September 2015

Natürlich Wald und Holz!

Natürlich Wald und Holz!
Die regional nachwachsende Ressource Holz hat als Baustoff und Energieträger eine sehr große Bedeutung. Auf die traditionelle naturnahe Waldbewirtschaftung sind die über 6.000 Vorarlberger Waldbesitzer stolz. „Natürlich selbstverständlich“ sollte die Verwendung des Rohstoffes und Energieträgers, der vor unserer „Haustür“ wächst, sein.
Viel Action unter dem Thema „Natürlich Wald und Holz“ gibt es dazu am Freitag den 02.Oktober 2015 auf dem Dornbirner Marktplatz.
Neben Motorsägenvorführungen gibt es einen Holzspaltwettbewerb für alle zum Mitmachen. Es muss von einem Holzstück ein vorgegebenes Gewicht abgespalten werden. Tolle Preise gesponsert von Inside Dornbirn, Forst- und Gartentechnik Böhler und dem Vorarlberger Waldverband können gewonnen werden. Sehr kreativ geht es in der Kinderbastelecke zu. Hier können aus verschiedenen Waldfrüchten sehr schöne Herbstdekorationen gebastelt werden.
Buchenbox
Das Buchenholz ist in den letzten Jahren etwas aus der Mode gekommen. Wir zeigen Ihnen in einer eigens angefertigten Buchenbox, wie ansprechend modern heute die heimische Buche eingesetzt werden kann.

Wir freuen uns sehr über Ihr Interesse!


Natürlich Wald und Holz, Freitag 02. Oktober, 14:00 bis 18:00, Dornbirner Marktplatz;


Bild: Motorsägenvorführungen und allerlei Action zum Thema „Natürlich Wald und Holz“ gibt es am Freitag, den 02. Oktober von 14:00 bis 18:00 Uhr am Dornbirner Marktplatz.

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Neuer Obmann

In der konstituierenden Ausschusssitzung am 17.09.2015 wurde der bisherige Geschäftsführer Mag. Ing. Walter Amann einstimmig zum neuen Obmann gewählt. Weiters wurde in den Vorstand DI Joachim Erhart als Obmannstellvertreter, DI Thomas Ölz als Kassier und Georg Nenning aus Hittisau als Beirat aus den Mitgliedern gewählt.
Wir gratulieren sehr herzlich und danken dem bisherigen Obmann Bürgermeister Arnold Hirschbühl für sein Engagement.

Bild: Der neue Obmann Walter Amann mit dem alten Obmann Arnold Hirschbühl.

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Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft an Fritz Trippolt

Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft an Fritz Trippolt
Aktive urbane Waldbesitzer
Vorarlbergs Wald ist sehr kleinstrukturiert mit sehr vielen kleinen Waldbesitzern. Die Gruppe der so genannten „urbanen“ oder auch „hoffernen“ Waldbesitzer, die keinen oder nur einen geringen Bezug zur Waldwirtschaft haben, wird größer. Setzt sich diese Entwicklung fort wirkt sich dies sehr negativ auf die Ressourcennutzung und auch auf die Waldfunktionen aus. Dass es in dieser „Gruppe“ auch anders gehen kann, zeigt Fritz Trippolt aus Bregenz. Er führt am Pfänder bei Bregenz auf seinen 7,2 ha Waldfläche mit viel Leidenschaft eine aktive Waldbewirtschaftung durch. Die meisten Arbeiten führt er dabei selbst durch. Bei Bedarf hat er inzwischen auch schon seine beiden Söhne von der schönen Arbeit im Wald infiziert.
Im Hauptberuf unterrichtet Fritz Trippolt an der HTL in Bregenz Maschinenbau. Im Rahmen seiner Lehrtätigkeit hat er mit seinen Schülern auch schon Umlenkrollen für Seilwinden gefertigt.Sein Wissen über die Waldarbeit hat er sich durch viel Praxis im Wald, im nahen Kontakt mit dem dem Vorarlberger Waldverband und der Forstbehörde angeeignet. Sein Hobby ist ganz das Segeln. Hier kennt man die Trippolts am Bodensee für ihre Leistungen. In 4000 Stunden hat er seine „Runag“ renoviert. Die „Runag“, natürlich ganz aus Holz, gilt als eine der ältesten Rennjachten in Europa.
Die Waldflächen liegen auf eine Seehöhe von 700 bis 900 Meter. Durch die Hangneigung von 30% - 60% und besonders der Geologie (Molassezone) sind die Waldflächen rutschungsgefährdet und deshalb als Schutzwald ausgezeichnet.
Der Fichten-Tannen-Buchenwald ist die Leitgesellschaft in diesem Wuchsgebiet, wobei im randalpinen Klima die Tanne ihr Optimum aufweist. Kleinflächig kommen anthropogen bedingte reine Fichtenbestände vor, welche langfristig in Dauerwald übergeführt werden sollen. Die Bestandesumwandlung erfolgt hier durch zusätzlich die künstliche Einbringung von anderen Mischbaumarten – speziell der Weißtanne.
Erkannt Wald/Wild Problematik
Auch die Problematik des Wald/Wild-Problems hat er schnell erkannt. Er hat selbst die Jagdprüfung abgelegt und ist nun in der Lage den Wildeinfluss in Kooperation mit der lokalen Jagdgesellschaft selbst zu regulieren.
Stück Natur erhalten
Viel wichtiger wie das Zusatzeinkommen ist für Fritz Trippolt die Freude an der Arbeit im Wald dar. Neben der Selbstversorgung mit Stückholz tritt er in der Ofenholzinitiative des Waldverbandes auch als Ofenholzanbieter in Bregenz auf. Besondere Freude machen ihm auch selbst designte Möbel aus Holz aus dem eigenen Wald. Auch Geschenke für Freunde sind dabei erfreuliche Nebeneffekte.
Herr Trippolt nutzt etwa 70 bis 100 Festmeter Holz pro Jahr. Etwa 15 Festmeter davon verwertet er für die Ofenholzbereitstellung und das Fertigen von Möbeln und ähnlichem. Aus den „Abfällen“ werden dann auch noch Anfeuerungshilfen, die er „Ofenkekse“ nennt, produziert.
In einem Interview mit der Landwirtschaftskammer sagte er: „Die Arbeit im Wald ist für mich ein wun¬derbarer Ausgleich. Dieses Stück Natur zu erhalten und zu pflegen ist ein Privileg und macht enorm viel Freude”
Es ist sehr erfreulich, dass es in der Gruppe der „urbanen“ und „hoffernen“ solche aktive Waldbesitzer gibt. Herr Fitz Trippolt gilt hier als absolut positives Beispiel. Auf diese Weise können wir eine aktive Waldbewirtschaftung auf der Fläche mit einer regionalen Wertschöpfungskette erhalten. Ganz besonders wichtig im Gebirgsland Vorarlberg sind die damit verbundenen positiven Auswirkungen auf den Schutzwald.

Bild: Engagierter Waldbesitzer Frirtz Trippolt aus Bregenz erhält Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft. Im Bild bei der Staatspreisverleihung mit Ehefrau in Ried im Innkreis mit Bundesminister Andrä Rupprechter und dem Obmann des Bundeswaldverbandes Rudolf Rosenstatter.

 

Auf seiner Holzsportjacht Runag: https://www.youtube.com/watch?v=nWFyNFOD-L4

 

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