. Die regionale Baustoff- und Energieträgernutzung könnten wir damit nachhaltig weiter ausbauen.
„Schutz in Arbeit“: In einem Gebirgsland wie Vorarlberg sind die Schutzwirkungen des Waldes gegen Lawinen, Muren, Erdrutsche, Steinschläge bis zum allgemeinen Hochwasserschutz existenziell wichtig. Unsere aktive Waldbewirtschaftung ist für die Erhaltung und Verbesserung außerordentlich bedeutend.
„Und das Ganze kann – und auf das sind wir Waldbesitzer auch stolz – auch im Einklang mit dem Naturschutz ausgeführt werden“ betont DI Thomas Ölz, Fachbereichsleiter bei der Landwirtschaftskammer Vorarlberg und weist auf den Pfosten „Natur in Arbeit“ hin: 
„Natur in Arbeit“: Viele Pflanzen- und Tierarten profitieren von unserer kleinflächigen Waldbewirtschaftung in Vorarlberg. Wir Vorarlberger Waldbesitzer bieten damit eine herausragende Leistung für den Naturschutz. Die umfassende Nachhaltigkeit des Vorarlberger Waldes wird mit der international anerkannten PEFC-Zertifizierung bestätigt. Vorarlbergs Wald zeigt innerhalb Österreichs die weitaus höchste Naturnähe auf. Zum Beispiel: Die „Natur-Zeigerart Auerwild“ profitiert nachweislich von Holznutzungen.

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