Juli 2016

Wert – Vollholz – Haus

Die alte Holzbautechnik des „Strickens“ wird bei der Zimmerei Gerhard Berchtold Zimmerei aus Schwarzenberg neu gelebt. Mit 30x30 Zentimeter Balken aus Holz aus der Region entsteht eine fantastische urtümlich und gleichzeitig moderne Raumatmosphäre. Die Vorteile von Holz mit gesunder und entstressender Wirkung werden ehrlich mit regionaler Wertschöpfung kombiniert.
Vom Wenigen, das Mehr ist!
Im heutigen Holzbau werden oft Halbfertigprodukte in Kombination mit großflächigen Plattenwerkstoffen (z.B. OSB-Platten) von internationalen Holzhändlern verwendet. Nicht so beim „Wert-Vollholz-Haus“ von der Zimmerei Berchtold vom Schwarzenberg. Die alte Tradition wird neu interpretiert. Die 30X30 Zentimeter Weißtannen-Balken, die vom regionalen Säger, die sogar mit Baumkern geschnitten wurden, bilden die Grundkonstruktion. Die mit Holzdübel und Holzfeder verbundene Konstruktion kommt ohne Plastikfolien, Schrauben oder Kleber aus. Massivholz hat nachweislich beste Dämmwerte und lange Auskühlzeiten und bietet dadurch angenehme warme Oberflächen. Das Holz stammt aus einem Umkreis von 30 km von Schwarzenberg. Der Vorarlberger Waldverband bietet hier als regionaler Rundholzversorger gerne seine Dienste an.
Mehr vom alten, neu gedachten und regionalen Holzbau!
Harald Berchtold hat als Geschäftsführer der Gerhard Berchtold Zimmerei jetzt seine Vision an einem Mehrparteienobjekt am Schwarzenberg verwirklicht. Das Produkt mit der vorbildlich regionalen Kette ist absolut sensationell. Vom Einfamilienhaus bis zum Mehrparteiwohnhaus bis zu drei Stockwerken in allen architektonischen Ausrichtungen von Sattel-, Flach oder Schrägdach ist alles möglich. Wir gratulieren sehr herzlich und freuen uns auf viele solcher gesunden Häuser mit einer ehrlichen regionalen Holzkette.


Bild: Wert-Vollholz-Haus vom Schwarzenberg im Bregenzerwald: Gesund wohnen mit alter Tradition, die modern und neu interpretiert wurde.
Bild "Strick": Holz pur ohne Klebstoffe, Holzschutzmittel oder Farben und Lacke aus Hölzer aus Wäldern aus der Umgebung. Wir gratulieren und freuen uns über viele „Werthäuser“ vom Schwarzenberg.
Bild "Wandaufbau": Konstruktion mit Strick mit Massivholzbalken aus Weißtanne, Holzfaserdämmplatte, Windpapier und Lattung.

Link: https://www.wertvollholzhaus.at/details.php

Weiterlesen …

Borkenkäfergefahr: Ausflug ist im Gange!

Die Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft in Bayern (LWF) weist darauf hin, dass die erste Generation des Buchdruckers in weiten Teilen Bayerns im Puppenstadium steht und der Ausflug bevorsteht bzw. bereits stattfinden. Die von Vorarlberg benachbarten Gebiete zeigen derzeit zum Glück keine erhöhte Gefährdung. Trotzdem heiß es aufpassen. Kontrollen im eigenen Wald sind sehr wichtig.
In den Bruthölzern in den unteren bis mittleren Höhenlagen (bis 600 m) sind die ersten Puppen des Buchdruckers zu finden. Teilweise haben sich auch schon Jungkäfer entwickelt, die vor dem Ausflug noch einen Reifungsfraß durchführen müssen. Der Ausflug wird in der Kalenderwoche 26 und 27 erwartet.
Anfang Juni begann in den tieferen Lagen der Ausflug zur Anlage der Geschwisterbrut. Die ausgiebigen Regenfälle der letzten Zeit verhalfen zwar den Fichten zu einer guten Wasserversorgung; die Fichten können jedoch dem Ansturm der Käfer an vielen Standorten in vielen Gebieten Bayerns nur bedingt standhalten.
Frischer Befall kann anhand von Bohrmehl am Stammfuß oder an Rindenschuppen, an Einbohrlöchern mit verklebtem Bohrmehl oder auch an austretenden Harztropfen erkannt werden.
Die Bohrmehlsuche ist die sicherste Methode, den Borkenkäfer rechtzeitig zu finden und durch rasche Aufarbeitung des Stammes am Wiederausflug zu hindern.
Empfehlungen
• Befallene Fichten sollten umgehend eingeschlagen und aus dem Wald gebracht werden, um den Ausflug der Jungkäfer und damit den Neubefall weiterer Fichten zu verhindern.
• In den tieferen Lagen bis ca. 600 m schwärmte Anfang Juni der Buchdrucker zur Anlage der Geschwisterbrut aus. Aufgrund der intensiven Regenfälle der letzten Woche ist Bohrmehl jedoch kaum zu finden. Hier ist vor allem nach Harztrichtern und verklebtem Bohrmehl zu suchen.

Borkenkäfermonitoring
In Bayern gibt es ein Borkenkäfermonitoring (Link: http://www.fovgis.bayern.de/borki/).
Die von Vorarlberg benachbarten Gebiete liegen derzeit im grünen Bereich und zeigen zum Glück keine erhöhte Gefährdung. Trotzdem heiß es derzeit aufpassen. Kontrollen im eigenen Wald sind dabei sehr wichtig.

Broschüre gibt Einblick
Die „Waldhygiene“ ist in Nadelholz dominierten Beständen, gerade in Zeiten des Klimawandels von größter Bedeutung. Es ist darauf zu achten, dass so wenig bruttaugliches Material (Stammabschnitte für Buchdrucker, starke Äste und Wipfelstücke für den Kupferstecher) wie möglich im Wald belassen wird. Die rechtzeitige Aufarbeitung vor der Verpuppung der Käfer und der rasche Abtransport des Holzes aus dem Wald sind die wirksamsten und kostengünstigsten Maßnahmen, um weiteren Borkenkäferbefall an stehenden Bäumen zu vermeiden.


Bild: Die Broschüre des österreichischen Waldverbandes kann gerne im Forstreferat der Landwirtschaftskammer bestellt werden (05574/400-419; kristina.spiegel@lk-vbg.at).

Weiterlesen …