September 2016

Natürlich Wald und Holz

Natürlich Wald und Holz, Freitag 07. Oktober, 14:00 bis 18:00, Dornbirner Marktplatz;
Wald- und Holzinfo, Tipps und Forstaction!

+ Motorsägenaction mit Profiholzer
+ Holzspaltwettbewerb fürs Publikum (Hauptpreis Stihl-Motorsäge)
+ Test Akku-Motorsägen und  Vorführungen zur Schnittschutzhose
+ Tipps und Tricks vom Profi zum Holzspalten
+ Holzdekoration
+ Kinderbasteln mit Waldfrüchten
+ Seniorenmusik Hatlerdorf und Bewirtung mit „Talente Vorarlberg“

Beteiligte Organisationen: Fachbereich Forst der Landwirtschaftskammer Vorarlberg, Forstbetrieb der Stadt Dornbirn, Sicherheitsberatung der Sozialversicherungsanstalt der Bauern, Sicheres Vorarlberg,  Firma Forsttechnik Böhler in Schwarzach.


Wir Vorarlberger Waldbesitzer sind sehr stolz auf unsere naturnahe und traditionelle Waldbewirtschaftung. Die Verwendung des wohnbiologisch idealen Baustoff und des CO2-neutralen Energieträger, der vor unserer „Haustür“ wächst, sollte für uns alle selbstverständlich sein!!!
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Eschenholz: Schlicht und wertig

Bild: Wunderschöne Eschenholzanwendung in einem Zimmer in der Propstei St. Gerold (Foto Lk Vorarlberg).

Aufgrund des Eschentriebsterbens muss in den nächsten Jahren mit einem stark erhöhten Rundholzaufkommen von Esche am Holzmarkt gerechnet werden. An einem absoluten Vorzeigebeispiel für Eschenholzanwendung, der Sanierung der Propstei St. Gerold im Großen Walsertal in Vorarlberg wurden die Vorzüge des Eschenholzes präsentiert.
Die Landwirtschaftskammer Vorarlberg lud am 9. September zu einem Anwendungsbeispiel für Eschenholz in die Propstei nach St. Gerold ein. Aufgrund des befürchteten Totalausfalles der Esche und des damit verbunden erhöhten Anfalles von Eschenholz muss auf die Anwendungsmöglichkeiten von Eschenholz vermehrt hingewiesen werden.
Material- und designtechnisch vielfältige Möglichkeiten
Der Propst Pater Kolumban stand der Holzartenwahl grundsätzlich offen gegenüber. Er freute sich aber sehr über den Vorschlag des Architekturbüros, die Ausführung in Eschenholz zu wählen. Er zeigte sich bei der Pressepräsentation begeistert über die Schlichtheit und Wertigkeit der Esche. Gleichzeit konnten 60 Prozent der notwendigen 300 Festmeter aus dem Propsteiwald geerntet werden. Auch der Waldverband Vorarlberg hat Eschenrundholz direkt an die Propstei geliefert. Die Sanierung einer historisch gewachsenen Klosteranlage stellte große architektonische Herausforderung dar. Das Büro Architekten Hermann Kaufmann wählte in St. Gerold eine unaufdringliche und räumlich präzise Architektur. Und diese Architektursprache spiegelt sich auch in der gezielten Eschenholzanwendung wieder. Das zeigt die material- und designtechnisch vielfältigen Möglichkeiten auf. An den Wänden wurde Eschentäfer geschnitten im Rift bis Halbrift mit Kernesche verwendet. Der Boden besteht aus unbehandelter sägerauer Esche im Bandschnitt geschnitten. Die Eschenholzmöbel sind nach Plänen der Architekten gebaut.
Wunderschöne Struktur und Farbe
Umgesetzt wurden die Holzarbeiten von einer Tischler Arbeitsgemeinschaft aus der Region (Mitglieder Gottlieb Kaufmann, Massivholztischlerei Blons, Walter Pfister, Möbeltischlerei Thüringerberg, Josef Schrottenbaum, Tischler, Ludesch, Manfred Bischof, Tischlermeister Thüringerberg). Gottlieb Kaufmann aus Blons schwärmte als Mitglied der Tischler Arge von dem gut zu bearbeitenden Hartholz über dessen Struktur und Farbe. Den guten Duft des Holzes in einem Eschenzimmer kommentierte er mit dem Satz „man meint, man steht im Wald“. Tischlermeister Walter Pfister vom Thüringerberg freute sich in der Umsetzung der Tischlereiarbeiten mit dem regionalen Holz ein fertiges ökologisches und baubiologisch-optimiertes Vollholzprodukt bieten zu können.
Elastizität und weitere ausgezeichnete Holzeigenschaften
Das Holz der Esche ist aufgrund deren Elastizität bei Holzstielen und Sportgeräten sehr bekannt. Das Beispiel in St. Gerold zeigt die ausgezeichnete Eignung der Esche für Anwendungen bei verschiedenen Möbeln, Wandtäfern oder Fußböden beispielhaft auf.
Alle, die das Beispiel gerne selber erleben möchten, sind herzlich eigeladen, die besondere Holzatmosphäre der Esche im Restaurant, im Klosterladen, oder bei einer Übernachtung in einem Eschholzvollholz – Zimmer zu genießen.

Link zu Eschentriebsterben: www.esche-in-not.at

 

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Haselfichten: Ausstellung, Symposium mit Konzert, Vortragsveranstaltung mit Exkursion

7. Juli bis 25. September 2016
Aktionstag Donnerstag 22. September mit Exkursion
Exkursion im Vorfeld 09.09. 2016 im großen Walsertal
Hinweis Vorarlberger Nadelwertholzsubmission 2016 im Dezember

Als Haselfichte wird eine besondere Wuchsform der Gemeinen Fichte bezeichnet, die in den Alpen, dem Bayerischen Wald und dem Böhmerwald vorkommt. Charakteristisch sind Längsrillen und gekreuzte Rillen sowie schmale und verzahnte Jahresringe. Die Ursache der speziellen Wuchsform ist wohl genetisch bedingt. Da die Maserung an Haselnussholz erinnert, hat sich der Name Haselfichte eingebürgert.
Das Holz der Haselfichten ist sehr feinmaserig und zeigt eine besonders gute Resonanz. Deshalb wird es als Klangholz verwendet und seit Jahrhunderten beim Instrumentenbau zum Einsatz gebracht. Die Nutzung von Haselfichten für den Instrumentenbau ist mittlerweile in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Unesco Österreich aufgenommen worden. Seit mehreren Jahren sucht und nutzt der in Tirol beheimatete Verein Forum Haselfichte auch die im Klostertal vorkommenden Bestände der Haselfichten. Diese werden in der Folge für die künstlerische Verwendung als Klangkörper verwendet. Das Wissen um die Haselfichten steht nunmehr im Mittelpunkt eines aus dem Leader-Programm der Europäischen Union geförderten Projekts des Museumsvereins Klostertal. Den Auftakt dazu bildet eine Ausstellung über Haselfichten und ihre Nutzung als Klanghölzer.
Symposium und Konzert mit Haselfichte
Von 22. bis 25. September findet im Klostertal Museum ein Symposium statt, bei welchem Künstlerinnen und Künstler Klangkunstwerke aus im Klostertal gewonnenen Haselfichten herstellen. Gleichzeitig wir ein Workshop mit Schülerinnen und Schülern geplant. Den Abschluss des Symposiums bildet ein Konzert auf den geschaffenen Klanginstrumenten nach einem Auftragswerk des Schnifner Komponisten Gerold Amann.
Aktionstag: Baumerkennungsmerkmalen im Wald und besondere Holzeigenschaften
Am 22. September findet im Klostertal ein Schwerpunkt-Tag zum Thema „Haselfichten. Wertholz aus Vorarlberg“ statt. Nach einem Vernetzungstreffen regionaler Akteure wird am Nachmittag eine Exkursion im Gemeindegebiet von Dalaas durchgeführt. Hier zeigen Experten, wie man „Haselfichten“ bereits im Wald erkennen kann. Anschließend geben verschiedene Impulsreferate einen Einblick über die besonderen holzeigenschaften und deren Verwendung. Eine abschließende Diskussion rundet das Programm ab.

Dauer der Ausstellung: 7. Juli bis 25. September 2016, Öffnungszeiten des Klostertal Museum, Mittwoch und Sonntag, jeweils 14.00 bis 17.00 Uhr
Schwerpunkttag „Haselfichten. Wertholz aus Vorarlberg“: Donnerstag 22. September 2016 mit Exkursion in den Dalaaser Wald.
Kontakt: Museumsverein Klostertal: Obmann Christof Thöny, Arlbergstraße 60a
6752 Wald am Arlberg, +43 664 4911474, christof.thoeny@museumsverein-klostertal.at, www.museumsverein-klostertal.at


Bild: Die „Haselfichte“ ist ein besonderes Wertholzsortiment, das in den Vorarlberger Gerbirgswälder wächst.

Hinweis Vorarlberger Nadelwertholzsubmission 2016
Der Vorarlberger Waldverbandverband führt heuer wieder eine Nadelwertholzsubmission am 09. Dezember 2016 durch. Hier werden Nadel-Wertholzstämme unter anderem auch „Haselfichten“ angeboten. Die Vorarlberger Waldbesitzer sind eingeladen hier besondere Stämme aus ihrem Wald anzubieten. Spezialsäger, Funier- und Wertholzhändler, Tonholzerzeuger und andere Wertholzverarbeiter wie Tischler aus Österreich und den benachbarten Ländern werden eingeladen, die auf einem Lagerplatz aufgelegten Stämme zu bebieten. Schönstes Gebirgsholz wird aus der Gesamtholzvermarktung zum Vorteil von Verkäufer und Kunden heraus filtriert.
Info und Kontakt: Waldverband Vorarlberg, Montfortstraße 9, 6900 Bregenz,
DI Thomas Ölz, +43(0)664/60 259 19 460, thomas.oelz@lk-vbg.at, für den Rundholzverkauf Ing. Edgar Häfele, +43(0)664/60 259 19 461, edgar.haefele@lk-vbg.at 

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Kumm ga luga!

Auch heuer besteht wieder die Möglichkeit sich vor Ort über den Holzbau im Lande bei einigen Beispielen inspirieren zu lassen.

Nutze die Chance bei  tollen Beispielen für Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Gewerbebauten, Aufstockungen, Sanierungen, Dachbodenausbauten.

 

Samstag, 24. September 2016, von 9 – 17 Uhr öffnen Vorarlberger und Schweizer Familien ihre Türen für dich.

 

Link: http://www.holzbaukunst.at/kumm-ga-luaga-2016.html

 

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