Borkenkäfer- und Schadholz für eigene Bauten!

Am Rundholzmarkt gibt es derzeit sehr hohe Preisabschläge für Schadholz und Borkenkäferholz. Es wird sehr empfohlen, das Holz für eigene anstehende Bauvorhaben zu verwenden!

Das im Winter angefallene Schadholz ist bedenkenlos verwendbar. Bei einem Borkenkäferbefall kommt es zu Verblauungen des betroffenen Holzes. Es ist „nur“ ein kosmetischer Fehler. Hinsichtlich der technischen Eigenschaften lässt es sich uneingeschränkt verwenden.

Etwa hundert verschiedene Pilzarten sind bekannt, die vor allem im Nadelholz eine bläuliche bis schwarz-graue Färbung erzeugen können. In erster Linie übertragen rinden- und holzbrütende Borkenkäfer die Pilzsporen, aber auch Luft und Regentropfen können Überträger sein. Die Bläuepilze besiedeln das Splintholz, das ist das Leitgewebe des Baumes zwischen Kernholz und Rinde. Bläuepilze ernähren sich von Zellinhaltsstoffen des Splintholzes und greifen die Zellwände nicht an. Im Gegensatz zu Fäulepilzen bewirken sie keinen Holzabbau. Dadurch bleiben die Festigkeitseigenschaften erhalten.

Bei einer eigenen Verwendung muss man das Schadholz nicht zu Niedrigstpreisen vermarkten und es können die hohen Verluste abgefedert werden. Der Rundholzmarkt wird zudem entlastet.

Borkenkäfer- oder Windwurfholz lassen sich uneingeschränkt für eigene Bauvorhaben verwenden. Die „Verblauung“ stellt nur einen optischen Schaden dar, der im Bauholz nach einer kurzen Zeit kaum mehr sichtbar ist.
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