Januar 2016

Alpine Schutzwaldpreisverleihung: Sicherheit verlangt stabile Schutzwälder

Anlässlich der Verleihung des Alpinen Schutzwaldpreises Ende Jänner, in Toblach/Südtirol verwies Landesrat Erich Schwärzler besonders auf die große Bedeutung intakter Schutzwälder in den Bergregionen als Lebensgrundlage für Einheimische und den Tourismus. Er forderte einmal mehr die Wintersportler und Liftbetreiber auf, im Interesse der Sicherung der Siedlungsräume und des Lebensraumes des Wildes konsequent darauf zu achten, dass das Schifahren im Wald verboten ist.

Nächstes Jahr in Vorarlberg
Auf der Preisverleihung wurden erfolgreiche und innovative Projekte aus Südtirol, Bayern, Österreich und Schweiz ausgezeichnet. Organisator der Veranstaltung ist die Arge der alpenländischen Forstvereine, der auch der Vorarlberger Waldverein angehört. Hauptsponsor der Veranstaltung ist die Versicherungsgruppe Helvetia. Nächstes Jahr findet die Preisverleihung in Vorarlberg in Vandans im neuen Illwerkezentrum Montafon statt.


Variantenskifahren im Wald und generell auf Verjüngungsflächen verboten
Landesrat Schwärzler appellierte im Interesse der Sicherheit und der Achtung der „Kinderstube“ Wald nur markierte Pisten und Schirouten zu benützen. Bei Variantenfahrten durch den Wald können die empfindlichen Jungpflanzen direkt geschädigt werden. Wenn beim „Freeriden“ oder „Skitouren“ in ruhige Lebensräume von Wild eingefahren wird, kann es zu energieintensiven Fluchtreaktionen und Vertreibungen kommen, die in Folge zu Verbiss- und Schälschäden am Wald führen können.


Südtiroler Schutzwaldpate für die Tanne
Zum ersten Mal wurde von der Arbeitsgemeinschaft Alpenländischer Forstvereine die Auszeichnung „Schutzwaldpate“ verliehen. Seelsorger Hans Oberhammer aus der Gemeinde Taisten in Südtirol, der sich auch sehr für die Tanne einsetzt, wurde damit ausgezeichnet. Dass „Pfarrer Hans“ besonders der Wald, die Natur und Umwelt am Herzen liegt, ist weit über die Pfarrgrenzen hinaus bekannt. Auf seinen Pfarrbriefen finden sich nicht nur die Ankündigungen von Messen, Hochämtern und Beichtmöglichkeiten, sondern auch Hinweise auf Vorträge und Weiterbildungsveranstaltungen rund um das Thema Wald. Und in seinen Predigten geht er bisweilen auch auf die Belange des Waldes ein. Rund um das Pfarrhaus hat Pfarrer Oberhammer die verschiedensten heimischen Laubhölzer und Sträucher eigenhändig mit Erfolg gepflanzt und auch wenn es zu Wildschäden kommt, wird er aktiv und fordert mitunter die Jäger per Pfarrbrief auf, die Wildschäden einzudämmen und jagdlich einzugreifen. Die Tanne ist der erklärte Lieblingsbaum Oberhammers. Sie ist „sein“ Baum, weil sie auch im Schatten gedeihen kann und sobald sie genügend Licht bekommt, zu einem starken stattlichen Baum heranwächst.


Link zu Kurzfilm auf youtube: https://www.youtube.com/watch?v=onbplaqN-o4&feature=youtu.be

Bild: Im nächsten Jahr findet die „Alpine Schutzwaldpreisverleihung“ in Vorarlberg statt. Offizielle Übergabe vom südtiroler Landesrat Arnold Schuler an Landesrat Ing. Erich Schwärzler mit einem „Schnapsfasserl“ zu Stärkung.

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Ökonomie und Ökologie im Einklang

Die Orientierung an den natürlichen Wachstumsabläufen bringt Ökonomie und Ökologie in der Waldbewirtschaftung in den Einklang, war eine die Grundaussage des Referats von Pater Johannes Wohlmacher, Leiter des Forstbetriebes des Stiftes Schlägl in Oberösterreich.
Das Interesse für die zwei Vorträgen mit den Ortsgruppen des Waldvereins in Egg, hinterer Bregenzerwald und Großes Walsertal war ausgesprochen groß. Pater Johannes Wohlmacher ist auch Präsident des Österreichischen Forstvereins und führt den Forstbetrieb des Stiftes Schlägl nach den Grundsätzen des naturnahen Waldbaues. Konsequent werden die natürlichen Wachstumsabläufe ausgenutzt. Unter dem Begriff „biologische Automation“ lässt man die Natur arbeiten.

Lesen Sie in der nächsten Waldzeitung weiter was Johannes Wohlmacher zum Erfolgsfaktor Personal meint und welche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung gegeben sein müssen!

Bild: Pater Johannes Wohlmacher, Leiter des Forstbetriebes des Stiftes Schlägl und Präsident des österreichischen Forstvereins vor vollem Saal im Sicherheitszentrum Bezau: Er zeigte die ökologischen aber auch ökonomischen Erfolge der naturnahen Waldbewirtschaftung eindrücklich auf.

 

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Zertifizierter Bergwald-Manager/in

Die Arbeitsgemeinschaft Alpenländischer Forstvereine bietet Fachfortbildungslehrgang „Bergwaldmanager/in“ an. Mit dem Besuch der zwei Basismodule erhält man bereits das Zertifikat „Bergwaldmanager/in“. Danach man eine Reihe von möglichen Aufbaumodulen im Netzwerk der Bergwaldmanager/innen besuchen.
Teilnehmen können alle interessierten Personen aus dem deutschsprachigen Alpenraum, die sich mit Schutz- und Bergwaldmanagement befassen und Naturraummanagement begleiten.

Die zwei Basismodule finden in unserer Nachbarschaft in der Försterschule in Maienfeld statt (Modul 1, 1.-3.3.2016, Modul 2, 10.-11.5.2016).
Link mit weiteren Informationen und Download: http://www.arge.forstvereine.eu/bergwaldmananger.html

Die mögliche Anmeldefrist wurde bis Ende Jänner 2016 verlängert! Nutzen Sie die Möglichkeit der qualifizierten Weiterbildung!

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