Januar 2017

Sparkasse Wald

Auf Einladung des Vorarlberger Waldvereins gestaltete Landesforstdirektor DI Andreas Amann eine Vortragsreihe für Waldbesitzer zum Thema „Sparkasse Wald“.

Ziel der Vortragsreihe war es die Waldeigentümer über die Zusammenhänge zwischen Ökologie und ertragsorientierter Waldbewirtschaftung zu informieren und die vielfältigen Möglichkeiten zur Gestaltung enkeltauglicher Wälder aufzuzeigen. Dabei betonte DI Andreas Amann die Bedeutung eines sorgsamen Umgangs mit dem Waldboden sowie die Notwendigkeit der Waldpflege zur Erhöhung von Biodiversität, Stabilität und Wertleistung der Wälder. Eine regelmäßige Waldpflege beugt Katastrophenschäden vor und liegt im öffentlichen Interesse, da teure Sanierungskosten der öffentlichen Hand dadurch vermieden werden können.  Eine genaue Kenntnis der Eigenheiten und Standortsansprüche von verschiedenen Baumarten hilft dem Eigentümer bei einer erfolgreichen Waldbewirtschaftung. Ebenso erhöht die Beherrschung der  verschiedenen Durchforstungs- und Pflegemethoden den Gestaltungsspielraum für naturnahe Waldbewirtschaftung. Bei den drei Vortragsterminen am 16.01 in Hohenems, am 18.01 in Marul und am 23.01.2017 in Bezau folgten insgesamt ca. 200 Zuhörer der Einladung und beteiligten sich rege an der jeweils anschließenden Diskussion.

Für konkrete Beratung der Waldeigentümer in Waldpflegefragen stehen die Waldaufseher, die Forstabteilungen der Bezirkshauptmannschaften, der Landesforstdienst und die Landwirtschaftskammer gerne zur Verfügung.

Die Folien des Vortrags stehen zum Download zur Verfügung:

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Georg Fritz aus Möggers ist Schutzwaldpate 2017

Von den Forstvereinen der Arge Alpenländische Forstvereine wurde der „Wald-Bauer“ Georg Fritz aus Möggers als Schutzwaldpatron des Alpinen Schutzwaldpreises für das Jahr 2017 gekürt. Georg Fritz hat ein feineres Gespür für ökologische Zusammenhänge als andere Menschen. Es lässt ihm keine Ruhe, wenn etwas dem „Naturgesetz“ zuwider läuft. Die Erreichung einer Änderung in der Jagdwirtschaft war und ist ihm ein besonderes Anliegen: Für Georg Fritz ist es Tierquälerei, wenn Hirsch und Reh die natürliche Lebensweise verwehrt wird. Da werden tonnenweise Kraftfutter zu den „Mastanlagen“ ins Berggebiet geführt. Das Rotwild (Hirsche) wird zum „Rotvieh“, da es sich im Winter zu hunderten zusammendränge und sich mit unnatürlichem Futter vollfresse. Dies stresse die Tiere und mache sie krank. Der einzig zielführende Weg aus dem „Rotvieh-TBC-Schlamassel“ ist der Weg zurück zur Natur! Wie es geht, hat Georg Fritz mit seinen Mitstreitern im „Jagdmodell Möggers“ in der Rehwildbewirtschaftung gezeigt. Exkursionen aus dem In- und Ausland pilgern seither nach Möggers, um die positiven Waldbilder zu sehen.

Wir gratulieren Georg Fritz sehr herzlich und freuen uns auf die „Patenschaft“ für das Jahr 2017 mit ihm!

Link zu einem Kurzvideo auf YouTube: https://youtu.be/wv5UVOUah4A

 

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Kirchwald Raggal gewinnt Alpinen Schutzwaldpreis

Der elfte Alpine Schutzwaldpreis Helvetia wurde heuer vom Vorarlberger Waldverein im Holzbürogebäude des Illwerkenzentrums in Vandans ausgerichtet. Das Projekt Kirchwald Raggal gewnn in der Kategorie Erfolgsprojekte. Drei weitere Vorarlberger Projekte wurden ausgezeichnet.

Preisträger Kirchwald Raggal in der Kategorie Erfolgsprojekte.

Im Bild im Hintergrund sieht man den wichtigen Schutzwald „Kirchwald“ in der Gemeinde Raggal im Großen Walsertal. Die Bewirtschaftung dieses Waldes würdigte die Jury als beispielhaft und zeichnete dieses Projekt als Siegerprojekt in der Kategorie Erfolgsprojekte aus. Das hohe Engagement des Grundbesitzers mit Obmann Hannes Küng von der Agrargemeinschaft Frassenwald und die konsequente Umsetzung eines Jagdmanagement mit dem lebensraumangepassten Wildbeständen von Rot-, Reh- und Gamswild sind als Erfolgsfaktoren hervorzuheben. Die wichtige Verjüngungseinleitung mit allen Mischbaumarten - auch der sehr Verbiss beliebten Weißtanne – konnte damit erreicht werden. Absolut keine Selbstverständlichkeit in Vorarlberg in dieser Höhenlage. Wir gratulieren sehr!

Auszeichnung „Integra – Erfolgreiche Arbeitsintegration mit Arbeiten im Schutzwald“ in der Kategorie Öffentlichkeitsarbeit, Schutzwaldpartnerschaften und Integration

Die gesundheits- und stressabbauenden „Green Care“ Faktoren des Waldes werden vom Integrationsunternehmen „Integra Vorarlberg“ mit großem Erfolg für die Wiederintegration von Langzeitarbeitslosen genutzt. Das Projekt wurde auf Jugendlichen und neu auch auf Flüchtlinge ausgeweitet. Die Jury zeigte sich begeistert von der gezielten Nutzung der Positivwirkung des Waldes auf die Psyche und Gesundheit des Menschen in einem solchen vernetzten und innovativen Sozialprojekt. Wir gratulieren!

Auszeichnung „Silbertaler Waldschule“ in der Kategorie Öffentlichkeitsarbeit, Schutzwaldpartnerschaften und Innovation

Seit zehn Jahren betreibt die Silbertaler Waldschule Waldpädagogik und forstliche Öffentlichkeitsarbeit und ist über die Grenzen bekannt. Die Jury lobte das breite innovative Angebotsspektrum der Waldschule. Von der klassischen Schulführung über Familientage, Fachexkursionen, Schneeschuhwanderungen, Waldkonzerte, Lesungen bis zu Kinderbetreuung in den Ferien ist für jeden etwas mit dabei. Seit 2016 ist auch die neu konzipierte „Junior Förster“-Ausbildung fixer Bestandteil im Jahreslauf.

Auszeichnung Volksschule Schröcken, „Birger erforschen die heimischen Bergwälder“ in der Kategorie Schule

Intakte Schutzwälder, welche die Siedlungsbereiche vor Naturgefahren schützen, spielen in unseren Berggebieten eine existenziell wichtige Bedeutung. Die Jury freute sich sehr über das eingereichte Schulprojekt der Volksschule Schröcken, bei dem die Schüler der Volksschule Schröcken bei regelmäßigen Lehrausgängen in den Wald, die Funktionen und Kreisläufe des Waldes spielerisch und mit praktischen Tätigkeiten beigebracht wurden. Wir gratulieren der Schule für die Auszeichnung.

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Preisverleihung Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia 2016:

Bereits zum elften Mal verleiht dieses Jahr die ARGE Alpenländischer Forstvereine den Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia. Die Verleihung der Preise und Auszeichnungen findet am Freitag den 20. Januar 2017 in Vandans in Vorarlberg statt.

Zum elften Mal verleiht die Arbeitsgemeinschaft der Forstvereine Bayern, Graubünden, Kärnten, Liechtenstein, St. Gallen, Südtirol, Tirol und Vorarlberg (ARGE Alpenländischer Forstvereine) heuer den „Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia“. Mit dem Preis werden Projekte gewürdigt, die sich besonders vorbildlich für den Schutzwald einsetzen. Der Preis wird in drei Kategorien verliehen: «Schulprojekte», «Öffentlichkeitsarbeit, Innovation und Schutzwaldpartnerschaften» und «Erfolgsprojekte». Pro Kategorie werden beispielhafte Projekte ausgezeichnet. Die jeweils besten Projekte jeder Kategorie erhalten den Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia. Zudem vergibt die Jury unter allen ausgezeichneten Projekten einen Anerkennungspreis. Zum zweiten Mal wird außerdem ein sogenannter «Schutzwaldpate» geehrt.

Für den diesjährigen Schutzwaldpreis sind 25 Projekte und Ideen aus Österreich, der Schweiz, Bayern und dem Südtirol eingereicht worden. Davon hat die Jury elf Projekte ausgezeichnet.
Am 20. Januar 2017  findet in Vandans in Voralberg im Beisein von Vertretern aus der Politik die Preisverleihung statt. Unter anderem werden daran der Vorarlberger Landeshauptmann Mag. Markus Wallner teilnehmen. Als prominente Schutzwald-Botschafterin ist zudem die österreichische Skilegende Alexandra Meissnitzer in Vandans mit dabei.

Schutzwald ist eine grüne Lebensversicherung für Mensch und Infrastruktur
Mit ihrer Teilnahme an der Preisverleihung unterstreichen die Politikerinnen und Politiker die Bedeutung, die ein gesunder Schutzwald hat: Intakte Bergwälder schützen vor Naturgefahren. Sie verhindern, dass Lawinen anbrechen und bremsen herabstürzende Steine. Die Wurzeln der Bäume stabilisieren Hänge und verhindern Erosion an Bachufern. Mit Straßen, Eisenbahngleisen oder Skianlagen wird die Infrastruktur geschützt, die für den Tourismus und den Gütertransport zentral ist. Die volkswirtschaftliche Bedeutung von Schutzwäldern ist enorm, sind diese doch oft kostengünstiger, ökologischer und langfristiger als technische Verbauungen.

Über den Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia
Nur dank der Schutzwälder können Menschen in vielen Gebieten der Alpen überhaupt wohnen und wirtschaften. Der Alpine Schutzwaldpreis Helvetia will das Bewusstsein für die Bedeutung des Schutzwaldes fördern und Projekte auszeichnen und prämieren, die sich besonders für den Schutzwald einsetzen. Die Gewinner erhalten eine Holzskulptur des Tiroler Künstlers Helmut Mayr und die nominierten Schulklassen dürfen sich über einen Geldpreis für die Klassenkasse freuen. Überreicht werden die Preise von politischen Vertretern und Ehrengästen aus Bayern, Österreich, der Schweiz und dem Südtirol. Organisiert wird der Alpine Schutzwaldpreis Helvetia von der ARGE Alpenländische Forstvereine, einem Zusammenschluss von acht Forstvereinen. Der Waldverein Voralberg wird in diesem Jahr die Preisverleihung ausrichten. Seit 2014 ist die Versicherungsgruppe Helvetia Hauptsponsor des Schutzwaldpreises. Das Unternehmen engagiert sich seit Jahren für die Pflege und den Erhalt alpiner Schutzwälder.


Download: Einladung Alpiner Schutzwaldpreis Helvetia 2016

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