„Der Mozart unter den Holzarten“

Einer „wohlklingenden Laune der Natur“ ist die neue Ausstellung „Haselfichten – Das Holz und seine Klänge“ gewidmet. Die Haselfichte kommt im Vorarlberger Gebirgswald verbreitet vor. Den „Schatz“ gilt es wieder mehr ins Bewusstsein zu holen. Auch in der Vermarktung können äußerst attraktive Preise erzielt werden.


Die Haselfichte zeichnet sich durch ihre einzigartigen „inneren Werte“ aus: Das sehr feinmaserige und verzahnte Holz besitzt beste Resonanzeigenschaften und eignet sich deshalb optimal zur Klangverstärkung von Saitentönen. Geigen, Violen, Gitarren, Harfen, Klangbretter und Alphörner werden daraus gefertigt. Auch Geigenbauer Antonio Stradivari schwor auf die Haselfichte. Das Wissen um die Haselfichte als Klangholz wurde in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen. Die Kenntnis über Besonderheit dieses Holzes ist allerdings bei vielen Waldbesitzer und Holzverarbeitern noch viel zu wenig bekannt. Im Rahmen einer Nadelwertholzsubmission, die der Vorarlberger Waldverband jedes Jahr organisiert, können solche besondere Wertholzstämme angeboten werden. Es können dabei äußerst attraktive Preise erzielt werden.
In der Haselfichtenausstellung im Landtagsfoyer, die vom Museumsverein Klostertal im Rahmen eines EU Projekts erstellt worden ist, wird mit zwölf informativen, großformatigen Holztafeln anschaulich in das Thema eingeführt. Außerdem informieren Schaukästen und ein Kurzfilm über das Thema.
Besonderes Stück Natur
Die Haselfichte ist ein ganz besonderes Stück Natur. Sie lässt sich nicht züchten. Sie ‚haselt‘ aufgrund von Umwelteinflüssen mit genetischen Faktoren. Gänzlich erforscht ist das Phänomen noch nicht. „Man kann sagen, die Haselfichte ist eine wohlklingende Laune der Natur, sozusagen der Mozart unter den Holzarten“, so Landtagspräsident Harald Sonderegger bei der Eröffnung der Ausstellung.
Die Ausstellung ist bis 21. April 2017 im Foyer des Vorarlberger Landtags zu sehen.
Info Vermarktung
Alle Waldbesitzer sind herzlich eingeladen sich an der alljährlich stattfindenden Nadelwertholzsubmission zu beteiligen. Über die notwendigen Qualitäten und die Vorgangsweise gibt Ing. Edgar Häfele vom Vorarlberger Waldverband gerne weitere Auskünfte (edgar.haefele@lk-vbg.at, 0664/60 259 19 461).

Bild: Eine Ausstellung im Landtagsfoyer informiert derzeit über die Besonderheiten des Holzes der Haselfichte. Landtagspräsident Harald Sonderegger zeigte sich erstaunt über den „Mozart der Holzarten“, die auch verbreitet in Vorarlberg vorkommt (Bildquelle vlk).

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