2017

Lebensquell Wald - Neue Waldzeitung online

Jetzt ist die dritte Auflage der Waldzeitung zum Schwerpunktthema „Woodcare“ erschienen. In die Onlineversion können Sie hier gerne hinein schmökern. Der Vorarlberger Waldverein freut sich als Herausgeber über ein großes Interesse!

http://issuu.com/oeth/docs/2017_waldzeitung_gross_3/14?e=0

 

 

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Vorarlberger Waldtag: „Spitzenleistung im Naturschutz“

Am Vorarlberger Waldtag Mitte November hob Obmann Mag Walter Amann die hohe Naturnähe des Vorarlberger Waldes hervor. Die Vorarlberger Waldbesitzer bewirtschaften ihren Wald sehr verantwortungsbewusst. Seit der Gründung setzt sich der Vorarlberger Waldverein sehr für eine naturnahe Bewirtschaftung ein. „Wir sehen dies nicht nur als ökologisch sinnvoll an, sondern sind auch von den langfristigen ökonomischen Vorteilen überzeugt“, führt Obmann Amann aus. Daraus resultiert eine grundsätzlich gute Naturschutzqualität mit einer hohen Biodiversitätsleistung. Auf diese Leistungen sind die Waldbesitzer in Vorarlberg stolz. Gerade im Vergleich mit anderen Ländern in Europa, aber auch weltweit bietet die Waldbewirtschaftung in Vorarlberg eine absolute Spitzenleistung im Naturschutz. Neben dem Waldverein unterstützen auch der Landesforstdienst und die Landwirtschaftskammer in ihrer Organisations- und Servicearbeit maßgeblich diese verantwortungsbewusste Waldbewirtschaftung in Vorarlberg.
Enorme Verbesserungen im Biotop
Referent Dr. Kurt Ramskogler, Geschäftsführer von Lieco Pflanzsystemen und Sachverständiger für Naturschutzfragen bestätigte im Referat und in der anschließenden Diskussion die positiven Auswirkungen der Waldbewirtschaftung auf die Artenvielfalt im Ökosystem Wald. Gerade die in Vorarlberg kleinflächige Bewirtschaftungsweise wirkt sich hier sehr günstig aus. Dazu ist aber die zeitgemäße Erschließung mit Forststraßen unumgänglich. Beispielsweise lassen sich enorme Verbesserungen im Biotop des Auerwildes durch gezielte Holznutzungen nachweisen. „Mit einem statischen Naturschutz, der mit einer „Käseglockestrategie“ versucht eine zeitgemäße Waldbewirtschaftung zu verhindern, sind wir auf einem komplett falschen Weg“, meinte Dr. Ramskogler in Bezug auf eine nicht bewilligte Forststraße im Frödischtal, die derzeit im Beschwerdeverfahren beim Vorarlberger Landesverwaltungsgericht liegt.


Bild: Der Referent Dr. Kurt Ramskogler bestätigte die enorme hohe Naturschutzleistung einer kleinflächigen naturnahen Waldbewirtschaftung.

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Wald und Wild im Einklang

Aktive Waldbewirtschaftung, Wald und Wild im Einklang und Erschließung des Waldes
sind Schlüsselfaktoren für klimafitte Wälder der Zukunft
Für sein hohes Engagement in der Waldbewirtschaftung wurde Georg Nenning Ende September von Bundesminister Andrä Rupprechter der Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft verliehen. In seinen Waldungen in Hittisau wurden jetzt Anfang November drei wichtige Schlüsselfaktoren für die Waldbewirtschaftung in Vorarlbergs Wäldern vorgestellt:
Aktive naturnahe Waldbewirtschaftung
Die aktive naturnahe Waldbewirtschaftung ist ein wichtiger forstpolitischer aber auch gesamtgesellschaftlicher Faktor für die Zukunft. Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger betonte, dass wird damit eine nachhaltig nachwachsende Ressource sozusagen direkt vor unsere „Haustür“ haben. Es wird CO2 gespeichert und es können andere energieintensive und damit klimaschädliche Baustoffe ersetzt werden. Mit dem wohnbiologisch idealen Baustoff profitiert schlussendlich der/die Bauherr/in selber am meisten.
Der ausgezeichnete „Waldbetrieb“ arbeitet hier mit der jährlichen Nutzung des nachwachsenden Zuwachses sehr vorbildhaft. Neben der eigenen Wertschöpfung aus dem Wald werden damit auch die Waldpflege und die Erhaltung und Verbesserung der Waldwirkungen miterfüllt.
Walderschließung mit Forststraßen notwendig
Landesforstdirektor DI Andreas Amann hob die Notwendigkeit einer zeitgemäßen Erschließung der Wälder als Voraussetzung für eine aktive Waldbewirtschaftung hervor. Gerade für eine kleinflächige naturnahe Waldbewirtschaftung ist dies ein entscheidender Faktor. Georg Nenning forcierte aus diesen Gründen die Erschließung am Hittisberg sehr. Er ist heute Obmann der gemeinschaftlichen Forststraßengenossenschaft für die Holzbringung.
Wald und Wild im Einklang
Die überhöhten Schalenwildbestände führten in den Waldungen von Georg Nenning zu einem Ausfall der für die Plenterwaldstrukturen und die Bodenfestigkeit wichtigen Weißtannen. In den steileren Waldgebieten fiel die wichtige Ahornverjüngung aus. Der Ahorn verbessert bei Steinschlag die Stabilität der Waldbestände mit seinem guten Wundausheilungsvermögen.
Präsident Josef Moosbrugger und Landesforstdirektor DI Andreas Amann sind sich einig, dass eine unnatürliche Aufhege der Wildbestände aus jagdlichen Interessen völlig abzulehnen ist. Wir brauchen dem Lebensraum angepasst Wildbestände. Sie gratulieren Georg Nenning für sein hohes Engagement und die Umstellung auf neue Jagdmodelle. Die Jagdpachteinnahmen dürfen nicht im Vordergrund stehen. Davon profitiert der Waldbesitzer selber mit höheren Erträge aus stabilen Wäldern. Fast nebenbei werden die wichtigen Waldwirkungen erfüllt und schlussendlich profitiert auch das Wildtier am meisten von einem intakten Lebensraum.

Beispielhafte Waldbewirtschaftung im Wald von Staatspreisträger Georg Nenning (2 v.l.). Es gratulierten Präsident Josef Mossbrugger, Sohn Klemens Nenning, Landesforstdirektor Andreas Amann und der Obmann des Waldvereines Walter Amann.

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Einladung zum Vorarlberger Waldtag 2017


Samstag, 11. November 2017, 10:00 Uhr,
Gebhard-Wölfle-Saal, Gemeinde Bizau

 

Wir laden alle Mitglieder und interessierten Personen herzlich zum Vorarlberger Waldtag 2017 ein. Wir freuen uns auf ein zahlreiches Interesse!

http://www.waldverein.at/veranstaltungsdetail/197.html

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Faszination Weißtanne

Heimisches Weißtannenholz erfreut sich heute bei vielen Architekten, Planer und Bauherr/innen einer hohen Beliebtheit. Die Holzatmosphäre kombiniert mit der ausgezeichneten Wohnbiologie ist einzigartig.
Das Forum Weißtannen aus dem Schwarzwald feiert heuer sein 20 jähriges Bestehen. Dazu wurde eine Veranstaltung „Faszination Weißtanne“ Anfang Oktober ausgerichtet, an der auch ein gleichnamiges 160 Seiten starkes Magazin vorgestellt wurde. So wie in Vorarlberg hat die Weißtanne im Schwarzwald ähnlich hohe Anteile im Wald. Die hohe Schattenverträglichkeit macht sie zur wichtigen Strukturbaumart und mit dem tiefe Bodenaufschluss ist sie eine besonders wichtige Schutzwaldbaumart.
Minister Peter Hauk aus Baden-Württemberg hob in seinem Eingangsstatement die Wichtigkeit der Weißtanne in klimastabilen und mehrstufigen Mischbeständen hervor. Er wies klar auf die nach wie vor bestehende Gefährdung durch überhöhte Wildbestände hin. Er freut sich aber sehr über die Verwendung ihres Holzes in vielen Bauten in Baden-Württemberg, das als Holzbauland Nummer eins in Deutschland gilt. Die Landesbauordnung soll in diesem Zusammenhang weiter für Holzausführungen gelockert werden.
Regionalität und Erlebniswerte
Frau Prof. Dr. Monika Bachinger machte deutlich, dass man mit Regionalität und emotionalen Erlebniswerten beim KundenIn punkten kann. Hier ergeben sich noch gute Chancen in der Vermarktung des Weißtannenholzes. Vom besonderen Holzerlebnis in Kombination mit der ausgezeichneten Wohnbiologie profitiert die Weißtanne auch in Vorarlberg seit einigen Jahren. Viele Auszeichnungen im Vorarlberger Holzbaupreis, bei denen Weißtannenholz im Innenausbau, bei Fenstern oder in der Schalung eingesetzt wurden, bestätigen dies eindrücklich.
Nur Spitzenqualitäten?
Die guten Qualitäten haben heute bereits eine sehr gute Nachfrage. Wir können die Weißtanne mit Stolz zu den schönsten Hölzern der Welt zählen, meine Prof. Andreas Betz von der Hochschule Rosenheim anlässlich der Verleihung des ersten internationalen Weißtannenpreises im Jahr 2013. Damit ergibt sich beim Preis noch viel Luft nach oben.
Von der gestiegenen Nachfrage nach den Spitzenqualitäten profitieren aber auch die astärmeren und etwas schlechteren Holzqualitäten stark. Das Image der Holzart ist heute richtig gut. Ein neues interessantes Produkt wird von der Zimmerei Berchtold in Schwarzenberg im Bregenzerwald mit dem „Wert- Vollholz-Haus“ angeboten. Hier wird Weißtannenholz aus der Region mit der traditionellen „Strickholzbautechnik“ mit 30x30 cm Balkenverarbeitet. Dabei werden im Innenbereich die normalen Bauholzqualitäten mit Ästen und Rissen gezielt sichtbar gezeigt. Es ergibt sich eine leicht rustikale aber sehr moderne Raumoptik. Gesundes Wohnen wird hier mit alter Tradition neu interpretiert.  Bei solchen Projekten können normale Bauholzqualitäten verbaut werden. Hier gibt es in der Weißtannenvermarktung noch ein hohes Kaufpotential bei den Kunden.
Forum 4 Länder
Mit der länderübergreifenden Zusammenarbeit wird jetzt ein neuer Schwerpunkt im Forum Weißtanne gesetzt. Neben dem Schwarzwald ist auch neu Frankreich, die Schweiz und mit Vorarlberg auch Österreich dabei. Mit der Zusammenarbeit können die vorhandenen Marktpotentiale für die Weißtanne weiter ausgebaut werden.

Bild Titel Magazin: Faszination Weißtannenholz: Das Forum Weißtanne aus dem Schwarzwald hat zum 20 jährigen Bestehen ein 160 seitiges Magazin herausgegeben. Einzelne Exemplare können im Forstreferat der Landwirtschaftskammer abgeholt oder bestellt werden (thomas.oelz@lk-vbg.at, 05574/400-410).

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Staatspreis: „Weniger ist mehr“

Mit dem eigentlich widersprüchlichen Ausspruch „Weniger ist mehr“ werden in Hittisau Jagdmodelle verwirklicht, die den Lebensraum in den Mittelpunkt stellen. Ein weniger an Jagdpachteinnahmen kann ein Vielfaches an wichtiger Mischwaldverjüngung bringen. Für sein hohes Engagement wurde am österreichischen Waldbauerntag Ende September in Tirol von Bundesminister Andrä Rupprechter der Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft an Georg Nenning aus Hittisau verliehen. Wir gratulieren unserem Vorstandsmitglied sehr herzlich zu dieser Auszeichnung!
Leider führten die überhöhten Schalenwildbestände in den Waldungen von Georg Nenning zu einem Ausfall der für die Plenterwaldstrukturen wichtigen Weißtanne. Auch fiel in den steileren Waldgebieten die wichtige Ahornverjüngung aus. Der Ahorn verbessert bei Steinschlag die Stabilität der Waldbestände mit seinem guten Wundausheilungsvermögen. Außerdem wurde der Lebensraum für das Wild selber verschlechtert. Die jahrelangen Versprechen über eine Verbesserung der Jagdsituation wollte Georg Nenning nicht mehr akzeptieren.
Schlüsselfaktor für klimafite Wälder
Die Erreichung von lebensraumangepassten Wildtierbeständen ist ein Schlüsselfaktor für eine aktive naturnahe Waldbewirtschaftung, die wiederum eine wichtige Basis für klimafite Wälder ist. Georg Nenning hat hier als Jagdausschussmitglied und jetzt als Obmann der Jagdgenossenschaft Hittisau I sehr viel Engagement und Umsetzungswillen eingebracht. Heute funktioniert eine vorbildhafte Jagd-Selbstbewirtschaftung für eine gute Mischwaldverjüngung und einen ausgezeichneten Lebensraum für das Wildes.
Ausgeprägtes Wald und Holzengagement
Das Wald und Holzengagement ist bei Georg Nenning grundsätzlich sehr ausgeprägt. So war er auch Gründungsmitglied und Heizwart in Heizwerkgenossenschaft Hittisau. Er engagiert sich sehr als Vorstandsmitglied im Vorarlberger Waldverein und ist auch Obmann einer Forststraßengenossenschaft. Außerdem zeigt er seine Einstellung nach der Übergabe des Hofes im neuen Ausgedinge einer Niedrigenergiewohneinheit mit naturbelassenem Weißtannenholz und Holzherdofen mit Solarunterstützung. Wir gratulieren sehr zur Staatspreisverleihung

Bild: Hohe Auszeichnung für unser Vorstandsmitglied Georg Nenning aus Hittisau für sein Engagement für lebensraumangepassten Wildtierbeständen als Schlüsselfaktor für klimafite Wälder. Im Bild mit seiner Frau bei der Verleihung in Kitzbühel in Tirol.

 

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Wald- und Holzinfo, Edles und Forstaction!

Natürlich Wald und Holz, Freitag 06. Oktober, 14:00 bis 18:00, Dornbirner Marktplatz; Dornbirner Herbst

- Motorsäge in Aktion
- Holzspaltwettbewerb fürs Publikum
- Vorführungen zur Schnittschutzhose
- Holzdekoration – Rodel – Edles aus Holz
- Whisky und Edelbrände mit Quiz „Was riecht denn da?“
- Kinderbasteln mit Waldfrüchten
- Musik „Thymos Combo“, Hirschwürste und andere Wildspezialitäten, Kaffee und Kuchen von werden von den „Talente –Vorarlberg“ serviert.

Viel los am Marktplatz im Rahmen des Dornbirner Herbstes: Am Nachmittag von 14:00 bis 18:00 wird unter dem Motto „Natürlich Wald- und Holz“ auf die hohe Bedeutung des Waldes in Vorarlberg hingewiesen. Die Mitarbeiter vom Fachbereich Forst der Landwirtschaftskammer Vorarlberg informieren zusammen mit Josef Böhler von Forsttechnik Böhler aus Schwarzach über alle möglichen Fragestellungen.
Wir Vorarlberger Waldbesitzer sind sehr stolz auf unsere naturnahe und traditionelle Waldbewirtschaftung. Von der guten „Holz-Wohnbiologie“ können wir alle beim Schlafen, Wohnen und Arbeiten profitieren.

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Bundesamt für Wald: Wege zum klimafitten Wald

Der prognostizierte und teils schon spürbare Klimawandel birgt für die Forstwirtschaft neue Herausforderungen und Aufgabenstellungen. Die Atmosphäre kann durch die Erwärmung mehr Energie und Wasserdampf aufnehmen was zur Folge hat, dass das Wettergeschehen dynamischer wird. Erwartet werden dadurch vermehrt Extremwetterereignisse wie Hitzewellen, Starkniederschläge und Stürme.
Für den Wald bringt der Klimawandel positive und negative Aspekte mit sich. Einerseits ergeben sich durch steigende Temperaturen höhere Zuwächse in Wäldern, in welchen die Temperatur bis zum jetzigen Zeitpunkt der begrenzende Faktor war. An diesen Standorten ist es auch notwendig, dass genügend Nährstoffe und verfügbares Wasser im Boden vorhanden sind. Andererseits kommt es bei höheren Temperaturen zu steigender Evapotranspiration und zusätzlich zu diesem Vorkommnis zu einer Konzentration von Starkniederschlagsereignissen, was zu einer Erhöhung von Trockenstress in Wäldern führt.
Durch die oben genannte Extremwetterereignisse ergeben sich noch weitere Gefahren für den Wald, welche nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Es kann zu vermehrten Murenabgängen, Rutschungen und zu einer Zunahme von Nassschneelawinen kommen. Außerdem verändert sich die Populationsdynamik diverser Forstschädlingen.
Aufgrund der steigenden Temperaturen erfolgt die Entwicklung mancher Schädlinge schneller als bisher und es wird möglich mehrere Generationen pro Jahr auszubilden, wodurch auch der Befallsdruck im Wald steigt. Zudem können invasive Schadorganismen, die durch den globalen Handel nach Österreich eingeschleppt werden, besser Fuß fassen und aktiv neue Gebiete besiedeln.

Auf diees Extremwetterereignisse reagiert das Ökosystem Wald mit sinkender Vitalität, reduzierter Abwehrfähigkeit, Massenvermehrung von Schädlingen und geringen Zuwächsen.
Aufgrund dessen wird es immer wichtiger waldbauliche Bewirtschaftungskonzepte, den neuen ökologischen Rahmenbedingungen anzupassen. Es sollte daher die Balance zwischen ökologischer Notwendigkeit und ökonomischer Machbarkeit gefunden werden. Weiters ist zu bedenken, dass es in Zukunft nicht mehr um die Vermeidung von Produktionsrisiko geht sondern vielmehr um die Möglichenkeiten der Risikoverteilung.
Folgende Punkte sind für einen risikosicherer Waldbau von großer Bedeutung:

1. Schutz des Waldbodens
Das eigentliche Kapital des Waldbesitzers ist der Boden. Um diesen nicht zu gefährden, sollten folgende Ausführungen beachtet werden.
• Bodenbeschädigung durch Ganzbaumentnahme: Das entnehmen von ganzen Bäumen aus dem Wald verursacht Nährstoffverluste, da hierbei auch der gesamte Schlagabraum aus dem Bestand transportiert wird.
• Bodenverdichtung durch flächiges Befahren: Das Befahren mit schwerem Gerät erzeugt Verdichtungen, welche die Leistungsfähigkeit, die Trockenresistenz (weniger Porenvolumen) und die Durchwurzelungstiefe verringert.
• Größere Kahlschläge im Gebirge: Dies führt zu hohen Verlusten an Humus durch Erosion. Zudem kann es zu Überhitzungen auf Südhängen kommen.

2. Rechtzeitige Durchforstung
Die Durchforstung wird vielerorts immer noch zu spät durchgeführt.
• Sie sollte gänzlich im zweiten Viertel der Umtriebszeit vorgenommen werden.
• Bestände, die zu spät durchforstet werden, haben einen zu hohen H/D-Wert. Das bedeutet, dass solche Bestände über längere Zeit instabil sind und die Umtriebszeit nicht mehr verkürzt werden kann.

3. Richtige Herkunftswahl
Neben der Wahl der richtigen Baumart schenken viele Forstbetriebe der Herkunftswahl der Pflanzen zu wenig Bedeutung. Durch die richtige Herkunftswahl können so manche, durch den Klimawandel verursachten Beeinträchtigungen der Vitalität von Bäumen, kompensiert werden.

4. Mischwald
Nur durch die Etablierung von Mischwald kann dieser unsicheren Zukunft mit vertretbarem Risiko entgegengegangen werden. Der Gedanke des Mischwaldes wurde zwar schon 1886 von Karl Gayer niedergeschrieben, doch ist er bis heute noch nicht überall angekommen.

5. Angepasste Wildstände
Soll ein Mischwald hervorgebracht werden, ist es unerlässlich die heute künstlich hoch gehaltene Wilddichte zu reduzieren, um überdurchschnittlichen Verbiss zu vermeiden.

6. Schadvermeidung bei Holzernte
Bei der Holzernte sollte der Schadensvermeidung in Zukunft besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Da jede Schädigung eines Baumes eine Eintrittspforte für Krankheiten darstellt – dies gilt besonders für Bestände, die in ihrer Vitalität geschwächt sind.

7. Wesentliche Ziele der Bestandespflege einhalten
Schon während der Bestandespflege sollte eine hohe Einzelstammstabilität beachtet werden. Zudem sollten Mischbaumarten gefördert werden. Vor allem in der Jugend sind starke Durchforstungseingriffe notwendig, um die Vitalität zu erhöhen. Hierdurch werden auch die Produktions- bzw. Gefährdungszeiträume verkürzt. Ferner ist anzumerken, dass durch starke Eingriffe, der Konkurrenzdruck verringert wird. Dies ist prioritär an Standorten mit hoher Trockenstresswahrscheinlichkeit notwendig, da die verfügbaren Wasserressourcen dadurch effizienter genutzt werden können.

Es stellt sich nicht mehr die Frage ob der Klimawandel die Umweltbedingungen verändern und auch nicht wie sich der Klimawandel in seiner Intensität darstellt wird sondern vielmehr wie wir mit den neuen Herausforderungen umgehen werden. Die Produktionsprozesse in der Forstwirtschaft sind zu einem hohen Maß von standörtlichen und klimatischen Bedingungen beeinflusst, welche sich durch den Klimawandel wesentlich schneller ändern als bisher. Hier hinzu kommt, dass die Generationenabfolge im Wald langsam vor sich geht, was eine schnelle Anpassung des Bestandes an neue Bedingungen fast unmöglich macht.
Eine relativ krisensichere Strategie wird in der Risikostreuung gesehen. Dies bedeutet, die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten verschiedenster Produkte aus dem Wald zu sehen, diese zu fördern und zu nutzen. Die Fähigkeit den Wald als einen Standort der Vielfalt zu sehen und ihn nach diesem Grundsatz zu bewirtschaften, bilden die Grundlage für ein flexibles und rasches Handeln und folglich für eine zukunftsfähige und erfolgreiche Forstwirtschaft.

 

Zusammenstellung von Sarah Paterno aus BFW-Praxisinformation 44: Wege zum klimafitten Wald, Bundesforschungszentrum für Wald, Seckendorff-Gudent-Weg 8, 1131 Wien, Österreich

Link Download Heft: https://bfw.ac.at/rz/bfwcms.web?dok=10296


Bild: Nur durch die Etablierung von Mischwald kann dieser unsicheren Zukunft mit vertretbarem Risiko entgegengegangen werden.

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Rotwildmanagement in der Praxis

Mit einer räumlichen Zonenplanung, mit einer abgestimmten Populationsdichte und -struktur, mit einer fachgerechten Fütterung und mit der Anwendung von effizienten Jagdmethoden wird in Nenzing ein professionelles Rotwildmanagement durchgeführt. Auf einem Weiterbildungsseminar des Ländlichen Fortbildungsinstituts Mitte September wurden den interessierten Teilnehmern die Eckpunkte vorgestellt.
Zielsetzungen vermitteln
DI Siegbert Terzer, Betriebsleiter der Agrargemeinschaft Nenzing, erläuterte die Wichtigkeit der Aufstellung von klaren Zielsetzungen des Grundeigentümers in Richtung der Jagdbewirtschaftung. Diese müssen dann klar im Jagdpachtvertrag dem Jagdpächter vermittelt werden. Dieser muss wissen, welche Ziele er erfüllen muss. Sehr wichtig ist in diesem Zusammenhang die räumliche Zonenplanung in der Wildbewirtschaftung. In den vorgelagerten Wäldern, die sehr steil in Richtung Walgau abfallen, stehen klar die Waldschutzfunktionen im Vordergrund. Hier wird kein Lebensraum für das Rotwild gesehen. Es werden auch alle anderen Schalenwildarten schwerpunktmäßig bejagt. Die dahinterliegenden Gebiete Richtung Gamperdonatal werden dagegen als Lebensräume für das Rotwild gesehen. Aber auch hier soll es keine Aufhege oder überhöhte Wilddichte geben. Allerdings lässt sich ein gewisser Wildschaden in Rotwildfütterungseinstandsgebieten nicht vermeiden.
Mit niedrigeren Wilddichten mehr Erntehirsche
Jagdschutzorgan Peter Trabernig erläuterte beim seit 1997 betrieben Rotwildwintergatter am Nenzinger Berg die Bewirtschaftungsziele in der Praxis. Bei angepassten nicht zu hohen Wilddichten gibt es beim Rotwildnachwuchs einen höheren Anteil an männlichem Wild. Mit dieser wildbiologischen Erkenntnis wurde und wird verstärkt beim weiblichen Wild eingegriffen. Konnte früher nur ein Erntehirsch im Jahr geschossen werden, sind es heute bei einem deutlich niedrigeren Wildbestand zwei Erntehirsche. Sehr transparent wird die Wildbestandserhebung mittels Futtermittelerfassung überprüft. An mehreren Kontrolltagen im Hochwinter wird der Futtermittelbedarf pro Tag genau erhoben und dann mittels durchschnittlichem Futtermittelverbrauch auf die Stückzahl umgerechnet (Grundlage Zahlen aus der Masterarbeit von Harald Bretis). Nachdem sich die männlichen Stücke sehr genau aus den Abwurfstangen ergeben, ergibt sich bei den weiblichen Stücken oft eine nicht vermutete hohe Dunkelziffer. Als sehr wichtig sieht Peter Trabernig auch die konsequente Außensteherbejagung an. Um eine günstige Populationsstruktur zu erreichen, sind auch „Entnahmen“ im Wintergatter, die sehr sensibel durchgeführt werden müssen, kein Tabuthema in Nenzing. In der Diskussion kam zum Ausdruck, dass die Arbeit des Kahlwildabschusses und das Streben nach Trophäenabschuss bei männlichem Wild unter den Revieren ein hohes Konfliktpotential haben.
Effiziente Eingriffe bringen nur kurze Störungen
Jagdschutzorgan Manuel Nardin erläuterte an einer normalen Winterfütterung ohne Gatter in der Gamperdona die Bewirtschaftungsweise des Rotwildes. Sehr sensibel ist die Bejagung an beliebten Austretungsorten des Wildes. Hier ergeben sich nur wenige Möglichkeiten. Um die angestrebten Populationsstrukturen zu erreichen (nebenbei werden dadurch auch die Abschusspläne erfüllt), wurden auch gezielte und sehr effiziente Eingriffe in den Wintereinstandsgebieten durchgeführt. Damit gibt es zwar intensive aber nur ganz kurze Störungen und das Ziel von beobachtbarem und tagaktivem Wild kann mit dieser Maßnahme sehr gut verfolgt werden.

Bild: Interessantes LFI Seminar in Nenzing: Es wurden die Eckpunkte eines professionellen Rotwildmanagements vorgestellt.

 

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Hochwasserrisiko und überhöhte Wildbestände!

Die Wälder bietet nicht nur direkte Schutzleistungen, sondern leisten auch in abgelegenen Gebieten sehr wichtige Beiträge für den Hochwasserschutz. Dazu braucht es standortsangepasste Mischwaldstrukturen. Zu einer Waldbegehung in dieser Thematik lud die Ortgruppe Hinterer Bregenzerwald des Vorarlberger Waldvereins Anfang September ins Mellental.
Anhand von Bodenprofilen vor Ort wurde die Wichtigkeit der tiefwurzelnden Weißtanne erklärt. Im Gegensatz zur Fichte kann die Weißtanne wesentlich tiefere Bodenschichten in zwei bis drei Meter tiefe aufschließen. Der Bodenkundler Walter Fitz erklärte dabei die besondere Bedeutung der Wurzeln. An den geschaffenen Kanälen kann das Wasser vom Boden aufgenommen werden. Ein Teil der der Wurzeln wird jedes Jahr erneuert. Bei den abgestorbenen Wurzeln wird das Aufnahmevermögen weiter gesteigert. Bezirksforsttechniker Peter Feuersinger erläuterte die hohe Bedeutung einer guten Durchwurzelung des Bodens anhand von aktuellen Studienergebnissen aus der Schweiz: „Danach erhöht sich die Wasserspeicherkapazität eines Bodens um beachtliche 80%, wenn die Durchwurzelung verdoppelt wird“. Damit erklärt sich die hohe Bedeutung auch von abgelegenen Wäldern für das Hochwasseraufkommen an Bächen und Flüssen weiter unten. Und hier spielen die Mischwaldbaumarten wie die Weißtanne, aber auch der Bergahorn oder die Ebersche eine entscheidend wichtige Rolle.
Misstrauen: Zweiter Wintergatter bringt keine Wildreduktion
Der derzeit und seit vielen Jahren vorhandene Wildbestand verhindert aber eine entsprechende Naturverjüngung. Nur Fichten und Buchen können im Mellental aufkommen. Auf diese Misere wies Peter Bischof als Sprecher der Ortsgruppe Hinterer Bregenzerwald bereits bei der Begrüßung hin. Auf die Mischwaldverjüngung können wir nicht verzichten und aufgrund des im Gang befindlichen Klimawandels, bei dem wir mit Starkregenereignissen aber auch Trockenperioden vermehrt rechnen müssen, wird ein vitaler Mischwald noch dringlicher. Mit den Bestrebungen, einen zweiten Rotwildwintergatter im Mellental zu errichten, wird befürchtet, dass es zu keiner Wildreduktion, sondern eher zu einer weiteren Wildvermehrung kommt. Das ist nach Peter Bischof aus Sicht des Gemeinwohls völlig untragbar. Eine Verbesserung des Waldzustandes muss den Vorrang bekommen. Nur ein vitaler Wald kann alle seine Schutzfunktionen erbringen.
Bei einer Einzäunung eines Waldstückes bei Altwaldaufseher Georg Dietrich wurde dann das hohe Verjüngungspotenzial der Wälder im Mellental besichtigt. Alle standortsgemäßen Mischbaumarten stellen sich ein. Schlussendlich würden angepasste Wildbestände auch die viel besseren Wildtierlebensräume bieten. Auch die wildökologische unnötige Rehwildfütterung spielt hier eine negative Rolle.
Mischwald mit Weißtanne
Agrarobmann der Alpe Bleichten Albert Kaufmann bemängelte bei der Besichtigung von Durchforstungsflächen sehr, dass in der Vergangenheit in der Verjüngung nur Fichten aufgekommen sind und die Mischgehölze mehr oder weniger zu 100 Prozent verbissen wurden. Die Alpe Bleichten bewirtschaftet ihren Wald aktiv und versucht jedes Jahr etwa den Zuwachs zu entnehmen. Für nachhaltige und enkeltaugliche Wälder, aber auch um eine TBC Gefährdung hinten an zu halten, brauchen wir eine Umstellung in der Jagdbewirtschaftung, die an überhöhten Wildbeständen festhalten möchte. Eine Mischwaldbewirtschaftung mit der standortsgemäßen Weißtanne muss wieder möglich werden.

Bild: Eindeutiges Waldbild in einer Zaunfläche: Der Waldzustand muss im Mellental den Vorrang bekommen. Wenn wir klimafite Wälder wollen, erhöht sich diese Dringlichkeit zunehmend.

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Pferd und Prozessor in Ergänzung

Derzeit läuft bei der Alpe Schwende in Dornbirn eine interessante Pflegenutzung. Dabei ergänzen sich Pferdeeinsatz und Prozessoranwendung ideal.
In einem 50 bis 60 jährigen Fichtenbestand wird nach der Auszeige durch Landeswaldaufseher Florian Kohler eine klassische Auslesedurchforstung durchgeführt. Ein Trupp fällt die Bäume, mit dem Pferd werden die Bäume dann samt Ästen zur Straße gerückt. Die Äste am Stamm dienen dabei zusätzlich als Abstandhalter zu den stehen bleibenden Stämmen. Damit werden zusätzlich zu der bereits schonenden Rückungsform mit dem Pferd mögliche Schäden am verbleibenden verhindert. An der Forststraße erfolgt dann mit einem Prozessorkopf auf einem Räderbagger die Entastung und Ablängung.
Pfleglich und wirtschaftlich
Insgesamt wird damit eine sehr schonender Pflegeingriff durchgeführt, der sich gleichzeitig aber auch wirtschaftlich darstellt. Die Abrechnung des Pferdeeinsatzes erfolgt nach Stundeneinsatz. Auf den Festmeter umgerechnet ergeben sich für die Vorstreckung des Holzes je nach Geländeverhältnisse Kosten im Rahmen von ca. 10.- bis 15.-/fm. Für die Prozessorbearbeitung ergeben sich Kosten von etwa 8 bis 13.-/fm und für die reine Fällung muss mit etwa 5.-/fm gerechnet werden. Als Förderung gibt es für den Waldbesitzer die normalen Durchforstungsförderung (581.-/ha, nadelholzreiche Bestände) oder eine Förderung für den Einsatz eines Pferdes (4.-/fm unter 100m Rückedistanz, 5.-/fm von 100 bis 200 m Rückedistanz, bitte auch die Möglichkeiten in der Förderung zur ländlichen Entwicklung berücksichtigen). Daneben bekommt auch der Halter des Pferdes eine kleine Jahresunterstützung. Weitere Informationen zu den Föderungen aus dem Vorarlberger Waldfonds bekommen Sie beim zuständen Landeswaldaufseher vor Ort oder auf der Homepage des Landes (Link: http://www.vorarlberg.at/vorarlberg/landwirtschaft_forst/forst/forstwesen/weitereinformationen/forstlichefoerderungen/vorarlbergerwaldfonds.htm)

Im Bild: Mario Nesensohn, Prozessorfahrer, Andreas Eugster, Obmann Alpe Schwende, Waldaufseher Florian Kohler, Pferdeakkordant Martin Hofkirchner mit Jungarbeitspferd „Horst“.

Link zu Kurzfilm: https://youtu.be/79Hg3M-QDZo

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Paradies hinter Zaun!

Bild: Paradies hinter Zaun: So kann es nicht weitergehen. Im Waldgebiet Kaniser in Mellau wird ein Neuanfang gestartet.

An einer eingezäunten Fläche im Waldgebiet „Kaniser“ konnte bei einer Waldbegehung der Ortsgruppe Hinterer Bregenzerwald des Vorarlberger Waldvereins Anfang Juli das ausgezeichnete Verjüngungsvermögen mit allen Baumarten im Vergleich zu den sonst im Unterwuchs mehr oder weniger kahlen Flächen im Gebiet begutachtet werden. Dies ist nicht nur für die Verjüngung des Waldes äußerst unbefriedigend, sondern schlussendlich auch für den Lebensraum des Wildes.

„Propaganda“ Verhältnisse als Ziel
Dies führte zur Aussage, dass ein solcher Lebensraum hinter Zaun ein „Paradies“ für das Wild wäre. Der Waldbesitzer, der die Einzäunung machte, wurde, nachdem in den ersten drei Jahren keine zusätzliche Waldverjüngung ankam, ausgelacht. Mit dem Verjüngungsanflug, der sich danach einstellte, wandelte sich das Lachen in Staunen. Von manchen Jägern wurde der Zaun sogar als „Propagandazaun“ des Forstes bezeichnet, der nicht die natürlichen Verhältnisse wiederspiegelt. Aber genau solche „Propaganda“-Verhältnisse sind jetzt das Ziel auf der gesamten Fläche, welche dann auch einen Wildverbiss wesentlich besser vertragen. Ein umfassendes Maßnahmenkonzept soll in dem Gebiet jetzt umgesetzt werden, das eine Basiserschließung, die Aktivierung der Waldbewirtschaftung und die konsequente Umsetzung eines Jagdkonzeptes beinhaltet.

Sicher nicht gegen das Wildtier!
Gleich vorweg wurde von Peter Bischof, Ortsgruppensprecher Hinterer Bregenzerwald des Vorarlberger Waldvereins, betont, dass es keinesfalls gegen das Wildtier geht. Das Wildtier hat ganz klar seine Existenzberechtigung in unseren Wäldern. Aber die jagdliche Aufhege führt nicht nur zu großen Problemen in der Waldverjüngung, sondern schadet schlussendlich dem Wildlebensraum und damit dem Wildtier selber. Und das wird sicherlich auch kein Jäger wollen.
Ist der Wildbestand nicht zu hoch, sinkt der zwischenartliche Stress unter den Tieren, es gibt eine geringere Futterkonkurrenz und mehr Platz. Die Wildtiere sind gesünder.

Weißtanne wichtig!
Die Exkursionsleiter Waldaufseher Markus Dünser und der Obmann der Forststraßengenossenschaft Georg Dietrich erläuterten an verschiedenen Exkursionspunkten die Wichtigkeit der inzwischen fast fertigen Forststraßenerschließung für die Schutzwaldbewirtschaftung. Die Bedeutung der bis jetzt in der Verjüngung fehlenden Weißtanne für Bodenfestigkeit, Wasserrückhaltevermögen und Bestandesstabilität stand dabei immer im Mittelpunkt. In Zeiten mit erhöhter Windwurf- und Borkenkäfergefahr und sich generell änderndem Klima wird die Bedeutung der Weißtanne mit den weiteren Mischbaumarten immer wichtiger.

Wieviel verliere ich durch eine nicht ankommende Naturverjüngung
Nach dem Obmann Georg Dietrich stellt sich nicht die Frage nach der Höhe der Jagdpachteinnahmen, sondern die Frage nach dem möglichen Verlust durch einen erhöhten Wildverbiss. Am Beispiel der besichtigten eingezäunten Fläche mit ca. 300 Quadratmetern verglich er die Jagdpachteinnahmen von etwa 50 Cent pro Jahr (17.-/ha, in 10 Jahren auf den 300 Quadratmetern 5.- Euro) mit den ungleich hohen möglichen Verlusten durch ein ausbleiben der Naturverjüngung. Eine künstliche Aufforstung, die man in der Qualität aber sicher nicht mit einer ankommenden Naturverjüngung vergleichen kann, kostet auf einer 300 Quadratmetern großen Fläche zwischen 150.- und 300.- Euro.

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Poolbarfestival - Good Vibes and golden Days mit Holz

Derzeit läuft das Poolbarfestival beim alten Hallenbad in Feldkirch, dass in 6 Wochen 23.000 Gäste anlockt. Über allem steht heuer das Thema „Zeit“ – Good Vibes and Golden Days. Und dazu passt regionales Holz gut dazu.
In der Festivalarchitektur wird viel Holz verwendet. Die vorwiegend jungen Besucher fühlen sich in dieser Umgebung sichtlich wohl. Das Organisationsteam rund um Herwig Bauer freut sich über den Einsatz von möglichst viel regionalem Holz in der eigens gestalteten offenen und innovativen Poolbar-Architektur.
Die Bäume dafür stammen aus Vorarlberger Wäldern und wurden bei der Sägerei Fritsche in Bürserberg zu Konstruktionsvollholz verarbeitet. Mayr Melnhof Holz im Bregenzerwald hat die Zuschnitte vorgenommen. Eine perfekte regionale Wertschöpfungskette. Die Bäume werden aus Mitteln des Holzwerbecents der Vorarlberger Waldbesitzer finanziert.

Bis 15. August kann man sich mit feinstem Sound bei einem Brunch auf der Außenbühne (jeden Sonntag ab 11:00 Uhr) oder bei verschiedenen Konzerten am Abend verwöhnen lassen.
Weitere Informationen zum Programm unter www.poolbar.at

Bild: Holz hat einen entstressende Wirkung. Damit passt es auch ausgezeichnet zur Poolbar-Architektur beim Halten Hallenbad in Feldkirch.

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Borkenkäfergefahr steigt – Online Tool

Bild: Wie beim verlässlichen Schweizer Wetterbericht gibt mit dem neuen „Borkenkäfer Online Tool“ aus der Schweiz eine gute Prognose für die Borkenkäferentwicklung auch in Vorarlberg.

Borkenkäfergefahr steigt – Online Tool
Wir sind in Vorarlberg in den letzten Jahren von Borkenkäferkalamitäten weitgehend verschont geblieben, trotzdem heißt es aufpassen. Ein interessantes Tool dazu bieten die Schweizer an, mit dem durchaus auch Rückschlüsse auf Vorarlberg gemacht werden können.
Auf der Webseite www.borkenkäfer.ch wird auf Basis einen 2x2km Stichprobennetzes die modellierte tagesaktuelle Entwicklung der Borkenkäferpopulationen in der Schweiz inklusive Schwärmflug der Käfer informiert. Zudem können Prognosen der Populationsentwicklung bis Jahresende bei einem durchschnittlichen Witterungsverlauf abgerufen werden. Weiters gibt es verschiedene Informationen rund um den Borkenkäfer. Auch auf der österreichischen Seite des Bundesamtes für wald gibt es viele Informationen zum Borkenkäfer (www.borkenkaefer.at).
Wichtige Punkte im Borkenkäfermanagement:
+ Vorbeugung (Abfuhr von berindetem Holz aus dem Wald, bruttaugliches Material entfernen)
+ Überwachung (gefährdete Bestände monatlich auf Käferbefall überprüfen, neues Online-Tool aus der Schweiz nutzen)
+ Bekämpfung (Befallene Bäume einschlagen und aus dem Wald bringen oder entrinden)
Grundsätzlich ist es gut, über die aktuelle Gefährdungslage in der Region Kontakt mit zuständigem Landeswaldaufseher zu halten. Für die Vermarktung von Borkenkäferholz steht der Vermarktungsservice des Vorarlberger Waldverbandes zur Verfügung (Auskünfte Ing. Edgar Häfele, 0664/6025919461, edgar.haefele@lk-vbg.at). Eine Informationsbroschüre kann auf der Homepage der Landwirtschaftskammer downgeloadet werden oder im Fachbereich Forst angefordert werden (05574/400-410, thomas.oelz@lk-vbg.at).
Link:
+ http://www.borkenkaefer.ch/
+ https://bfw.ac.at/rz/bfwcms2.web?dok=5223
+ Informationsbroschüre Download https://www.lko.at/media.php?filename=download%3D%2F2016.05.23%2F1463996461858967.pdf

 

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Endlich richtig schlafen

Bild: Projektpartner bei der Vorstellung anläßlich der Woche des Waldes: (v.l.) DI Thomas Ölz (LK), DI Andreas Reiter (Wildbachverbauung), Mag. Walter Amann (Obmann Waldverein), Simon Ölz (Integra), LK-Präsident Josef Moosbrugger und GF Stefan Kopf (Integra).

Endlich richtig schlafen
Green Care / Wald bietet Wohlfühlatmosphäre
Zum Auftakt der „Woche des Waldes” stellten Landwirtschaftskammer und Integra Vorarlberg in Dornbirn ein besonderes Forstprojekt vor. Dass der Wald sehr positiv auf uns wirken kann, wissen viele aus eigener Erfahrung. Im Integra Projekt „Wiederintegration von Langzeitarbeitslosen“ wurden die auch wissenschaftlich nachgewiesenen Wohlfühl- und auch Heilungseffekte des Waldes gezielt mit sehr gutem Erfolg angewendet. Das Integra Forstprojekt „Wiederintegration von Langzeitarbeitslosen“ wurde im heurigen Jahr mit dem alpinen Schutzwaldpreis der ARGE alpenländische Forstvereine und dem Vorarlberger Schutzwaldpreis 2017 ausgezeichnet.
Wieder Fuß fassen
Menschen, die lange Zeit auf Arbeitssuche sind, brauchen eine sinnvolle Beschäftigung, Anerkennung, Unterstützung und Kontakte, um im Leben und am Arbeitsmarkt wieder Fuß fassen zu können”, so LK-Forstreferent DI Thomas Ölz.
Die Erfahrungen zeigen, dass die Wiederintegration in Forstprojekten sehr gut funktioniert. Ein bedeutender Erfolgsfaktor besteht darin, dass die Arbeit im Wald Körper, Geist und Seele beeinflusst und einfach gut tut. Green Care Faktoren wie z.B. Adrenalinsenkung oder die Aktivierung von Killerzellen können nach einem Aufenthalt im Wald genannt werden.
Sich selbst spüren
„Die Teilnehmer gehen auch in der Freizeit wieder mehr in die Natur, da sie den Wald als Energiequelle neu entdeckt haben. Sie bekommen durch die Arbeit im Wald einen anderen Bezug zu ihrem Körper. Sich selbst zu spüren ist wichtig für ein zufriedenes Leben”, so Simon Ölz, der die Forstprojekte der Integra Vorarlberg betreut. Einer der im Projekt tätigen Mitarbeiter bringt es auf den Punkt: „Endlich in der Nacht wieder richtig schlafen und einen geregelten Tagesablauf zu haben, ist ein Gefühl das man nur kennt, wenn man es lange nicht hatte. Das tut Körper und Seele gut.”
Positive Holzeffekte
Ähnlich positive Wirkungen wie im Wald empfinden wir in Holzumgebungen. Die positiven Effekte des Waldes werden mit Holzanwendungen in unsere Wohn- und Arbeitsräume geholt. Und von dieser besonderen Ressource haben wir in Vorarlberg sehr viel. Zusammen mit der Wasserkraft ist Holz sicher die wichtigste Ressource, die wir in Vorarlberg haben. „Und das erfreuliche daran, sie wächst laufend nach und wir könnten nachhaltig noch mehr nutzen“, erläutert Präsident StR. Josef Moosbrugger dazu.
„Nicht vergessen sollte man aber auch, dass ein gesunder Wald neben dem Schutz vor Lawinen, Muren und Steinschlag auch hochwertiger Retentionsraum bei Niederschlagsereignissen ist und dadurch wesentlich zum Hochwasserschutz beiträgt”, ergänzte Mag. Walter Amann, Obmann des Vorarlberger Waldvereins.

Link Studie „Zur Gesundheitswirkung von Waldlandschaften“ http://bfw.ac.at/050/pdf/BFW_Bericht147_2014_GreenPublicHealth.pdf

 

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Problem: Aufgezüchtete Wildbestände

Bild: Augenscheinlich werden die Probleme der Waldverjüngung an einem Kontrollzaun im Ladritschtal: Innen kommt die gesamte Mischwaldverjüngung, außen gibt es sogar mit der weniger verbissgefährdeten Fichte Probleme.

Starkt aufgezüchtete Rotwildbestände führten im Ladritschtal, einem Seitental des großen Waldsertales, zu großen Problemen in der Waldverjüngung der dort vorhandenen Schutzwälder.
DI Karl Studer, Bezirksforsttechniker der Bezirkshauptmannschaft Bludenz, erläuterte am 21. Mai bei einer Waldbegehung der Ortsgruppen Hinterer Bregenzerwald und Großes Waldsertal des Vorarlberger Waldvereins den etwa 80 bis 100 Teilnehmern/innen die Entwicklung und Situation von Wald, Wild und Jagd im Ladritschtal: Im Regionalplanungskonzept von 1988 wurde von Prof. Fritz Reimoser das Ladritschtal ursprünglich als Rotwildrandzone vorgesehen. Bis 1994 gab es in der EJ Unterdamüls, einem Jagdrevier im hinteren Ladritschtal  lediglich eine Rehwildfütterung, bei der dann auch einzelne Stück Rotwild gefüttert wurden. 2005 wurde dann von der Behörde eine Rotwildfütterung mit maximal 15 bis 20 Stück Rotwild genehmigt. Heute stehen an dieser Fütterung 100 bis 120 Stück Rotwild. Im gesamten Ladritschtal wird von einem Rotwildbestand von 220 bis 300 Stück ausgegangen. Von ursprünglich unproblematischen Wildschäden muss heute leider von waldverwüstenden Wildschäden an der Waldverjüngung gesprochen werden. Nach einem wildökologischen Gutachten soll in fünf Jahren bis 2020 ein Gesamtbestand von 120 Stück erreicht werden. Aus forstbehördlicher Sicht wird ein Zielbestand von 60 Stück für das gesamte Ladritschtal als lebensraumangepasst gesehen.


Wo gibt es noch Lebensräume für Rotwild? Sicher nicht mit aufgezüchteten Wildbeständen!
Tatsächlich gibt es aufgrund der Zunahme des Tourismus und der Freizeitnutzung einen großen Druck auf die Lebensräume aller Schalenwildarten. Aktive Lenkungsmaßnahmen und die gezielte Erhaltung und Verbesserung von gewünschten Lebensräumen mit Wildruhezonen stellen hier wichtige Maßnahmen dar. Allerdings geht das sicher nicht mit aufgezüchteten und unnatürlich hohen Wildbeständen. Auf der Basis von Lebensraum angepassten Schalenwildbeständen setzt sich auch der Vorarlberger Waldverein sehr für besser geschützte Lebensräume für das Rot- und das Gamswild ein. Dies kommt nicht nur dem Wald zu Gute, sondern für die Wildtiere selbst wird dadurch der Lebensraum inklusive der innerartlichen Bedürfnissen und Stressfaktoren wesentlich verbessert. Mit einer klaren und ehrlichen Reduktion der Wildbestände könnten die Zielsetzung der Erhaltung und Verbesserung der Lebensräume gemeinsam mit der Jägerschaft gegenüber der Gesellschaft verfolgt werden.


Standortsschutzwald ohne Bedeutung?
Nachdem die Wichtigkeit von Standortsschutzwäldern im Vergleich zu Objektschutzwäldern von einigen Jägern in Diskussion gestellt wurde, gingen sowohl Bezirksforsttechniker DI Karl Studer, Bodenkundler DI Dr. Walter Fitz und DI Wolfgang Schilcher von der Wildbach- und Lawinenverbauung am Beispiel des Ladritschtales auf die hohe Bedeutung der Standortsschutzwälder ein. Das Hochwasser- und das damit verbundene Geschieberückhaltevermögen von gesunden und intakten Wäldern sind für die darunterliegenden Bäche und Flüsse sehr wichtig. Bei Extremereignisse können dadurch die schadbringenden Spitzen abgefedert werden. Ein gut durchwurzelter Boden, der Wasser schneller aufnehmen und besser speichern kann spielt hier eine wichtige Bedeutung. Und hier spielen wiederum die tiefwurzelnden Baumkarten wie Weißtanne, Bergahorn, Buche und Eberesche eine entscheidende Rolle. Damit können solche Wälder sicherlich nicht einem Rotwildlebensraum mit unnatürlich hohen Wilddichten „geopfert“ werden.

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Auf die Plätze, fertig, Forst!

Bei den Landesforstmeisterschaften am 6. Mai zeigten die Forstprofis ihr exzellentes Können
Schnelligkeit und Präzision waren die Erfolgskriterien bei der Landesforstmeisterschaft 2017 in Feldkirch.

„An die Motorsägen – fertig – los“ hieß es vergangenen Samstag, 6. Mai bei der 32. Landesmeisterschaft der Forstarbeiter und Landjugend in Feldkirch.
66 Forstarbeiter und Landjugendliche aus ganz Vorarlberg, Tirol, Niederösterreich, Kärnten, der Steiermark sowie Slowenien trafen sich beim alten Hallenbad in Feldkirch, um ihr Geschick mit der Motorsäge unter Beweis zu stellen.
Die Besten nach dem Grunddurchgang (Fällkerb, Präzisionsschnitt, Kombinationsschnitt, Durchhacken, Geschicklichkeitsschnitt, Blochrollen) bestritten das Finale Entasten. Neben Schnelligkeit, Präzision und Technik wird auf sicheres Arbeiten besonderen Wert gelegt. Eine Teilnahme ohne vollständige Schutzausrüstung war erst gar nicht möglich.
Das Forstspektakel lockte auch zahlreiche Ehrengäste nach Feldkirch. Den Ehrenschutz übernahmen Bürgermeister Mag. Wilfried Berchtold, Landesrat Ing. Erich Schwärzler und Vizepräsident DI Hubert Malin, die sich zusammen mit Vizebürgermeisterin StR. Dr. Barbara Schöbi-Fink, StR. Wolfgang Matt, LK-Präsidenten Josef Moosbrugger, LAbg. Daniel Allgäuer und Landjugend Hauptsponsor Karl Wohllaib, sehr über die gelungene Veranstaltung freuten und den Wettkämpfern für ihre herausragenden Leistungen gratulierten. 
In der Allgemeinen Klasse setzten sich die Routiniers in Szene. Benjamin Greber aus Andelsbuch siegte vor Josef Bitschnau aus Bartholomäberg und Martin Moosbrugger aus Andelsbuch. Bei der Landjugend-Klasse konnte sich Aron Bitschnau gegen seinen Kollegen Raphael Ammann aus Bartholomäberg behaupten und Kilian Moosmann aus Mellau auf Rang drei verweisen.  Bei den Gästen setzte sich Harald Umgeher aus Niederösterreich vor Simon Mayr aus Tirol und seinem Landsmann Robert Leichtfried durch.
Schnelle Kletterer
Das heuer zum dritten Mal ausgetragene Mastenklettern konnte Thomas Feurstein aus Bizau bereits das dritte Mal klar für sich entscheiden. Er erkletterte den ca. fünfzehn Meter hohen Masten in 9,65 Sekunden und ließ den zweitplatzierten Bernhard Rützler aus Au knapp eine Sekunde hinter sich. Dritter wurde mit Michael Muxel ein weiterer Auer. Das traditionelle Beißen gewann die Paarung Ludwig Albrecht und Traugott Muxel für sich. Ebenfalls auf das Siegerpodest schafften es Martin Weiß und Tobias Ilg als Zweite und Benjamin und Tobias Greber als Dritte. Die vier Bestplatzierten der Allgemeinen Klasse und der Landjugend haben sich für die Bundesmeisterschaft 2017, die am 30. Juni und 1. Juli auf der Wieselburger Messe ausgetragen wird, qualifiziert.
 
Alle Detailergebnisse und viele Fotos von der 32. Landesmeisterschaft finden Sie unter
www.landarbeiterkammer.at/vorarlberg oder www.vbglandjugend.at

Ergebnisse:

Forstarbeiter:
1. Benjamin Greber,
    Andelsbuch
2. Josef Bitschnau,
    Bartholomäberg
3. Martin Moosbrugger,    
    Andelsbuch
4. Thomas Ganahl,
    Bartholomäberg


Landjugend:
1. Aron Bitschnau,
    Bartholomäberg
2. Raphael Ammann,
    Bartholomäberg
3. Kilian Moosmann, Mellau
4. Thomas Bertschler, Göfis

Gäste:
1. Harald Umgeher, Niederösterreich
2. Simon Mayr, Tirol
3. Robert Leichtfried, Niederösterreich
4. Franz Auer, Tirol

Bild: Eine sehr hohe Qualität in der Forstarbeit wurde von den Teilnehmern der 32. Landesmeisterschaften in Feldkirch geboten. Im Bild Landesmeister Benjamin Greber beim Bewerb "Durchhacken".

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Brennholzbörse Mittelwald: Kostenlos Brennholz verwerten!

Beim Tag des offenen Waldes in Egg am 29. April drehte sich alles rund ums Brennholz. Auf einem Waldstück im Mühlinger Tobel beim Drahtsteg am Quelltuff wurden bei strahlendem Sonnenschein in regelmäßigen Abständen die verschiedenen Arten, Brennholz zu machen, gezeigt: Vom Buscheln über konventionelle Methoden mit Axt und Motorsäge oder die Seilwinde bis hin zur Pferdebringung war alles vertreten. Manchmal werden aber Äste und Restholz immer noch im Wald verbrannt und nicht als Brennholz genutzt. Das BORG Egg zeigte, welch negativen Auswirkungen Mottfeuer auf unsere Luftqualität haben.
Zugleich startete auch die Brennholzbörse Mittelwald nach dem Vorbild der Vorderwälder Brennholzbörse: Waldbesitzer, die einen Schlag zur Räumung haben und dies aber nicht selbst machen, kontaktieren Brennholzsuchende, die selbst Brennholz aufarbeiten möchten. In der Regel kann der Selbstwerber das Holz kostenlos verwerten. Positive Begleiterscheinungen sind ebenfalls dabei: Bewegung in der gesunden Waldluft und neuer Lebensraum für die Jungpflanzen im Wald.
Wer sich für die Brennholzbörse interessiert, kann sich jederzeit hier anmelden:
Brennholzbörse Vorderwald: http://www.energieregion-vorderwald.at/brennholzboerse
Brennholzbörse Mittelwald: Waldaufseher Rafael Fetz, Tel. 0664/6255622, rafael.fetz@vorarlberg.at
Die BesucherInnen genossen den informativen Nachmittag in gemütlicher Atmosphäre mit Gesprächen mit Experten wie dem Buschelvizemeister Hubert Ratz, den Waldaufsehern der Waldregion Vorderwald-Egg, Vertretern des Waldvereins Egg, dem Waldverband, der Energieregion Vorderwald oder Sepp Waldner, der mit seinem Pferd vor Ort war. Der Waldverein Egg sorgte für das leibliche Wohl. Ein begleitendes Kinderprogramm bescherte den Jüngsten einen erlebnisreichen Samstagnachmittag im Wald.

Link: http://www.egg-news.at/2017/05/02/alles-rund-ums-brennholz-erlebnisreicher-und-informativer-tag-des-offenen-waldes-in-egg/

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2. Bregenzerwälder Forsttag

Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr findet heuer am Samstag den 22.April 2017 der 2. Bregenzerwälder Forsttag statt. Von 10 bis 16 Uhr können sich Forstinteressierte auf dem Parkplatz der Andelsbucher Lifte über die verschiedensten Maschinen und Geräte im Forstbereich informieren. Mit dabei ist auch ein Infostand zum Holzvermarktungsservice vom Vorarlberger Waldverband und der Landwirtschaftskammer.
Für das leibliche Wohl ist natürlich gesorgt. Der Organisator der Veranstaltung Franz Luis Schätzer freut sich auf einen erlebnisreichen Tag im Zeichen der Forstwirtschaft.

Termin: 22.April 2017, 10 bis 16 Uhr
Ort: Parkplatz der Andelsbucher Lifte

Bild: Forstinfotag im Bregezerwald: In Andelsbuch können Maschinen und Geräte im Forstbereich von einigen Firmen und Austellern besichtigt werden.

 

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Alternative zu teurem Kies und Beton

Derzeit weist die Bauinnung in der Wirtschaftskammer darauf hin, dass teures Kies und Beton in Vorarlberg für einen Kostendruck am Bau sorgen. Leistbares Wohnen um zu setzten wird damit immer schwieriger. Der Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger bietet dazu als gute Alternative Holz ins Spiel.
Holz ist mit der Wasserkraft zusammen sicher die wichtigste Ressource, die wir in Vorarlberg haben. „Und das erfreuliche daran, sie wächst laufend nach und wir könnten nachhaltig noch mehr nutzen“, meint Präsident Josef Moosbrugger Holz dazu.
Ein Kubikmeter in der Minute
Ein gutes Drittel der Vorarlberger Landesfläche ist Wald. In einer Minute wächst in Vorarlberg ein Kubikmeter Holz nach. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus werden etwa 100 Kubikmeter Rundholz benötigt. Damit kann mit dem Holzzuwachs von zwei Stunden bereits mehr als ein Einfamilienhaus errichtet werden. Mit dem Zuwachs von zwei Tagen könnten bereits knapp 30 Einfamilienhäuser errichtet werden.
Wertschöpfungskette in der Region
Jedes Jahr wachsen in Vorarlbergs Wäldern 610.000 Kubikmeter CO2-neutrales Holz nach. Genutzt werden im Durchschnitt etwa 335.000 Kubikmeter. Die Nutzung dieser heimischen Ressource könnte damit noch stark erhöht werden. Holz genug für eine Vielzahl von Produkten aus heimischer Gebirgsholzqualität.
„Die wichtige regionale Wertschöpfungskette von den Waldbesitzern über die Holzakkordanten, Säger, Zimmerer, Tischler und lokalen Fensterherstellern könnte weiter gestärkt und ausgebaut werden. Dazu haben wir in Vorarlberg einen starken und absolut ausbaufähigen Holzbau auf einem sehr hohen handwerklichen und architektonischen Niveau. Aktuellstes Beispiel dafür sind die neuen Messehallen aus Holz in Dornbirn. Auch das oft genannte Kostenargument gegen den Holzbau ist bei näherer Betrachtung, wie bei den Messehallen in Dornbirn nachgewiesen, in den meisten Fällen schlicht falsch“, so Moosbrugger.

Bild: Neue Messehallen in Dornbirn - gute Alternative zu teurem Beton: Holz ist nicht nur nachhaltig regional verfügbar, klimaschonend (CO2 neutral/CO2 Speicherung), wohnbiologisch ideal, energieextensiv in der Bearbeitungskette und ressourcenschonend, sondern jetzt - geprüft in einem Großprojekt – auch noch kostengünstiger.

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"Der Mozart unter den Holzarten"

Einer "wohlklingenden Laune der Natur" ist die neue Ausstellung "Haselfichten – Das Holz und seine Klänge" gewidmet. Die Haselfichte kommt im Vorarlberger Gebirgswald verbreitet vor. Den „Schatz“ gilt es wieder mehr ins Bewusstsein zu holen. Auch in der Vermarktung können äußerst attraktive Preise erzielt werden.
Die Haselfichte zeichnet sich durch ihre einzigartigen "inneren Werte" aus: Das sehr feinmaserige und verzahnte Holz besitzt beste Resonanzeigenschaften und eignet sich deshalb optimal zur Klangverstärkung von Saitentönen. Geigen, Violen, Gitarren, Harfen, Klangbretter und Alphörner werden daraus gefertigt. Auch Geigenbauer Antonio Stradivari schwor auf die Haselfichte. Das Wissen um die Haselfichte als Klangholz wurde in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen. Die Kenntnis über Besonderheit dieses Holzes ist allerdings bei vielen Waldbesitzer und Holzverarbeitern noch viel zu wenig bekannt. Im Rahmen einer Nadelwertholzsubmission, die der Vorarlberger Waldverband jedes Jahr organisiert, können solche besondere Wertholzstämme angeboten werden. Es können dabei äußerst attraktive Preise erzielt werden.
In der Haselfichtenausstellung im Landtagsfoyer, die vom Museumsverein Klostertal im Rahmen eines EU Projekts erstellt worden ist, wird mit zwölf informativen, großformatigen Holztafeln anschaulich in das Thema eingeführt. Außerdem informieren Schaukästen und ein Kurzfilm über das Thema.
Besonderes Stück Natur
Die Haselfichte ist ein ganz besonderes Stück Natur. Sie lässt sich nicht züchten. Sie 'haselt' aufgrund von Umwelteinflüssen mit genetischen Faktoren. Gänzlich erforscht ist das Phänomen noch nicht. "Man kann sagen, die Haselfichte ist eine wohlklingende Laune der Natur, sozusagen der Mozart unter den Holzarten", so Landtagspräsident Harald Sonderegger bei der Eröffnung der Ausstellung.
Die Ausstellung ist bis 21. April 2017 im Foyer des Vorarlberger Landtags zu sehen.
Info Vermarktung
Alle Waldbesitzer sind herzlich eingeladen sich an der alljährlich stattfindenden Nadelwertholzsubmission zu beteiligen. Über die notwendigen Qualitäten und die Vorgangsweise gibt Ing. Edgar Häfele vom Vorarlberger Waldverband gerne weitere Auskünfte (edgar.haefele@lk-vbg.at, 0664/60 259 19 461).

Bild: Eine Ausstellung im Landtagsfoyer informiert derzeit über die Besonderheiten des Holzes der Haselfichte. Landtagspräsident Harald Sonderegger zeigte sich erstaunt über den „Mozart der Holzarten“, die auch verbreitet in Vorarlberg vorkommt (Bildquelle vlk).

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„Vom Wald zum Wohnen“

Unter diesem Motto steht der einzigartige zweistöckige Holz-Messestand der Vorarlberger Holzbaukunst gemeinsam mit den Vorarlbergern „Venstermachern“ und Vorarlbergholz auf der diesjährigen Com:bau auf der Dornbirner Messe. Dazu wurden auch zwei Bäume in Hallenhöhe aufgestellt.
Vom 10. bis zum 12. März wird unter dem Motto „Vom Wald zum Wohnen“ zusammen mit dem Motto „Bau gesund“ die Zukunft des Holzbaues den Bauherrn/Innen vermittelt. Die Holzbauexperten informieren über den Weg des Holzes vom Wald, über Sägewerksprodukte, Hobelwaren und diversen Waldaufbauten bis zum fertigen Wohnhaus. Wie im Wald gibt es auch im Holzhaus besondere „Green Care“ Effekte, die sich entstressend und positiv auf unsere Gesundheit auswirken. Die positive Wohnbiologie ist eigentlich für viele Bauherrn/innen das wichtigste Argument für den Holzbau und Holzinnenausbau. Mit den bei „Vorarlbergholz“ beteiligten Waldbesitzern und Verarbeitungsbetrieben kann dem Kunden/in eine garantierte regionale Wertschöpfungskette garantiert werden.
Argument Kosten
Im Übrigen steht der Holzbaustand in einer der neuen Holzbauhallen der Messe Dornbirn. Diese architektonisch bereits hochgelobten Hallen wurden aufgrund der Kosteneffizienz gegenüber einer Stahlbetonvariante in Holz ausgeführt. Holz ist damit nicht nur nachhaltig regional verfügbar, klimaschonend (CO2 neutral/CO2 Speicherung), wohnbiologisch ideal, energieextensiv in der Bearbeitungskette und ressourcenschonend, sondern - jetzt bestätigt in einem Großprojekt – auch noch kostengünstiger.

 

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Einladung Vorarlberger Schutzwaldpreisverleihung

Am 21. März findet am Internationalen Tag des Waldes um 16.00 Uhr im Rathaussaal Andelsbuch, Hof 351 die Schutzwaldtagung mit Überreichung des Vorarlberger Schutzwaldpreises 2017 statt. Bei dieser Gelegenheit wird es einen interessanten Fachvortrag von Herrn Forstdirektor Dr. Sebastian Höllerl vom Bayrischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zum Thema „Einflussfaktoren für eine erfolgreiche Schutzwaldbewirtschaftung“ geben.

Beigefügt finden Sie eine Kurzvorstellung des Referenten und Stichworte zum Vortragsinhalt sowie die Einladung mit Programmablauf. Die Veranstalter freuen sich sehr, wenn Sie diese Gelegenheit zu Information und gegenseitigem Austausch nutze und Sie bei dieser Veranstaltung im Beisein von LR Ing. Erich Schwärzler begrüßen dürfen.

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Forsttag 2017: Defizite im Vorarlberger Naturschutzgesetz

Prof. Gottfried Holzer vom Rechtsinstitut der Universität für Bodenkultur ortete in seinem Referat am Forsttag am 3. Februar im Bäuerlichen Bildungszentrum in Hohenems im Vorarlberger Naturschutzrecht einige Defizitpunkte, wie eine fehlende Agrarklausel oder fehlende Entschädigungen. Landesrat Ing. Erich Schwärzler nahm den Ball auf und kündigte eine sofortige Abstimmung in dieser Problematik an.

Verträglichkeitsprüfung – Bürokratieaufbau?
Bei den nach EU-Recht vorgesehenen Verträglichkeitsabschätzungen bzw. –prüfungen (wirkt sich ein Vorhaben negativ auf den Erhaltungszustand aus) spießt es sich vor allem dabei, ob diese vom Waldaufseher mit gemacht werden oder von der Naturschutzbehörde durchgeführt wird. Die Landwirtschaftskammer hat sich hier klar positioniert, stellte Präsident Josef Moosbrugger fest und hat bereits in einer Resolution zum Ausdruck gebracht, dass der Waldaufseher diese Aufgabe ohne Probleme mit bearbeiten kann. Kompetenz- und Machtkämpfe innerhalb der Behörde können zu keinem Bürokratieaufbau beitragen. Für Prof. Gottfried Holzer gibt es auch keine EU-rechtlichen Schwierigkeiten die Waldaufseher als fachlich geeignete Organe für die Verträglichkeitsabschätzungen bzw. –prüfungen einzusetzen.
Gegenseitiges Vertrauen und Wertschätzung notwendig
Bezirksforsttechniker DI Peter Feuersinger berichtete von dem Waldmanagement im Natura 2000 Gebiete Bregenzerachschlucht. Diese wurde auch von Prof Georg Grabher, dem in Vorarlberg sehr geschätzten bisheriger Naturschutzratsvorsitzenden, als europäisch vorbildlich gelobt. Mit viel Liebe zur Natur, gegenseitigem Vertrauen und Wertschätzung und hoher Akzeptanz beim Eigentümer konnte in den letzten Jahren hervorragend gearbeitet werden. Umso unverständlich ist die plötzliche Umstellung auf ein neues Gebietsmanagement, in dem die bisherigen umsetzenden Forstorgane zu reinen Hilfsorganen degradiert werden. Auch hier kann es zu einem unnötigen Aufbau einer zusätzlichen parallelen Verwaltungsschiene kommen.
Defizite im Vorarlberger Naturschutzrecht – z.B. Entschädigungen
Prof. Gottfried Holzer vom Rechtsinstitut der Universität für Bodenkultur ging dann auf die generelle Rechtsmaterie im Naturschutzrecht und einige Defizitpunkte im Vorarlberger Naturschutzrecht ein. In einer Agrarklausel könnte beispielweise, wie im Tirol, Maßnahmen der üblichen land- und forstwirtschaftlichen Nutzung nicht als Beeinträchtigung des günstigen Erhaltungszustandes festgelegt werden, wenn es in dem Gebietsmanagementplan nicht anders bestimmt wird. Die Maßnahmen einer üblichen „naturnahen Waldwirtschaft“ („normale Holznutzungen“) fallen nach Prof. Holzer grundsätzlich nicht unter das Verschlechterungsverbot! Dies ist für Vorarlberg eine sehr wichtige rechtliche Aussage, nachdem wir in Vorarlberg grundsätzlich mit der naturnahen Waldwirtschaft arbeiten.
Weiters sind nach Prof Holzer die Einbindung der Grundeigentümer, Nutzungsbeschränkungen und deren Entschädigung im Vorarlberger Naturschutzrecht teilweise offen. Hier hat Landesrat Ing Erich Schwärzler zugesagt diese offenen Punkte zwischen Forst und Naturschutz zusammen mit Prof. Holzer abzustimmen, um dann nötigenfalls auch eine Naturschutzgesetzänderung durchzuführen.


Bild: Holznutzungen und Naturschutz können mit der Berücksichtigung von wenigen Rahmenfaktoren im Einklang durchgeführt werden. Wir brauchen dazu aber keine zusätzliche Bürokratie.

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Ausszeichnung Alpiner Schutzwaldpreis: Volksschule Schröcken

Auszeichnung Volksschule Schröcken, „Birger erforschen die heimischen Bergwälder“ in der Kategorie Schule
Intakte Schutzwälder, welche die Siedlungsbereiche vor Naturgefahren schützen, spielen in unseren Berggebieten eine existenziell wichtige Bedeutung. Die Jury freute sich sehr über das eingereichte Schulprojekt der Volksschule Schröcken, bei dem die Schüler der Volksschule Schröcken bei regelmäßigen Lehrausgängen in den Wald, die Funktionen und Kreisläufe des Waldes spielerisch und mit praktischen Tätigkeiten beigebracht wurden. Wir gratulieren der Schule für die Auszeichnung.

Über den Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia
Der Alpine Schutzwaldpreis Helvetia will das Bewusstsein für die Bedeutung des Schutzwaldes fördern und Projekte auszeichnen und prämieren, die sich besonders für den Schutzwald einsetzen. Organisiert wird die Schutzwaldpreisverleihung von der ARGE Alpenländische Forstvereine, einem Zusammenschluss von acht Forstvereinen aus Bayern, Graubünden, Kärnten, Liechtenstein, St. Gallen, Südtirol, Tirol und Vorarlberg. Der Voralberger Waldverein hat in diesem Jahr die Preisverleihung ausgerichtet. Seit 2014 ist die Versicherungsgruppe Helvetia Hauptsponsor des Schutzwaldpreises. Das Unternehmen engagiert sich seit Jahren für die Pflege und den Erhalt alpiner Schutzwälder.
Der Preis wird in drei Kategorien verliehen: „Schulprojekte“, „Öffentlichkeitsarbeit, Innovation und Schutzwaldpartnerschaften“ und „Erfolgsprojekte“. Pro Kategorie werden beispielhafte Projekte ausgezeichnet. Die jeweils besten Projekte jeder Kategorie erhalten den Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia. Zudem vergibt die Jury unter allen ausgezeichneten Projekten einen Anerkennungspreis. Zum zweiten Mal wird außerdem ein sogenannter „Schutzwaldpate“ geehrt.

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Sparkasse Wald

Auf Einladung des Vorarlberger Waldvereins gestaltete Landesforstdirektor DI Andreas Amann eine Vortragsreihe für Waldbesitzer zum Thema „Sparkasse Wald“.

Ziel der Vortragsreihe war es die Waldeigentümer über die Zusammenhänge zwischen Ökologie und ertragsorientierter Waldbewirtschaftung zu informieren und die vielfältigen Möglichkeiten zur Gestaltung enkeltauglicher Wälder aufzuzeigen. Dabei betonte DI Andreas Amann die Bedeutung eines sorgsamen Umgangs mit dem Waldboden sowie die Notwendigkeit der Waldpflege zur Erhöhung von Biodiversität, Stabilität und Wertleistung der Wälder. Eine regelmäßige Waldpflege beugt Katastrophenschäden vor und liegt im öffentlichen Interesse, da teure Sanierungskosten der öffentlichen Hand dadurch vermieden werden können.  Eine genaue Kenntnis der Eigenheiten und Standortsansprüche von verschiedenen Baumarten hilft dem Eigentümer bei einer erfolgreichen Waldbewirtschaftung. Ebenso erhöht die Beherrschung der  verschiedenen Durchforstungs- und Pflegemethoden den Gestaltungsspielraum für naturnahe Waldbewirtschaftung. Bei den drei Vortragsterminen am 16.01 in Hohenems, am 18.01 in Marul und am 23.01.2017 in Bezau folgten insgesamt ca. 200 Zuhörer der Einladung und beteiligten sich rege an der jeweils anschließenden Diskussion.

Für konkrete Beratung der Waldeigentümer in Waldpflegefragen stehen die Waldaufseher, die Forstabteilungen der Bezirkshauptmannschaften, der Landesforstdienst und die Landwirtschaftskammer gerne zur Verfügung.

Die Folien des Vortrags stehen zum Download zur Verfügung:

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Georg Fritz aus Möggers ist Schutzwaldpate 2017

Von den Forstvereinen der Arge Alpenländische Forstvereine wurde der „Wald-Bauer“ Georg Fritz aus Möggers als Schutzwaldpatron des Alpinen Schutzwaldpreises für das Jahr 2017 gekürt. Georg Fritz hat ein feineres Gespür für ökologische Zusammenhänge als andere Menschen. Es lässt ihm keine Ruhe, wenn etwas dem „Naturgesetz“ zuwider läuft. Die Erreichung einer Änderung in der Jagdwirtschaft war und ist ihm ein besonderes Anliegen: Für Georg Fritz ist es Tierquälerei, wenn Hirsch und Reh die natürliche Lebensweise verwehrt wird. Da werden tonnenweise Kraftfutter zu den „Mastanlagen“ ins Berggebiet geführt. Das Rotwild (Hirsche) wird zum „Rotvieh“, da es sich im Winter zu hunderten zusammendränge und sich mit unnatürlichem Futter vollfresse. Dies stresse die Tiere und mache sie krank. Der einzig zielführende Weg aus dem „Rotvieh-TBC-Schlamassel“ ist der Weg zurück zur Natur! Wie es geht, hat Georg Fritz mit seinen Mitstreitern im „Jagdmodell Möggers“ in der Rehwildbewirtschaftung gezeigt. Exkursionen aus dem In- und Ausland pilgern seither nach Möggers, um die positiven Waldbilder zu sehen.

Wir gratulieren Georg Fritz sehr herzlich und freuen uns auf die „Patenschaft“ für das Jahr 2017 mit ihm!

Link zu einem Kurzvideo auf YouTube: https://youtu.be/wv5UVOUah4A

 

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Kirchwald Raggal gewinnt Alpinen Schutzwaldpreis

Der elfte Alpine Schutzwaldpreis Helvetia wurde heuer vom Vorarlberger Waldverein im Holzbürogebäude des Illwerkenzentrums in Vandans ausgerichtet. Das Projekt Kirchwald Raggal gewnn in der Kategorie Erfolgsprojekte. Drei weitere Vorarlberger Projekte wurden ausgezeichnet.

Preisträger Kirchwald Raggal in der Kategorie Erfolgsprojekte.

Im Bild im Hintergrund sieht man den wichtigen Schutzwald „Kirchwald“ in der Gemeinde Raggal im Großen Walsertal. Die Bewirtschaftung dieses Waldes würdigte die Jury als beispielhaft und zeichnete dieses Projekt als Siegerprojekt in der Kategorie Erfolgsprojekte aus. Das hohe Engagement des Grundbesitzers mit Obmann Hannes Küng von der Agrargemeinschaft Frassenwald und die konsequente Umsetzung eines Jagdmanagement mit dem lebensraumangepassten Wildbeständen von Rot-, Reh- und Gamswild sind als Erfolgsfaktoren hervorzuheben. Die wichtige Verjüngungseinleitung mit allen Mischbaumarten - auch der sehr Verbiss beliebten Weißtanne – konnte damit erreicht werden. Absolut keine Selbstverständlichkeit in Vorarlberg in dieser Höhenlage. Wir gratulieren sehr!

Auszeichnung „Integra – Erfolgreiche Arbeitsintegration mit Arbeiten im Schutzwald“ in der Kategorie Öffentlichkeitsarbeit, Schutzwaldpartnerschaften und Integration

Die gesundheits- und stressabbauenden „Green Care“ Faktoren des Waldes werden vom Integrationsunternehmen „Integra Vorarlberg“ mit großem Erfolg für die Wiederintegration von Langzeitarbeitslosen genutzt. Das Projekt wurde auf Jugendlichen und neu auch auf Flüchtlinge ausgeweitet. Die Jury zeigte sich begeistert von der gezielten Nutzung der Positivwirkung des Waldes auf die Psyche und Gesundheit des Menschen in einem solchen vernetzten und innovativen Sozialprojekt. Wir gratulieren!

Auszeichnung „Silbertaler Waldschule“ in der Kategorie Öffentlichkeitsarbeit, Schutzwaldpartnerschaften und Innovation

Seit zehn Jahren betreibt die Silbertaler Waldschule Waldpädagogik und forstliche Öffentlichkeitsarbeit und ist über die Grenzen bekannt. Die Jury lobte das breite innovative Angebotsspektrum der Waldschule. Von der klassischen Schulführung über Familientage, Fachexkursionen, Schneeschuhwanderungen, Waldkonzerte, Lesungen bis zu Kinderbetreuung in den Ferien ist für jeden etwas mit dabei. Seit 2016 ist auch die neu konzipierte „Junior Förster“-Ausbildung fixer Bestandteil im Jahreslauf.

Auszeichnung Volksschule Schröcken, „Birger erforschen die heimischen Bergwälder“ in der Kategorie Schule

Intakte Schutzwälder, welche die Siedlungsbereiche vor Naturgefahren schützen, spielen in unseren Berggebieten eine existenziell wichtige Bedeutung. Die Jury freute sich sehr über das eingereichte Schulprojekt der Volksschule Schröcken, bei dem die Schüler der Volksschule Schröcken bei regelmäßigen Lehrausgängen in den Wald, die Funktionen und Kreisläufe des Waldes spielerisch und mit praktischen Tätigkeiten beigebracht wurden. Wir gratulieren der Schule für die Auszeichnung.

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Preisverleihung Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia 2016:

Bereits zum elften Mal verleiht dieses Jahr die ARGE Alpenländischer Forstvereine den Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia. Die Verleihung der Preise und Auszeichnungen findet am Freitag den 20. Januar 2017 in Vandans in Vorarlberg statt.

Zum elften Mal verleiht die Arbeitsgemeinschaft der Forstvereine Bayern, Graubünden, Kärnten, Liechtenstein, St. Gallen, Südtirol, Tirol und Vorarlberg (ARGE Alpenländischer Forstvereine) heuer den „Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia“. Mit dem Preis werden Projekte gewürdigt, die sich besonders vorbildlich für den Schutzwald einsetzen. Der Preis wird in drei Kategorien verliehen: «Schulprojekte», «Öffentlichkeitsarbeit, Innovation und Schutzwaldpartnerschaften» und «Erfolgsprojekte». Pro Kategorie werden beispielhafte Projekte ausgezeichnet. Die jeweils besten Projekte jeder Kategorie erhalten den Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia. Zudem vergibt die Jury unter allen ausgezeichneten Projekten einen Anerkennungspreis. Zum zweiten Mal wird außerdem ein sogenannter «Schutzwaldpate» geehrt.

Für den diesjährigen Schutzwaldpreis sind 25 Projekte und Ideen aus Österreich, der Schweiz, Bayern und dem Südtirol eingereicht worden. Davon hat die Jury elf Projekte ausgezeichnet.
Am 20. Januar 2017  findet in Vandans in Voralberg im Beisein von Vertretern aus der Politik die Preisverleihung statt. Unter anderem werden daran der Vorarlberger Landeshauptmann Mag. Markus Wallner teilnehmen. Als prominente Schutzwald-Botschafterin ist zudem die österreichische Skilegende Alexandra Meissnitzer in Vandans mit dabei.

Schutzwald ist eine grüne Lebensversicherung für Mensch und Infrastruktur
Mit ihrer Teilnahme an der Preisverleihung unterstreichen die Politikerinnen und Politiker die Bedeutung, die ein gesunder Schutzwald hat: Intakte Bergwälder schützen vor Naturgefahren. Sie verhindern, dass Lawinen anbrechen und bremsen herabstürzende Steine. Die Wurzeln der Bäume stabilisieren Hänge und verhindern Erosion an Bachufern. Mit Straßen, Eisenbahngleisen oder Skianlagen wird die Infrastruktur geschützt, die für den Tourismus und den Gütertransport zentral ist. Die volkswirtschaftliche Bedeutung von Schutzwäldern ist enorm, sind diese doch oft kostengünstiger, ökologischer und langfristiger als technische Verbauungen.

Über den Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia
Nur dank der Schutzwälder können Menschen in vielen Gebieten der Alpen überhaupt wohnen und wirtschaften. Der Alpine Schutzwaldpreis Helvetia will das Bewusstsein für die Bedeutung des Schutzwaldes fördern und Projekte auszeichnen und prämieren, die sich besonders für den Schutzwald einsetzen. Die Gewinner erhalten eine Holzskulptur des Tiroler Künstlers Helmut Mayr und die nominierten Schulklassen dürfen sich über einen Geldpreis für die Klassenkasse freuen. Überreicht werden die Preise von politischen Vertretern und Ehrengästen aus Bayern, Österreich, der Schweiz und dem Südtirol. Organisiert wird der Alpine Schutzwaldpreis Helvetia von der ARGE Alpenländische Forstvereine, einem Zusammenschluss von acht Forstvereinen. Der Waldverein Voralberg wird in diesem Jahr die Preisverleihung ausrichten. Seit 2014 ist die Versicherungsgruppe Helvetia Hauptsponsor des Schutzwaldpreises. Das Unternehmen engagiert sich seit Jahren für die Pflege und den Erhalt alpiner Schutzwälder.


Download: Einladung Alpiner Schutzwaldpreis Helvetia 2016

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