Der Wald ist heiß – untragbare Wildschäden

Der Vorarlberger Waldverein weist anlässlich der Woche des Waldes auf die viel zu hohen Wildschäden im Vorarlberger Wald hin. Der Waldverein fordert, dass eine standortsgemäße Naturverjüngung großflächig aufkommen muss.

Mit dem diesjährigen Motto der Woche des Waldes „Der Wald ist heiß“ soll eigentlich auf die Möglichkeiten und noch großen Potenziale der nachwachsenden, CO2-neutralen Energieressource Holz aufmerksam gemacht werden. Der Vorarlberger greift aus diesem Anlass aber ein anderes „heißes“ Thema auf. Die Ergebnisse des Vorarlberger Verbisskontrollzaunmonitorings sind alarmierend. Es gibt landesweit konstant schlechte Ergebnisse. Auf 45 Prozent der verjüngbaren Waldfläche ist aufgrund des Schalenwildeinflusses (Hirsch, Rehwild, Gamswild) keine standortsgemäße Verjüngung möglich. Obmann Arnold Hirschbühl: „Es konnten zwar regional Verbesserungen erzielt werden, landesweit sind die Ergebnisse aber äußerst unbefriedigend“. Das hat fatale Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit der Waldbewirtschaftung und auf die besonders wichtigen Schutzleistungen des Waldes in Vorarlberg. Dem von der Vorarlberger Landesregierung in der Forststrategie 2018 beschlossenen Ziel von mindestens 70 % tragbaren Zaunergebnissen kommen wir überhaupt nicht näher.

Der Waldverein fordert

Die Naturverjüngung muss großflächig ohne Schutzmaßnahmen aufkommen können. Der Lebensraum Wald muss gesamthaft im Mittelpunkt stehen. Biotopangepasst Schalenwildbestände in Kombination mit weiteren jagdlichen, forstlichen und gesellschaftlichen Maßnahmen müssen erreicht werden. Die Zukunft unseres Waldes darf nicht durch verantwortungsloses Handeln zerstört werden. Die Gewichtung muss immer klar auf dem Lebensraum Wald liegen (Wald vor Jagd).

Link ORF Bericht: http://vorarlberg.orf.at/news/stories/2537009/

Bild: Der Obmann des Vorarlberger Waldvereins Arnold Hirschbühl und der Geschäftsführer Walter Amann fordern in Alberschwende Maßnahmen, die zu einer markanten Verbesserung der Wildschadensituation führen.

Download Presseunterlage "Der Wald ist heiß"