November 2016

Neue Waldzeitung

Der Vorarlberger Waldverein publiziert schon seit Jahrzehnten „Die kleine Vorarlberger Waldzeitung“, die im Land und auch darüber hinaus als Fachzeitung sehr geschätzt wird. Jetzt wird zusätzlich eine „große“ Waldzeitung heraus gegeben, mit der in der breiten Öffentlichkeit über den Wald und seine Bedeutung informiert wird. Auf dem diesjährigen Waldtag am 18. November im Medienhaus wurde diese neue Zeitung präsentiert und vorgestellt. Die erste Ausgabe widmet sich dem Thema „Waldpädagogik“. Dem Leser wird dazu auch ein „viertel Quadratmeter Wald“ in Form eines Gratisposters mit den 20 Bäumen Vorarlbergs angeboten. In der ersten Ausgabe wird auch über Gebirgswertholz, Waldaufsicht oder Jagdethik gesprochen. Für alle die keine VN beziehen (Beilage am 26.11) gibt es für die Großauflage eine Gratisbestellmöglichkeit unter info@waldverein.at.

Link zu ISSUU Digitalversion:

http://www.waldverein.at/waldzeitung-im-detail.html?id=161126055958-aa25d27b5236752f8f11925995fc3514


Bild: Die neue Waldzeitung informiert breit über den Wald und seine Bedeutung.

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So kann es auch gehen: Problemlösung mit Selbstbewirtschaftung

Unsere Kollegen in Bayern führen mit Erfolg Selbstbewirtschaftungskonzepte durch. In einem 5 Minuten Beitrag des Bayrischen Rundfunks wird die Jagdkonzeption von Giltholz in Kitzingen beschrieben.

 

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/unser-land/jagdkonzept-giltholz-kitzingen-100.html

 

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VfGH: Höchste Schalenwildbestände und kein Verbieten der Jagd auf eigenen Grundstücken!

Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat eine Beschwerde eines Kärntner Waldbesitzers, der die Jagd auf seinem Grundstück nicht mehr zulassen wollte, abgelehnt. Nur mit einer festen „Umfriedung“ kann die Jagd auf seinem eigenen Grundstück ausgeschlossen werden.
Dem Urteil war die Beschwerde eines beinahe vollständig vegan lebenden Waldbesitzers vorausgegangen, der auf seinem Grundstück in Spittal an der Drau die Jagd aus ethischen Gründen nicht länger zulassen wollte. Das Kärntner Jagdgesetz verpflichtet allerdings Eigentümer von Grundstücken, die Ausübung der Jagd zu dulden. Ein “Ruhen der Jagd” auf diesen Grundstücken ist nur möglich, wenn dieses durch eine feste Umfriedung dauernd umschlossen sind.
Der VfGH hat nunmehr erkannt, dass diese Regelung keinen unverhältnismäßigen Eingriff in das Eigentumsrecht eines Grundeigentümers bedeutet, der die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt. Obwohl der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Fällen in Frankreich, Luxemburg und Deutschland bereits entschieden hat, dass Grundbesitzern, die aus ethischen Gründen die Jagd ablehnen, diese auch verbieten können müssen, kam der österreichische VfGH zu einem anderen Schluss. In Österreich – und im Besonderen in Kärnten – bestehe ein spezifisches Interesse an einer flächendeckenden Jagdbewirtschaftung.
Erhebliche Gefahr für den Waldbestand
Der VfGH stellt in dem Urteil auch fest, dass „die Schalenwilddichten in Österreich im europäischen Vergleich am höchsten sind. Diese Wildbestände stellen für den Wald, dem im alpinen Raum eine besondere Schutzfunktion zukommt, eine erhebliche Gefahr dar. Zur Erhaltung des Waldes ist es daher notwendig, die Wildbestände zu kontrollieren und zu reduzieren. Zu entsprechenden Maßnahmen ist Österreich auch aufgrund völkerrechtlicher Abkommen zur Durchführung der Alpenkonvention verpflichtet.

Bild: Der österreichische Verfassungsgerichtshof sieht aufgrund der im europäischen Vergleich höchsten Schalenwildbeständen einen dringenden Reduzierungsbedarf.

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