November 2017

Vorarlberger Waldtag: „Spitzenleistung im Naturschutz“

Am Vorarlberger Waldtag Mitte November hob Obmann Mag Walter Amann die hohe Naturnähe des Vorarlberger Waldes hervor. Die Vorarlberger Waldbesitzer bewirtschaften ihren Wald sehr verantwortungsbewusst. Seit der Gründung setzt sich der Vorarlberger Waldverein sehr für eine naturnahe Bewirtschaftung ein. „Wir sehen dies nicht nur als ökologisch sinnvoll an, sondern sind auch von den langfristigen ökonomischen Vorteilen überzeugt“, führt Obmann Amann aus. Daraus resultiert eine grundsätzlich gute Naturschutzqualität mit einer hohen Biodiversitätsleistung. Auf diese Leistungen sind die Waldbesitzer in Vorarlberg stolz. Gerade im Vergleich mit anderen Ländern in Europa, aber auch weltweit bietet die Waldbewirtschaftung in Vorarlberg eine absolute Spitzenleistung im Naturschutz. Neben dem Waldverein unterstützen auch der Landesforstdienst und die Landwirtschaftskammer in ihrer Organisations- und Servicearbeit maßgeblich diese verantwortungsbewusste Waldbewirtschaftung in Vorarlberg.
Enorme Verbesserungen im Biotop
Referent Dr. Kurt Ramskogler, Geschäftsführer von Lieco Pflanzsystemen und Sachverständiger für Naturschutzfragen bestätigte im Referat und in der anschließenden Diskussion die positiven Auswirkungen der Waldbewirtschaftung auf die Artenvielfalt im Ökosystem Wald. Gerade die in Vorarlberg kleinflächige Bewirtschaftungsweise wirkt sich hier sehr günstig aus. Dazu ist aber die zeitgemäße Erschließung mit Forststraßen unumgänglich. Beispielsweise lassen sich enorme Verbesserungen im Biotop des Auerwildes durch gezielte Holznutzungen nachweisen. „Mit einem statischen Naturschutz, der mit einer „Käseglockestrategie“ versucht eine zeitgemäße Waldbewirtschaftung zu verhindern, sind wir auf einem komplett falschen Weg“, meinte Dr. Ramskogler in Bezug auf eine nicht bewilligte Forststraße im Frödischtal, die derzeit im Beschwerdeverfahren beim Vorarlberger Landesverwaltungsgericht liegt.


Bild: Der Referent Dr. Kurt Ramskogler bestätigte die enorme hohe Naturschutzleistung einer kleinflächigen naturnahen Waldbewirtschaftung.

Weiterlesen …

Wald und Wild im Einklang

Aktive Waldbewirtschaftung, Wald und Wild im Einklang und Erschließung des Waldes
sind Schlüsselfaktoren für klimafitte Wälder der Zukunft
Für sein hohes Engagement in der Waldbewirtschaftung wurde Georg Nenning Ende September von Bundesminister Andrä Rupprechter der Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft verliehen. In seinen Waldungen in Hittisau wurden jetzt Anfang November drei wichtige Schlüsselfaktoren für die Waldbewirtschaftung in Vorarlbergs Wäldern vorgestellt:
Aktive naturnahe Waldbewirtschaftung
Die aktive naturnahe Waldbewirtschaftung ist ein wichtiger forstpolitischer aber auch gesamtgesellschaftlicher Faktor für die Zukunft. Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger betonte, dass wird damit eine nachhaltig nachwachsende Ressource sozusagen direkt vor unsere „Haustür“ haben. Es wird CO2 gespeichert und es können andere energieintensive und damit klimaschädliche Baustoffe ersetzt werden. Mit dem wohnbiologisch idealen Baustoff profitiert schlussendlich der/die Bauherr/in selber am meisten.
Der ausgezeichnete „Waldbetrieb“ arbeitet hier mit der jährlichen Nutzung des nachwachsenden Zuwachses sehr vorbildhaft. Neben der eigenen Wertschöpfung aus dem Wald werden damit auch die Waldpflege und die Erhaltung und Verbesserung der Waldwirkungen miterfüllt.
Walderschließung mit Forststraßen notwendig
Landesforstdirektor DI Andreas Amann hob die Notwendigkeit einer zeitgemäßen Erschließung der Wälder als Voraussetzung für eine aktive Waldbewirtschaftung hervor. Gerade für eine kleinflächige naturnahe Waldbewirtschaftung ist dies ein entscheidender Faktor. Georg Nenning forcierte aus diesen Gründen die Erschließung am Hittisberg sehr. Er ist heute Obmann der gemeinschaftlichen Forststraßengenossenschaft für die Holzbringung.
Wald und Wild im Einklang
Die überhöhten Schalenwildbestände führten in den Waldungen von Georg Nenning zu einem Ausfall der für die Plenterwaldstrukturen und die Bodenfestigkeit wichtigen Weißtannen. In den steileren Waldgebieten fiel die wichtige Ahornverjüngung aus. Der Ahorn verbessert bei Steinschlag die Stabilität der Waldbestände mit seinem guten Wundausheilungsvermögen.
Präsident Josef Moosbrugger und Landesforstdirektor DI Andreas Amann sind sich einig, dass eine unnatürliche Aufhege der Wildbestände aus jagdlichen Interessen völlig abzulehnen ist. Wir brauchen dem Lebensraum angepasst Wildbestände. Sie gratulieren Georg Nenning für sein hohes Engagement und die Umstellung auf neue Jagdmodelle. Die Jagdpachteinnahmen dürfen nicht im Vordergrund stehen. Davon profitiert der Waldbesitzer selber mit höheren Erträge aus stabilen Wäldern. Fast nebenbei werden die wichtigen Waldwirkungen erfüllt und schlussendlich profitiert auch das Wildtier am meisten von einem intakten Lebensraum.

Beispielhafte Waldbewirtschaftung im Wald von Staatspreisträger Georg Nenning (2 v.l.). Es gratulierten Präsident Josef Mossbrugger, Sohn Klemens Nenning, Landesforstdirektor Andreas Amann und der Obmann des Waldvereines Walter Amann.

Weiterlesen …

Einladung zum Vorarlberger Waldtag 2017


Samstag, 11. November 2017, 10:00 Uhr,
Gebhard-Wölfle-Saal, Gemeinde Bizau

 

Wir laden alle Mitglieder und interessierten Personen herzlich zum Vorarlberger Waldtag 2017 ein. Wir freuen uns auf ein zahlreiches Interesse!

http://www.waldverein.at/veranstaltungsdetail/197.html

Weiterlesen …