Für Mensch und Tier: Ökologischer Jagdverein in Liechtenstein gegründet!

In Liechtenstein wird in einem Anfang Oktober neu gegründeten Jagdverein eine Neuausrichtung des Jagdwesens angestrebt. Auch das Liechtensteiner Jagdgesetz, das eine ineffiziente Jagd fördert, ist nach Ansicht des Vereines nicht mehr zeitgemäß.

Dass es die Waldverjüngung braucht, steht außer Frage. Eine natürliche Waldverjüngung ist absolut umsetzbar, äußert sich Martin Seger als Vorstandsmitglied des Ökologischen Jagdverbandes zum Liechtensteiner Volksblatt. Dazu braucht es aber eine grundsätzliche Neuausrichtung im Jagdwesen. Alle Jäger werden dazu eingeladen sich als Dienstleister an der Gesellschaft zu beteiligen. Mit einer ökologischen Ausrichtung werden Vorteile nicht nur für den Lebensraum, sondern insbesondere für das Wildtier selbst gesehen. Durch nachhaltiges Absenken der Wilddichte auf ein lebensraum-verträgliches Maß, wird der Wildbestand vitaler. Dies schlägt sich zum Beispiel in einem Rückgang des Befalls von Parasiten sowie anderer Wildkrankheiten (TBC) nieder. Neben den Vorteilen einer funktionierenden Jagd für die Gesellschaft (Erhaltung der Waldwirkungen) ergeben sich auch viele Vorteile für den Jäger selber. Das Konfliktpotenzial durch Wildschäden wird minimiert und die Freude an der Jagd sowie das Naturerlebnis ohne Sorgen stehen wieder im Vordergrund. Durch Intervallbejagung, Schwerpunktbejagung und Schaffung von Ruhezonen sinkt der Jagddruck und das Wild wird wieder sichtbarer.
Auf der Homepage des neuen Vereins werden auch 20 konkrete Maßnahmen gefordert: Link

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