April 2017

Brennholzbörse Mittelwald: Kostenlos Brennholz verwerten!

Beim Tag des offenen Waldes in Egg am 29. April drehte sich alles rund ums Brennholz. Auf einem Waldstück im Mühlinger Tobel beim Drahtsteg am Quelltuff wurden bei strahlendem Sonnenschein in regelmäßigen Abständen die verschiedenen Arten, Brennholz zu machen, gezeigt: Vom Buscheln über konventionelle Methoden mit Axt und Motorsäge oder die Seilwinde bis hin zur Pferdebringung war alles vertreten. Manchmal werden aber Äste und Restholz immer noch im Wald verbrannt und nicht als Brennholz genutzt. Das BORG Egg zeigte, welch negativen Auswirkungen Mottfeuer auf unsere Luftqualität haben.
Zugleich startete auch die Brennholzbörse Mittelwald nach dem Vorbild der Vorderwälder Brennholzbörse: Waldbesitzer, die einen Schlag zur Räumung haben und dies aber nicht selbst machen, kontaktieren Brennholzsuchende, die selbst Brennholz aufarbeiten möchten. In der Regel kann der Selbstwerber das Holz kostenlos verwerten. Positive Begleiterscheinungen sind ebenfalls dabei: Bewegung in der gesunden Waldluft und neuer Lebensraum für die Jungpflanzen im Wald.
Wer sich für die Brennholzbörse interessiert, kann sich jederzeit hier anmelden:
Brennholzbörse Vorderwald: http://www.energieregion-vorderwald.at/brennholzboerse
Brennholzbörse Mittelwald: Waldaufseher Rafael Fetz, Tel. 0664/6255622, rafael.fetz@vorarlberg.at
Die BesucherInnen genossen den informativen Nachmittag in gemütlicher Atmosphäre mit Gesprächen mit Experten wie dem Buschelvizemeister Hubert Ratz, den Waldaufsehern der Waldregion Vorderwald-Egg, Vertretern des Waldvereins Egg, dem Waldverband, der Energieregion Vorderwald oder Sepp Waldner, der mit seinem Pferd vor Ort war. Der Waldverein Egg sorgte für das leibliche Wohl. Ein begleitendes Kinderprogramm bescherte den Jüngsten einen erlebnisreichen Samstagnachmittag im Wald.

Link: http://www.egg-news.at/2017/05/02/alles-rund-ums-brennholz-erlebnisreicher-und-informativer-tag-des-offenen-waldes-in-egg/

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2. Bregenzerwälder Forsttag

Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr findet heuer am Samstag den 22.April 2017 der 2. Bregenzerwälder Forsttag statt. Von 10 bis 16 Uhr können sich Forstinteressierte auf dem Parkplatz der Andelsbucher Lifte über die verschiedensten Maschinen und Geräte im Forstbereich informieren. Mit dabei ist auch ein Infostand zum Holzvermarktungsservice vom Vorarlberger Waldverband und der Landwirtschaftskammer.
Für das leibliche Wohl ist natürlich gesorgt. Der Organisator der Veranstaltung Franz Luis Schätzer freut sich auf einen erlebnisreichen Tag im Zeichen der Forstwirtschaft.

Termin: 22.April 2017, 10 bis 16 Uhr
Ort: Parkplatz der Andelsbucher Lifte

Bild: Forstinfotag im Bregezerwald: In Andelsbuch können Maschinen und Geräte im Forstbereich von einigen Firmen und Austellern besichtigt werden.

 

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Alternative zu teurem Kies und Beton

Derzeit weist die Bauinnung in der Wirtschaftskammer darauf hin, dass teures Kies und Beton in Vorarlberg für einen Kostendruck am Bau sorgen. Leistbares Wohnen um zu setzten wird damit immer schwieriger. Der Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger bietet dazu als gute Alternative Holz ins Spiel.
Holz ist mit der Wasserkraft zusammen sicher die wichtigste Ressource, die wir in Vorarlberg haben. „Und das erfreuliche daran, sie wächst laufend nach und wir könnten nachhaltig noch mehr nutzen“, meint Präsident Josef Moosbrugger Holz dazu.
Ein Kubikmeter in der Minute
Ein gutes Drittel der Vorarlberger Landesfläche ist Wald. In einer Minute wächst in Vorarlberg ein Kubikmeter Holz nach. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus werden etwa 100 Kubikmeter Rundholz benötigt. Damit kann mit dem Holzzuwachs von zwei Stunden bereits mehr als ein Einfamilienhaus errichtet werden. Mit dem Zuwachs von zwei Tagen könnten bereits knapp 30 Einfamilienhäuser errichtet werden.
Wertschöpfungskette in der Region
Jedes Jahr wachsen in Vorarlbergs Wäldern 610.000 Kubikmeter CO2-neutrales Holz nach. Genutzt werden im Durchschnitt etwa 335.000 Kubikmeter. Die Nutzung dieser heimischen Ressource könnte damit noch stark erhöht werden. Holz genug für eine Vielzahl von Produkten aus heimischer Gebirgsholzqualität.
„Die wichtige regionale Wertschöpfungskette von den Waldbesitzern über die Holzakkordanten, Säger, Zimmerer, Tischler und lokalen Fensterherstellern könnte weiter gestärkt und ausgebaut werden. Dazu haben wir in Vorarlberg einen starken und absolut ausbaufähigen Holzbau auf einem sehr hohen handwerklichen und architektonischen Niveau. Aktuellstes Beispiel dafür sind die neuen Messehallen aus Holz in Dornbirn. Auch das oft genannte Kostenargument gegen den Holzbau ist bei näherer Betrachtung, wie bei den Messehallen in Dornbirn nachgewiesen, in den meisten Fällen schlicht falsch“, so Moosbrugger.

Bild: Neue Messehallen in Dornbirn - gute Alternative zu teurem Beton: Holz ist nicht nur nachhaltig regional verfügbar, klimaschonend (CO2 neutral/CO2 Speicherung), wohnbiologisch ideal, energieextensiv in der Bearbeitungskette und ressourcenschonend, sondern jetzt - geprüft in einem Großprojekt – auch noch kostengünstiger.

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"Der Mozart unter den Holzarten"

Einer "wohlklingenden Laune der Natur" ist die neue Ausstellung "Haselfichten – Das Holz und seine Klänge" gewidmet. Die Haselfichte kommt im Vorarlberger Gebirgswald verbreitet vor. Den „Schatz“ gilt es wieder mehr ins Bewusstsein zu holen. Auch in der Vermarktung können äußerst attraktive Preise erzielt werden.
Die Haselfichte zeichnet sich durch ihre einzigartigen "inneren Werte" aus: Das sehr feinmaserige und verzahnte Holz besitzt beste Resonanzeigenschaften und eignet sich deshalb optimal zur Klangverstärkung von Saitentönen. Geigen, Violen, Gitarren, Harfen, Klangbretter und Alphörner werden daraus gefertigt. Auch Geigenbauer Antonio Stradivari schwor auf die Haselfichte. Das Wissen um die Haselfichte als Klangholz wurde in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen. Die Kenntnis über Besonderheit dieses Holzes ist allerdings bei vielen Waldbesitzer und Holzverarbeitern noch viel zu wenig bekannt. Im Rahmen einer Nadelwertholzsubmission, die der Vorarlberger Waldverband jedes Jahr organisiert, können solche besondere Wertholzstämme angeboten werden. Es können dabei äußerst attraktive Preise erzielt werden.
In der Haselfichtenausstellung im Landtagsfoyer, die vom Museumsverein Klostertal im Rahmen eines EU Projekts erstellt worden ist, wird mit zwölf informativen, großformatigen Holztafeln anschaulich in das Thema eingeführt. Außerdem informieren Schaukästen und ein Kurzfilm über das Thema.
Besonderes Stück Natur
Die Haselfichte ist ein ganz besonderes Stück Natur. Sie lässt sich nicht züchten. Sie 'haselt' aufgrund von Umwelteinflüssen mit genetischen Faktoren. Gänzlich erforscht ist das Phänomen noch nicht. "Man kann sagen, die Haselfichte ist eine wohlklingende Laune der Natur, sozusagen der Mozart unter den Holzarten", so Landtagspräsident Harald Sonderegger bei der Eröffnung der Ausstellung.
Die Ausstellung ist bis 21. April 2017 im Foyer des Vorarlberger Landtags zu sehen.
Info Vermarktung
Alle Waldbesitzer sind herzlich eingeladen sich an der alljährlich stattfindenden Nadelwertholzsubmission zu beteiligen. Über die notwendigen Qualitäten und die Vorgangsweise gibt Ing. Edgar Häfele vom Vorarlberger Waldverband gerne weitere Auskünfte (edgar.haefele@lk-vbg.at, 0664/60 259 19 461).

Bild: Eine Ausstellung im Landtagsfoyer informiert derzeit über die Besonderheiten des Holzes der Haselfichte. Landtagspräsident Harald Sonderegger zeigte sich erstaunt über den „Mozart der Holzarten“, die auch verbreitet in Vorarlberg vorkommt (Bildquelle vlk).

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