April 2015

SVB-Unterstützungsaktion zu Waldarbeiterschutzausrüstung

Aufgrund des Eisbruchs im vergangenen Winter und durch den Sturm „Niklas“ Anfang April 2015 sind derzeit viele Land- und Forstwirte mit der Schadholzaufarbeitung in den Wäldern beschäftigt. Diese Arbeiten bergen jedoch ein großes Risikopotenzial. Die Sozialversicherungsanstalt der Bauern möchte die von den außergewöhnlichen Naturereignissen betroffenen bäuerlichen Versicherten nicht nur mit Sicherheitshinweisen für die Waldarbeit unterstützen, sondern auch – entsprechend dem aktuellen Beschluss des SVB-Vorstandes vom 7. April 2015 – einen finanziellen Zuschuss für den Ankauf einer Waldarbeiterschutzausrüstung zur Verminderung der Verletzungsgefahr anbieten. Beim Kauf einer solchen Ausrüstung in der Zeit von 1. Dezember 2014 bis 31. Juli 2015 (Einsendeschluss an die SVB) im Wert von mindestens 110 Euro leistet die SVB einen Beitrag von 60 Euro.

Voraussetzungen für die Förderungszuerkennung

Anspruch auf den Kostenzuschuss haben betroffene Betriebsführerinnen und Betriebsführer, die bei der SVB unfallversichert sind, wobei die Förderung nur einmal pro Betrieb gewährt wird. Voraussetzung ist, dass im Wald des Zuschusswerbers Schäden durch Eisbruch bzw. durch den Sturm „Niklas“ vorliegen und aus dem Anlass der Schadholzaufbereitung eine Waldarbeiterschutzausrüstung angeschafft wurde. Als persönliche Schutzausrüstung gelten Schutzhelm, Schnittschutzhose, Forstsicherheitsjacke, Forstsicherheitsschuhwerk und Forstschnittschutzhandschuhe.
Um den Förderbetrag zuerkennen zu können, ist erforderlich, dass an die SVB die Originalrechnung für den Ankauf der Waldarbeiterschutzausrüstung mit einem Mindestbetrag von 110 Euro übermittelt wird. Weiters ist eine Bestätigung durch die Gemeinde oder Bauernkammer über das Vorliegen von Schäden im Wald des Zuschusswerbers durch Eisbruch bzw. durch den Sturm „Niklas“ einzuholen. Ein entsprechendes Formular ist auf der Homepage der SVB unter www.svb.at/formulare online abrufbar.

Um den Kostenzuschuss zu beantragen, übermitteln Sie folgende Daten bis 31. Juli 2015 (Poststempel) an die SVB, OE Sicherheit und Gesundheit, Ghegastraße 1, 1030 Wien:

• Vor- und Zuname, Adresse, Versicherungsnummer, Bankverbindung (IBAN)

• Bestätigung von Eisbruch oder Sturmschäden durch Gemeinde oder Bauernkammer. Diese kann einfach von der Gemeinde oder Bauernkammer auf dem Antragsformular der SVB vorgenommen werden.

• Originalrechnung über Ankauf von persönlicher Schutzausrüstung für Waldarbeit ab Dezember 2014

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Einladung Österreichische Forsttagung 2015

Österreichische Forsttagung 2015 in St. Johann im Pongau

Die Österreichische Forsttagung findet heuer vom 10. bis 12 Juni in St. Johann im Pongau in Salzburg statt. Das Schwerpunktthema ist "Naturschutz im Wald - zwischen Fremdbestimmung und Selbstverständlichkeit".

Für eine gemeinsame Fahrt interessierte Mitglieder/innen können sich gerne beim Geschäftsführer Walter Amann melden (walter.amann@vol.at, 0664/3008504). Rückmeldung bist spätestens Anfang Mai erwünscht!

Das Tagungsprogramm und die angebotenen Exkursionen können Sie unter folgendem Link abrufen: http://www.forstverein.at/de/forsttagung-2015/

Sie Können das schriftliche Programm auch beim Geschäftsführer Walter Amann bestellen.

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Resolutionen zu Wald und Energie

In der Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Vorarlberg wurden einige Resolutionen beschlossen. Darunter sind auch die Resolutionen zum Thema „Jagdliche Selbstverwaltung“, „Waldnutzung in Natura 2000 Gebieten“ und "Förderung von Stückholzheizungen im Klima- und Energiefonds".

Siehe Punkte 13 bis 15 im folgenden Link: https://vbg.lko.at/?+Durchwachsenes-Jahr-Landwirtschaftskammer-Aktuelles+&id=2500,2288784,,,a25vdD0yMjg4NzY4

 

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Vorarlberger Waldtag 2015 - Naturprozesse so viele wie möglich!

Der Vorarlberger Waldverein hielt am 28. März den Vorarlberger Waldtag in Dornbirn ab. Die eingebrachte Petition zur Abschaffung der verpflichtenden Vorlage aller Trophäen bei der Hegeschau wurde auf der Versammlung erklärt und bekräftigt.
Landesrat Ing. Erich Schwärzler hob in seinen Grußworten die großen Erfolge beim Energieholzeinsatz im Lande hervor. Auch im Bauholzbereich gilt Vorarlberg als Vorzeigebeispiel. Hier möchte man, wie es auch im Regierungsübereinkommen festgehalten ist, weiter dran bleiben und Holz auch im mehrgeschossigen Wohnungsbau vermehrt einsetzten.
Jagd ist mit Grund und Boden verbunden
Landwirtschaftskammerpräsident StR. Josef Moosbrugger betonte zur aktuellen Wald/Wild-Diskussion, dass die Jagd rechtlich ganz klar mit Grund und Boden verbunden ist. Damit muss man über die Forderung der Bezirksgruppe Bregenz der Jägerschaft auf Verbot der Selbstbewirtschaftung der Jagd sicherlich nicht diskutieren. Der Grundbesitzer ist der Rechtsbesitzer und entscheidet damit selbständig ob er die Flächen verbachtet oder selbst bewirtschaftet werden. Sehr wichtig für Präsident Moosbrugger ist auch, dass die Ziele des Grundbesitzers klar Richtung Jagdpächter kommuniziert werden.
Mit neuem Dialog gemeinsam für den Lebensraum Vorarlberg
Reinhard Metzler, Bezirksjägermeister von Feldkirch und stellvertretender Landesjägermeister rief für einen neuen Dialog mit einer guten Streitkultur auf. Da ist Manches in der Vergangenheit nicht ideal gelaufen. Es gibt sicher Reibungsflächen aber schlussendlich setzten wir uns alle für den Lebensraum in Vorarlberg ein. Reinhard Metzler bekräftigt die zentrale Rolle des Grundbesitzers. Die Ziele und Vorstellungen müssen klar dem möglichen Pächter kommuniziert werden.
Petition „Hegeschau“
Um von der nach wie vor zu starken Trophäenausrichtung der Jagd wegzukommen, brachte der Vorarlberger Waldverein beim Vorarlberger Landtag eine Petition zur Aufhebung der verpflichtenden Vorlage von Trophäen bei der Hegeschau ein. Diese Petition wurde auf der Vollversammlung nochmals erklärt und bekräftigt. Die Trophäen sind nach Ansicht des Waldvereins ein ungeeignetes Mittel für eine öffentliche Begutachtung der Jagdwirtschaft, wie dies im Jagdgesetzt steht. Gegen eine Hegeschau auf freiwilliger Basis spricht sich der Waldverein dezidiert nicht aus. Der Vorarlberger Waldverein ist der Meinung, dass die verpflichtende Hegeschau zur Abschusskontrolle und zur Überprüfung der Jagdwirtschaft in dieser Form nicht notwendig ist. Das Erlangen von essentiell wichtigen Erkenntnissen auf der Hegeschau zur Wildpopulation wird vom Waldverein stark bezweifelt. Hier gäbe es alternativ wesentlich effizientere Beurteilungen als die Notwendigkeit einer verpflichtenden Hegeschau. Dass die Erkenntnisse aus der Hegeschau wenig gebracht haben, zeigt auch die Tatsache, dass man den Wildbestand trotz kleiner werdenden Lebensräumen so stark hat ansteigen lassen.
Naturprozesse so viele wie möglich!
Das Thema "Nachhaltige Waldbewirtschaftung - betriebswirtschaftlich erfolgreich" wurde  von DI Dr. Eckart Senitza, dem Vorsitzender von Pro Silva Austria anschließend auf der Versammlung referiert. Im Betriebskonzept zur naturnahen Waldbewirtschaftung geht es um die Optimierung von ökonomischen und ökologischen Faktoren. Dabei müssen so viele Naturprozesse wie möglich genutzt werden. Mit dieser biologischen Produktionsautomatisierung lässt sich schlussendlich ein absolut überlegenes Waldbewirtschaftungskonzept verwirklichen. Diese Überlegenheit wir in einem wissenschaftlichen Vergleich mit einem 3,6 fach höheren Deckungsbeitrag im Vergleich zu einer schlagweisen Waldbewirtschaftung eindrücklich bestätigt.

Kontakt und Mitgliedschaft Vorarlberger Waldverein: GF Walter Amann, 0664/3008504, waldverein@dornbirn.at, www.waldverein.at.

Bild: Obmann Bürgermeister Arnold Hirschbühl, Eckart Senitza, Vorsitzender von Pro Silva Austria und Geschäftsführer Walter Amann beim Waldtag in Dornbirn.

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