CO2-Kompensation mit Waldbewirtschaftung

Am Forsthof der Stadt Dornbirn wurde am 9. Juli die neue Plattform Klimacent 2.0 präsentiert. Damit haben Unternehmen, Kommunen und Organisation die freiwillige Möglichkeit mit der Investition in regionale Klimaschutzprojekte ihre CO2 Emissionen zu kompensieren.

Zu solchen Klimaschutzprojekten zählen neben Projekten zu nachhaltigem Wirtschaften in der Gemeinwohlökonomie oder in der klimaneutralen Mobilität auch einige CO2-Reduktionsmöglichkeiten in der Land- und Forstwirtschaft. Dazu später mehr.
Viele wollen klimaneutral werden!
Immer mehr Unternehmen und Organisationen haben sich zum Ziel gesetzt, klimaneutral zu werden. Sie versuchen die Treibhausgase sukzessive zu reduzieren. Die restlichen Emissionen werden durch den Kauf von CO2-Zertifikaten kompensiert. Hier werden derzeit international Zertifikate zu vielfach „Dumpingpreisen“ angeboten. Hans Punzenberger, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie plädiert für eine „maximale Wirksamkeit von freiwilligen CO2-Kompensationszahlungen. Globale Verantwortung ist wichtig und richtig, aber es braucht auch Investitionen für eine regionale klimaneutrale Infrastruktur.“ Viele Vorarlberger Unternehmen wollen ihre CO2-Emissionen regional kompensieren, weiß Punzenberger aus seinen Gesprächen. Genau diese Möglichkeit schafft nun erstmals die Plattform Klimacent Austria. Mit der freiwilligen CO2-Abgabe von 50.- pro Tonne CO2-Ausstoss, einer Jährlichen Erhöhung der Abgabe um 7% und einem Reduktionskonzept bis 2040 nehmen die Unternehmen, Kommunen und Organisation aktiv Verantwortung für den Klimaschutz wahr. Über die eingerichteten werden dann regionale Projekte über ein notarielles Treuhandkonto unterstützt.

Jetzt möglich: Freiwillig klimaneutral mit CO2-Kompensation in Wald- und Holzprojekten.

CO2 Minderungsprojekte in der Land- und Forstwirtschaft
Hauptzielsetzung dabei ist die Umsetzung von CO2 Minderungszielen. Ausgewählt und überwacht werden die Projekte von sieben Vorarlberger Organisationen: Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie, Bio Austria, Vorarlberger Waldverein, Gemeinwohlökonomie, Vorarlberger Naturschutzbund, KlimaVOR! und die Diözese Feldkirch. In der Waldwirtschaft haben wir beispielweise eine hohe Senkenfunktion und gleichzeitig mit der Verwendung Holz als Baustoff eine CO2 Speicherungsverlängerung. Sensationell hoch ist zusätzlich der Substitutionseffekt durch den Ersatz von anderen CO2 intensiven Baustoffen und Energieträger. Projekt, die eine aktive Waldwirtschaft unterstützen und gleichzeitig nach naturnahen Prinzipien bewirtschaftet werden, sollen jetzt in diesem Rahmen eine Unterstützung bekommen können. Dabei steht nicht die eigentlich „künstliche“ Aufforstung sondern die naturnahe Waldbewirtschaftung mit Naturverjüngung im Mittelpunkt. Unterstützt werden können aber auch C-Bindungsprojekte im Biolandbau, in der Energie-Landwirtschaft, in der Holzverstromung mit Pflanzenkohleproduktionen oder mit einer Humusanreicherung. Auch in Mooren wird sehr viel CO2 gebunden. Hier soll die Erhaltung aber auch eine Revitalisierung unterstützt werden. Die beteiligten Grundbesitzer können mit der neuen Projektunterstützung entsprechend abgegolten werden.

Weitere Info: Plattform Klimacent 2.0: www.klimacent.at. Info zum C-Bindungsfonds Wald und Holz bei DI Thomas Ölz, thomas.oelz@lk-vbg.at, 05574/400-460;

Ein emotionsvoller Energietanz von Carolina Fink in Mitten von Hackschnitzeln und Stückholzbündeln verdeutlichtete die Notwendigkeit von mehr Bewegung in der CO2 Reduktion.
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