April 2016

Abschussorgane gesucht

In erster Linie werden zur Durchführung von Zwangsabschüssen die jeweiligen Jagdschutzorgane herangezogen. Im Hinblick auf die Notwendigkeit der Erfüllung der Abschusspläne und in Bezug auf die derzeitige aktuelle Bekämpfung der TBC wurden die Bezirkshauptmannschaften vom Amt der Vorarlberger Landesregierung angefragt externe Abschussorgane gesucht. Die Bezirkshauptmannschaften Bludenz und Feldkirch geben diese Anfrage jetzt weiter.
Voraussetzung für eine Meldung als geeignete Person ist das Vorhandensein einer gelösten Jagdkarte. Eine Aufwandentschädigung ist vorgesehen.
Als Vorarlberger Waldverein unterstützen wir den Aufruf zur Meldung gerne und freuen uns wenn sich viele problemorientierte Jäger melden!
Meldung und weitere Infos: Jagdabteilungen der jeweiligen Bezirkshauptmannschaft oder Abteilung Landwirtschaft, Amt der Vorarlberger Landesregierung, 05574/511-25112, august.elsensohn@vorarlberg.at

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Energy Globe: Energiewerke aus dem Wald

Die Brüderpaar Bernhard und Tobias Ilg aus Dornbirn wurden für ihr umfassendes Engagement für eine nachhaltige Energieversorgung mit dem Energy Globe Vorarlberg 2016 ausgezeichnet.
Der Wald spielte in der Familie Ilg immer schon eine wichtige Rolle. Viel Freude mit dem Wald haben die heutigen Energiepioniere Bernhard und Tobias Ilg bereits von ihrem Großvater Ulrich Ilg, der auch als aktiver Landwirt und Landeshauptmann immer gerne im Wald arbeitete, mitgenommen. Mit Traktor und speziellem Rückewagen abgestimmt auf die vielfach engen und steilen Forststraßen wurde und wird von den beiden Brüder Ilg viel Holz aus den Dornbirner Waldungen transportiert. Da ergibt sich ein direkter Zugang zu dem vielfach schlecht vermarktbaren Energieholz. Der Einstieg in den neuen Wertschöpfungszweig „Energieservice“  im Rahmen eines Energiecontractingprojektes, bei dem Wärme für eine Wohnanlage produziert wurde, angeboten. Danach wurde ein großer Schritt mit einem eigenen Heizwerk, bei dem über 250 Objekte angeschlossen sind, gesetzt.


Einzige funktionsfähige Anlage dieser Größenordnung in Europa
Gleichzeitig wird auch elektrische Energie in einer Biogasanlage erzeugt. So richtig innovativ wurde die ganze Sache mit einer neuen großen Holzvergaseranlage, welche als einzige in Europa in ihrer Größenordnung im Vollbetrieb geführt wird. . Die Idee zur Anlage entstand, weil das Wärmenetz auch im Sommer Energie fürs Warmwasser bereitstellen muss. Das lässt sich mit der Abwärme aus der Stromproduktion perfekt bewerkstelligen.
Im Vergleich dazu haben die Photovoltaikanlage und das kleine Windrad am Dach fast schon spielerischen Charakter.

Einstellung weitergeben
Besonders erfreut ist man in den beiden Familien der Brüder, dass sie von zahlreichen Gruppen und Schulklassen besucht werden, die sich vor Ort vom breiten Spektrum nachhaltiger Energieproduktion und –nutzung begeistern lassen. Gerade das Weitergeben der Grundeinstellung, dass die erneuerbare Energieproduktion die einzige zukunftsfähige Alternative darstellt, ist dem innovativen Brüderpaar sehr wichtig.

Energy Globe für umfassendes Engagement
Für ihr breit gedachtes Engagement für die Energieautonomie wurden Bernhard und Tobias Ilg mit dem Energy Globe 2016 ausgezeichnet. „Das Vorbild EnergieWerk Ilg ist mehr als ein Leuchtturm, es ist ein sicheres, geradliniges Gehen in eine mach- und leistbare Energieautonomie“, begründet der Vorsitzende der Jury und Geschäftsführer des Energieinstitut Vorarlberg, Josef Burtscher, die Entscheidung zur Vergabe.
Der Energy Globe wird seit 1999 jährlich an innovative Projekte im Energie- und Umweltbereich vergeben. Der Vorarlbergsieger nimmt an der österreichweiten Vergabe des weltgrößten Umweltpreises teil. In Vorarlberg wird der Energy Globe vom Energieinstitut Vorarlberg kuratiert. Heuer wurden in Vorarlberg Projekte von 14 Einreichern juriert.


Bild: Energiegeladene Pioniere: die Gebrüder Ilg wurden für ihr umfassendes Engagement mit dem Energy Globe ausgezeichnet (Quelle Energieinstitut Vorarlberg).

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Funktionierendes Mountainbike - Modell in Vorarlberg

In Vorarlberger haben wir jetzt seit Jahren ein funktionierendes Mountainbikeroutennetz, das beim Land Vorarlberg in der Raumplanungsabteilung, wo auch das Wanderwegekonzept situiert ist, koordiniert wird (Kontakt DI Manfred Kopf, Am der Vorarlberger Landesregierung). Deshalb stößt die die Forderung von Naturfreunden, Alpenverein, Grünen und AK- Präsident Hubert Hämmerle für eine generelle Freigabe von Forstwegen für Mountainbiker sehr auf Verwunderung.

Freiwillige bedarfsgerechte Vertragslösung
Im Vordergrund des Vorarlberger Modells steht die freiwillige Öffnung im Rahmen von Vereinbarungen zwischen Wegerhaltern und Gemeinden. Die gute Zusammenarbeit hat dazu geführt, dass bisher ein zusammenhängendes Netz von mehr als 1.300 Kilometer an Mountainbikerouten beschildert werden konnte. Die ausgewogene Routenplanung berücksichtigt von Anfang an verschiedene Nutzungsinteressen und nimmt besonders Rücksicht auf die heimische Natur- und Tierwelt. Auch Gesichtspunkte für Mountainbiker (z.B. Rundlösungen) werden mitberücksichtig. Die notwendigen Verhaltensregeln werden über die Initiative „Respektiere deine Grenzen“ kommuniziert (Mehr zum Konzept unter http://www.vorarlberg.at/vorarlberg/bauen_wohnen/bauen/raumplanung/weitereinformationen/mountainbike/mountainbike-netzvorarlbe.htm).

Konfliktpotential Singeltrail/Wanderwege
Nachdem es in den Berggebieten nicht nur Forststraßen gibt, sondern viele andere Straßen mit unterschiedlichen Rechtshintergründen (Güterwege, Privatstraßen, etc.) würde das Ziel der Initiatoren für eine generelle Öffnung überhaupt nicht erreicht werden. Im Vorarlberger Modell werden diese verschiedenen Rechtshintergründe mitberücksichtigt. Zudem gibt es das Problem, dass ein Großteil der Mountainbiker gar nicht auf den Forststraßen (maximal als Aufstiegshilfe), sondern auf sogenannten "Singeltrails" fahren möchte. Und hier gibt es ein großes Konfliktpotential mit den Wanderern aber auch mit Naturschutzinteressen.

87 Prozent der Bevölkerung für bedarfsorientierten Ausbau
Bereits 100.000 Österreicherinnen und Österreicher haben die Unterschriftenaktion „Sicherheit im Wald für alle“ unterstützt. Diese Initiative spricht sich für einen bedarfsorientierten Ausbau an Mountainbike-Strecken im Wald, aber gegen eine generelle Öffnung der Forststraßen aus.
Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes GfK stimmen 87 Prozent der Bevölkerung zu, dass Mountainbiken nur auf eigens dafür gekennzeichneten Routen erlaubt sein soll. Satte 84 Prozent lehnen es ab, Mountainbiken generell im Wald zu erlauben.

Öffentliche Förderung
Zu dem Argument, dass wegen öffentlichen Förderungen für Forststraßen ein Anspruch für die Öffnung als Mountainbikerouten besteht hat LK-Präsident Josef Moosbrugger eine klare Antwort: „Forststraßen sind primär Arbeitsplätze zur Bewirtschaftung des Waldes und sind schon aus Sicherheits- und Haftungsgründen sowie zum Schutz von Fauna und Flora nicht als Freizeitwege gedacht. Wer jetzt freien Radverkehr auf allen Forstwegen mit dem Argument fordert, dass Steuergelder investiert wurden, muss sich überlegen, was das generell für alle öffentlichen Förderungen im Land für Folgen hätte. Das kann auch eine Arbeiterkammer nicht ernsthaft befürworten. Das gemeinsam erarbeitete Modellprojekt jetzt aus Eigennutz über öffentliches Interesse zu stellen, lässt den gebührenden Respekt vor der Natur und der heimischen Forstwirtschaft vermissen“.

Link zur Initiative Sicherheit im Wald für Alle: http://www.sicherheitfueralleimwald.at/

Bitte Initiative des Österreichischen Forstvereins unterstützen und online unterschreiben!

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#austriantime mit Weißtannenholz

Auf der Internationalen Tourismusmesse in Berlin (ITB) Anfang März stellt die Österreich Werbung einem internationalen Publikum die neue Werbelinie „#austriantime“ vor. Alle zwei Jahre rückt die „Österreich Werbung“ Facetten Österreichs ins Scheinwerferlicht, die auf aktuelle gesellschaftliche Veränderungen Bezug nehmen und für Urlaubsgäste daher höchst relevant sind.
Aktuell ist dies die wachsende Sehnsucht nach mehr „Eigenzeitlichkeit“: Die Uhren ticken immer schneller, der Leistungsdruck steigt laufend und zunehmend mehr Menschen leiden unter Überarbeitung und emotionalem Stress. Parallel dazu wächst eine ganz bestimmte Sehnsucht: danach, dem Hamsterrad des Alltags zu entfliehen, die Fremdbestimmtheit abzuschütteln und den eigenen Rhythmus wiederzufinden. Österreichs Naturräume bieten ein enormes Potenzial, um diese Sehnsucht zu stillen. Die Gäste erleben unvergessliche Momente. Mit einem Mal gelingt es, zum eigenen inneren Tempo zurückzukehren, neue Kraft und Inspiration zu tanken und sich selbst wieder zu finden.
Am Österreich-Stand soll eben dieses Ankommen erlebbar werden: Auf einer großen, interaktiven Naturfläche entstand durch echte Bäume und Pflanzen eine „österreichische“ Naturlandschaft, die zum Verweilen einlud – und Besuchern einen Moment des Innehaltens erleben lässt.
Nimm dir die Zeit, die es braucht
Der Holzkünstler Markus Faißt aus dem Bregenzerwald hat eigens für die ITB Holzelemente entworfen und produziert. Mittels modernster Lasertechnik wurden Gedanken und Sätze in das Holz gefräst: „Komm an und atme auf“, „Genieße den ersten Schluck, ein Lächeln des Willkommens, einen festen Händedruck“ oder „Nimm dir die Zeit, die es braucht.“ Die „austrian time“ möchte den Menschen eine Auszeit bieten, eine Art „Reise zu mir“ erlauben.
Ausstrahlung mit Weißtanne
Und hier kommt die Weißtanne ins Spiel. Markus Faißt hat für eine echte authentische Ausstrahlung der Holzelemente Weißtannenholz verwendet. Es wurden absolute Filetstücke aus dem Bregenzerwald verwendet: geformt in schlichte und präzise Würfel und Langkörper mit Vollholz mit einer ganz raffinierten Veredelung mit einer sägerauen Oberfläche. Rau, das heißt ja auch: sinnlich, offen, einladend! Damit kann die „Austrian-time“ gut transportiert werden. Es wird Lust gemacht seine Sinne zu schärfen, zu sehen, zu hören, zu riechen, zu tasten und zu spüren.
Erfolgreiche Bilanz
Nach intensiven und erfolgreichen Messetagen in Berlin gab es noch einen besonderen Grund zur Freude: Der ITB-Auftritt für Österreich erhielt die Auszeichnung als bester europäischer Stand.

Interview mit Markus Faißt auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=_982FpolnDQ&feature=youtu.be

Bild: Würfel und Langkörper aus Weißtannen standen auf der weltgrößten Tourismusmesse in Berlin für die neue „Eigenzeitlichkeit“ in Österreich.

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