Januar 2018

Forderungen der Landwirtschaftskammer

19 Resolutionen der LK Vorarlberg wurden anlässlich der Vollversammlung im Dezember 2017 verabschiedet. Zwei davon betreffen auch direkt den Wald und die Waldbewirtschaftung.


Keine generelle Öffnung der Forststraßen
Verschiedene Organisationen und Parteien betreiben eine gesetzliche Regelung, die ein freies Radfahren auf allen Forststraßen ermöglicht. Die Waldarbeit und Wildruhe- räume würden massiv gestört.
Die Landwirtschaftskammer Vorarlberg fordert, ein freies Befahren aller Forststraßen zu unterbinden. In Vorarlberg gibt es eine privatrechtliche Vertragsregelung, die sich bewährt hat. Einerseits besteht ein ausgedehntes Mountainbike-Streckennetz und auf der anderen Seite können doch bestimmte für Tier und Natur wichtige Lebensräume von der Störung verschont werden.


Waldbewirtschaftung im öffentlichen Interesse
Bei der Genehmigung von Forststraßen kommt es immer mehr vor, dass die Behörde der Waldbewirtschaftung ausschließlich private Interessen zuordnet. Daher wird es aus Naturschutzgründen immer schwieriger für Forststraßen eine Bewilligung zu bekommen.
Die Landwirtschaftskammer Vorarlberg fordert, im Verfahren zur Bewilligung von Forststraßen die Waldbewirtschaftung und -pflege als öffentliches Interesse in die Interessenabwägung einzubeziehen. Die naturnahe Waldbewirtschaftung sichert häufig die Siedlungsräume für Menschen, die Lebensräume von Wildtieren und den Erhalt von Naturräumen. Die gute Erschließung ist Grundvoraussetzung dafür.

 

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"Burglind" verursachte Schäden – Holzmarkt aufnahmefähig!

Für die betroffenen Waldbesitzer ergeben sich durch den Sturm „Burglind“ von Anfang Jänner beträchtliche Schäden und Mindereinnahmen. Durch das insgesamt geringe Ausmaß gibt es zum Glück keine Auswirkungen am Holzmarkt.
Für Vorarlberg wurde ein Schadensausmaß von insgesamt knapp 50.000 Festmeter Windwurfholz erhoben. Die Hauptschadensgebiete liegen dabei in den Bezirken Feldkirch und Bregenz. Am Nadelnutzholzmarkt wird mit einem Anfall von etwa insgesamt 20.000 Festmeter Holz gerechnet. Ein Teil der Einzelwürfe wird überhaupt im Wald bleiben, zusammen mit dem Laubschadholz wird ein größerer Teil im Brennholzsortiment landen.
Holzmarkt sehr aufnahmefähig
Im letzten Jahr ist national und international wesentlich weniger Windwurf- und Borkenkäferholz auf den Holzmarkt gekommen als erwartet wurde. Die gedrückten Rundholzpreise führten zu einer starken Rücknahme des Holzeinschlages, was inzwischen zu einer belebten Nachfrage nach Rundholz führte. Die Schwachnutzholzpreise wurden jetzt für den Jänner wieder angehoben. Die allgemeine Wirtschaftslage und die Holznachfrage waren im Jahr 2017 sehr gut und auch die Prognosen für 2018 sind ausgesprochen positiv. Der Waldverband Vorarlberg bietet seine Holzvermarktungsdienstleistungen - gerade jetzt natürlich auch zur Vermarktung des Schadholzes –für alle Waldbesitzer an. Die hohe Transparenz und Vertrauensbasis sprechen für diese professionelle Vermarktungsschiene.

Service
+ Infos Förderung Aufarbeitung Schadholz beim zuständigen Waldaufseher in der Region (http://www.vorarlberg.at/vorarlberg/landwirtschaft_forst/forst/forstwesen/neuigkeiten_mitbild_/waldaufsichtinvorarlberg.htm).

+ Kontakt Service Holzvermarktung Waldverband Vorarlberg: Edgar Häfele (0664/60 259 19 461), Peter Nenning (0664/60 259 19 461) und Daniel Flatz (0664/4744526).

+ Hotline Schäden allgemein, Land Vorarlberg, Katastrophenfonds: 05574-511-25122

Bild: Sturm „Burglind“ war zum Glück in Vorarlberg nicht so stark. Für die betroffenen Waldbesitzer gibt es aber beträchtliche Schäden (im Bild Schäden im Götzner Moos).

 

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