Juni 2016

Waldeigentum als Chance und Verpflichtung

Wir konnten den Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft „Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW) Deutschland“ Hans von der Goltz als Referent für einen Vortrag gewinnen.

Termin: 27.06.2016, Beginn: 19:30
Ort: Pfarrsaal St. Karl, Marktstraße 1a, 6850 Hohenems

Wir freuen und über Ihr Interesse und laden alle am Thema interessierte Personen sehr herzlich zur gemeinsame Veranstaltung von Land Vorarlberg und Vorarlberger Waldverein ein.

 

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Gesundheitswirkung Wald

Die österreichweite „Woche des Waldes“ steht heuer unter dem Motto „Best of forest“. Zwei „best ofs“ des Waldes wurden am vergangenen Montag von der Landwirtschaftskammer Vorarlberg zusammen mit dem Land Vorarlberg im „Naturraum“ der Waldschule Bodensee in Bregenz präsentiert.


Sensationell: „Killerzellen“ werden aktiviert
DI Thomas Ölz, von der Landwirtschaftskammer Vorarlberg wies auf die sensationellen Ergebnisse über die Gesundheitswirkung von Wald aus mehreren Untersuchungen hin. Forscher der Nippon Medical School in Tokio fanden beispielweise heraus, dass Waldluft die natürlichen „Körperkillerzellen“ aktiviert. Dadurch können diese dann besser gegen Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien kämpfen. Bereits ein Waldspaziergang vermehrt diese Killerzellen um 50 Prozent.
Link: http://bfw.ac.at/050/pdf/BFW_Bericht147_2014_GreenPublicHealth.pdf

Bau gesünder - Bau mit Holz
Mit Holzanwendungen kann diese Gesundheitswirkung vom Wald in die eigenen Arbeits- und Wohnräume geholt werden. Auch hier gibt es Studien, die die Gesundheitswirkung von Holzräumen untermauern!
Link: http://www.holzbaukunst.at/hbk/pages/GesundesHolz.php

„Workout gegen Burnout“
Die Waldschule Bodensee greift das Thema „Green Care Wald“ auf und bietet nicht nur Waldpädagogik für Kinder, sondern auch speziell Angebote für Erwachsene unter dem Titel „Erwachsenenwald“ und „Gesundheitswald“ an. Mag. phil. Karin Müller-Vögel stellte das neue Angebot für Firmen vor: Die physische und psychische Gesundheitsprävention und das persönliche Wohlbefinden der Menschen in ihrem Arbeitsumfeld steht hier im Mittelpunkt. „Dies ist beispielsweise ein ideales Mittel als Burnout-Vorbeugung“, ist sich Karin Müller-Vögel von der Waldschule Bodensee sicher (Link: http://waldschule-bodensee.at/).

Besondere Produktionsfabrik „Wald“
Landesforstdirektor DI Andreas Amann stellte die Besonderheiten der Fabrik „Wald“ als „best of forest“ vor: Die Produktionsmaschinen sind gleichzeitig auch das Produkt und sind nach einem einfachen dreiteiligen Bauplan konstruiert: Wurzel (Beschaffung – und Fundament) – Stamm (Verteilung und Lager) – Krone (Produktion). Der Maschinenpark erneuert sich dabei von selbst.

Genial einfach – seit Millionen Jahren bewährt
Das Produktionsverfahren ist ebenfalls genial einfach und seit Millionen Jahren bewährt. Aus Wasser und Kohlendioxid und einigen Bodenmineralien wird Zucker und in der Folge Holz produziert. Die Energie für die Produktion beziehen die Produktionsmaschinen von der Sonne. Sie ist kostenlos, wie auch das verwendete Wasser und das Kohlendioxid.
Auch die Abfallstoffe sind besonders: Abgestorbene Blättern, Blüten und Samen werden automatisch recycelt bzw. kompostiert und über den Boden wieder in den Produktionsprozess eingebracht.

Abfallprodukt Sauerstoff!?
Ein weiteres Abfallprodukt der Produktion ist Sauerstoff. Wenige Firmen haben solche Abfallprodukte. Wenn sie kurz die Augen zumachen, können Sie sich auf den Lärmpegel in der Maschinenhalle konzentrieren. Was Sie dabei hören, sind vor allem der Wind, verschiedene Vögel sowie andere Lebewesen welche bei der ständigen Regeneration der Fabrik und der Abfallbeseitigung mitwirken.
In dieser Fabrik werden landesweit jährlich ca. 610.000 Kubikmeter Holz produziert. Die jährlich geerntete Holzmenge von ca. 440.000 Kubikmeter bedeutet für die Waldeigentümer einen Ernteerlös von ca. 28.Millionen Euro.

Auswirkungen der riesigen Fabrik
Solch riesige Fabriken haben natürlich auch Auswirkungen auf ihre Umgebung. Im Fall des Waldes sind es vor allem günstige Wirkungen: Neben der Holzproduktion bietet der Wald attraktiven Lebensraum für eine Unzahl von Lebewesen – er ist das Landschaftselement mit der höchsten Biodiversität. Er schützt vor Lawinen und Steinschlag und bewahrt mit seinen mächtigen Wurzeln auch viele Hänge vor Rutschungen. Die feine Humusschicht ist ein ausgezeichneter Trinkwasserfilter, weshalb der Wald das beste Trinkwasserschutzgebiet ist. Er nimmt auch dem Starkregen seine Spitzen, da er im Jahresdurchschnitt nur etwa 80 Prozent der Niederschläge auf den Boden durchlässt und ein höheres Wasserspeichervermögen als viele verdichtete Kulturböden hat.

Bildunterschrift: Präsentierten die Gesundheitswirkung des Waldes bei der Waldschule Bodensee (v.l.n.r.: DI Thomas Ölz. Landwirtschaftskammer Vorarlberg, Mag. Karin Müller Vögel, Waldschule Bodensee, DI Peter Feuersinger, Bezirksforsttechniker Bregenz, Landesforstdirektor DI Andreas Amann.

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