Juni 2015

Gezieltes Routennetz für Mountainbiker - Petition Sicherheit im Wald

Seit einigen Monaten fordern in Österreich lautstark agierende Gruppen vom Gesetzgeber die generelle Öffnung aller Forststraßen und auch Waldwege für Mountainbiker.

+ Sie gehen aber gerne stressfrei und sicher im Wald spazieren oder wandern?
+ Sie wollen, dass Mountainbiker auch in Zukunft auf eigens dafür frei gegebenen Routen unterwegs sind?
+ Sie wollen, dass Wildtiere auch in Zukunft Ruhezonen und Rückzugsgebiete vorfinden?
+ Sie wollen auf Rechtstreitigkeiten nach Zwischenfällen mit Mountainbikern verzichten? 
+ Sie wollen, dass auch Ihr Eigentum vom Gesetzgeber geschützt bleibt?

Wenn Sie diese Aussagen teilen, dann unterstützen Sie die Petition des Österreichischen Forstvereins  „Sicherheit im Wald - für Alle“ auf www.sicherheitimwaldfueralle.at.

Der Österreichische Forstverein spricht sich mit dieser Petition aus vielerlei Gründen gegen eine generelle Öffnung des Waldes für Mountainbiker aus. Er tritt vielmehr für eine kontrollierte Ausweitung der Mountainbikestrecken ein, der die Bedürfnisse aller WaldnutzerInnen, der Wildtiere, des Naturschutzes, der WaldbesitzerInnen und WaldarbeiterInnen, regionale Unterschiede und spezifische Rahmenbedingungen in Österreich berücksichtigt.

In Vorarlberg gibt es ein attraktives Routennetz in Abstimmung von Grundbesitzer, Gemeinden, Tourismus und Freizeitnutzung auf Basis des Wanderwegekonzeptes des Landes (siehe pdf Artikel aus der „Kleinen Waldzeitung 1/2015“.

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Zweiter Fritz vergeben

Anfang Juni wurde auf der Alpe Schwende in Dornbirn an den Jäger Werner Wohlgenannt aus Dornbirn der zweite „Georg Fritz“-Preis für vorbildhafte Maßnahmen und Handlungen für Wald und Wild vergeben. Der Obmann des Vorarlberger Waldvereins Bgm. Arnold Hirschbühl und der Präsident der Landwirtschaftskammer StR. Josef Moosbrugger freuten sich bei der Verleihung über das jahrzehntelange Engagement von Werner Wohlgenannt für Wild und Wald.
Werner Wohlgenannt jagt bereits seit 35 Jahren hauptsächlich in Dornbirn. Er ist bekannt für seine problemorientierte Jagd. Freihaltungen sind seiner Meinung nach eigentlich nicht notwendig, weil solche Problemsituationen bei einer verantwortungsbewussten Jagd im Normalfall erst gar nicht entstehen müssen. Er setzte sich von Anbeginn für lebensraumangepasste Wildbestände ein. Das kommt dem Wald aber fast noch wichtiger - aus seiner Sicht - auch dem Wild zu Gute.
Kritik einstecken
Zwei Jahre war er als Pirschbeziksjäger in der Selbstverwaltung Sibratsgfäll Ost tätig. Hier konnte bei einer Jagd auf einmal eine Jagdstrecke von neun Stück Rotwild erreicht werden. Eine Reduktion war aufgrund einer Fütterungsauflösung notwendig. Von Jägerseite musste er für diese effiziente Jagd viel Kritik einstecken, obwohl diese Vorgangsweise sehr im Sinne der Jagd, des Wildtieres (geringer Jagddruck) und des Lebensraumes (weniger Wildschäden) ist.
Dornbirn Vorreiter
Werner Wohlgenannt ist im Dornbirner Ebnitertal auch zuständig für die Rotwildfütterung (Heufütterung). Dornbirn wird was Rotwildbewirtschaftung anbelangt, von Jagdkollegen aus den anderen Rotwildgebieten des Landes oft belächelt. Aber eigentlich ist Dornbirn Vorreiter in einer Lebensraum orientierten Jagdbewirtschaftung. Die Bestände wurden im Ebnitertal von 250 auf etwa 60 Stück reduziert. Das sind vertretbare Wildbestände. Solche Reduktionen brauchen wir im ganzen Land, dann hätten wir kaum mehr Probleme und die Jagd würde wieder wesentlich mehr Freude machen, ist Werner Wohlgenannt überzeugt.
Der gute Waldzustand in Dornbirn ist natürlich nicht allein sein Verdienst. Hier betont er auch die gute Arbeit aller Jäger in Dornbirn und die gute Zusammenarbeit mit dem Forst.

Erfolgreiche Waldbilder mit ausgeglichenen Wald/Wild-Verhältnissen
Im Vorspann zur Verleihung konnten sich die Teilnehmer über erfolgreiche Waldbilder in Dornbirn bei einer Exkursion mit Peter Rusch ein Bild machen. Peter Rusch ist seit Beginn des Jahres als Waldaufseher im Ruhestand. Für seinen jahrzehntelangen Einsatz dankten ihm der Jagdausschussobmann Manfred Feuerstein und der Obmann der Ortsgruppe Dornbirn des Waldvereins Martin Rusch. Das dauernde Augenmerkt auf biotopangepasste Schalenwildbestände zusammen mit einer aktiven Waldbewirtschaftung, führte zu der erfolgreichen Situation in den Dornbirner Wäldern.

Bild: Problemorientierte und fachkundige Jagd für Wild und Wald zeichnen den „Fritz“-Preisträger Werner Wohlgenannt aus Dornbirn aus (v.l.n.r: Mag. Walter Amann Geschäftsführer Waldverein, Bgm. Arnold Hirschbühl Obmann Vorarlberger Waldverein,

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Drei Bäume – drei Löcher: Welcher Baum wächst auf welchem Boden?

Zum von der UNO ausgerufenen internationalen „Jahr des Bodens“ nähert sich die „Waldschule Bodensee“ im Rahmen der Umweltwoche dem Thema mit einer Ausstellung zu Vorarlbergs Böden und der anschließenden praktischen Umsetzung im Bregenzer Stadtwald.

Welcher Baum wächst auf welchem Boden?
6. Juni, 15 bis 17 Uhr öffnen sich die Türen des Walhauses der Waldschule Bodensee in der Thalbachbergstrasse in Bregenz. Zu sehen ist die Ausstellung „Faszination Boden – vom Piz Buin zum Bodensee“ des Instituts für Umwelt und Lebensmittelsicherheit des Landes Vorarlberg. Sie zeigt Vorarlbergs Bodenvielfalt unter fachkundiger Führung durch den Bodenexperten Walter Fitz, der diverse Bodenpräparate im Auftrag des Landes angefertigt hat. Nach einer kurzen waldökologischen Einführung durch Peter Feuersinger (Leiter der Forstabteilung der BH Bregenz) sind dann die TeilnehmerInnen gefordert. Gegraben werden drei Löcher, die drei unterschiedliche Bodenprofile im Bregenzer Stadtwald zeigen. Anschließend soll die Frage beantwortet werden, welcher Baum auf welchem Boden gut wächst. Einpflanzen inklusive. Zur Auswahl steht selbstverständlich auch die Weißtanne, der Baum des Jahres 2015. Beim anschließenden Ausklang im Waldhaus können die Inhalte mit den beiden Experten noch vertieft werden.

Vorarlbergs Böden: eine Reise, die beim Piz Buin beginnt
Die Ausstellung „Faszination Boden – Vom Piz Buin zum Bodensee“ ist das Ergebnis mehrjähriger Erhebungen im ganzen Land. 17 Bodenprofile vermitteln anschaulich die Vielfalt der Vorarlberger Bodenwelt. Ein Land mit reichhaltiger Geologie, Morphologie und unterschiedlichsten Bodentypen auf engstem Raum.
 
Termin
Samstag 6. Juni 15 bis 17 Uhr (Familienfreundlicher Ausflug in den Wald und unter die Erde mit Führung durch die Ausstellung)

Ausrüstung: gutes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung
Treffpunkt: Waldhaus der Waldschule Bodensee, Thalbachbergstrasse (gegenüber Alpenvereinshaus und Waldorfkindergarten) in Bregenz

Die „Waldschule Bodensee“
Die Waldschule Bodensee ist eine waldpädagogische Einrichtung, die mit dem Ziel gegründet wurde, vor allem Kindern und Jugendlichen den spannenden und vielseitigen Lebensraum Wald näher zu bringen. Der aktive, spielerische und kreative Zugang soll das Lernen fördern, Lust auf den Wald machen und neue Einblicke in die Vielseitigkeit des Waldes bieten. Seit ihrem Gründungsjahr entwickelt sich die Waldschule Bodensee laufend weiter. Inzwischen werden Kindergeburtstage mit Walderlebnis angeboten, wurden Großeltern/Enkel-Tage initiiert, es finden forstfachliche Seminare im Waldhaus statt und eine Reihe von speziellen Events konnten inzwischen realisiert werden. Mit den öffentlichen Waldführungen möchte sich die Waldschule Bodensee auch interessierten Erwachsenen gegenüber öffnen. Weitere Informationen zum Angebot der Waldschule Bodensee sind unter www.waldschule-bodensee.at zu finden.

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