Januar 2015

Kurzholzspalter - Vergleichstest

Trotz dem derzeitigen Welt-Ölpreistiefs gibt es einen erfreuliche Renaissance des Holzheizens in Vorarlberg. Die kurzfristigen Ölpreisschwankungen haben hier zum Glück keine Auswirkungen.
Es ist sehr erfreulich, dass unsere nachhaltige, regional verfügbare und erneuerbare Energieerzeugung in der Bevölkerung angenommen wird. Auch das selber „Brennholzmachen“ hat eine größer werdende Anhängerschaft. Dementsprechend wird eine Vielzahl von Spaltgeräten im Fachhandel, in Baumärkten und sogar in Supermärkten angeboten. Jetzt wurden 12 Kurzholzspalter im Praxiseinsatz und auf dem Prüfstand miteinander verglichen. Seit Dezember 2014 liegen jetzt die Ergebnisse dieses Testes vor:
Getestet wurden Kurzholzspaltergeräte für 50 cm Länge im Leistungsbereich von acht Tonnen. In den verschiedenen Testkriterien gibt es beachtliche Unterschiede.
Spaltkraft: Sehr negativ aufgefallen ist bei ein paar Geräten der große Unterschied zwischen angegebener und gemessener Spaltkraft. Eine Differenz aufgrund von Reibungsverlusten und Schwankungen bei der Einstellung der Überdruckventile von bis zu 10% sind normal. Aber vorgekommene Abweichungen von über 20 Prozent dürfen eigentlich nicht vorkommen.
Spaltgeschwindigkeit: Die Spaltgeschwindigkeit beim Spalten oder Hochfahren beeinflusst natürlich sehr stark die Raummeterleistung. Auch hier gibt es beachtliche Unterschiede. Der Spaltkeil bewegte sich bei den schnellsten Spaltern leer mit über 8 cm/s nach unten, bei den langsamsten nur halb so schnell. Beim Hochfahren sind die Spalter deutlich schneller. Die schnellsten liegen über 20 cm/s, während die langsamsten um die 10 cm/s erreichen.
Lautstärke: Die Lautstärke ging mit Werten zwischen 67 und 79,6 dBA bis knapp an die gehörgefährdende Grenze (bis 80 dBA ohne Gehörschutz).
Geringer Energieverbrauch: Der Energieverbrauch ist bei allen Geräten mit einem Verbrauch von 0,9 bis 1,2 kWh pro Raummeter gespaltenen Holzes beruhigend niedrig. Er liegt damit bei nur 0,06 bis 0,09 Prozent des Energieinhaltes des gespaltenen Holzes.
Sicherheit Zweihandbedienung: Ein großes Thema für die Sicherheit der Spalter ist die Zweihandbedienung des Spaltvorgangs. Der Spaltkeil bewegt sich nur nach unten, wenn gleichzeitig beide Hebel betätigt werden. Sie muss so konzipiert werden, dass diese nicht manipuliert werden kann. Hier kam es immer wieder zu schweren Verletzungen an den Armen. Das Umgehen dieser Sicherheitsvorrichtung kann für den Verantwortlichen rechtliche Konsequenzen haben. Wird ein Stellteil blockiert, darf der Spaltkeil nicht in die Ausgangsstellung zurückkehren. Der Spaltvorgang darf sich nur mit beiden Händen und nicht mit einer Hand und einem anderen Köperteil auslösen lassen. Diese Vorgaben erfüllen leider nicht alle Testmaschinen. Praktische Details wie Fixierung mit Fußschaltung oder einem kleinem herausschiebbaren Keil sind in Bezug zu diesem Kriterium bei manchen Geräten installiert.
Weiters wurden noch Transport, Kennzeichnung und Betriebsanleitung von jedem Gerät beurteilt. Schlussendlich muss natürlich jeder Käufer selbst entscheiden, welche Merkmale für ihn wichtig sind. Die Ergebnisse der Tests stellen dazu eine ausgezeichnete Basis dar.

Organisation: Die Kurzholzspaltervergleichtests wurden von „Sicheres Vorarlberg“, der Sozialversicherungsanstalt der Bauern und der Landwirtschaftskammer Vorarlberg initiiert und unterstützt. Die Durchführung erfolgte unter Organisation der Zeitung des „Fortschrittlichen Landwirtes“ mit Beteiligung der forstlichen Ausbildungsstätten Ort/Gmunden und Ossiach, der BLT Wieselburg, der Sicherheitsberatung der SVB und des Unfallverhütungsdienstes der AUVA im heurigen Jahr durchgeführt.
Download
Den Beitrag des „Fortschrittlicher Landwirt“ mit den Detailergebnisse zu gemessener Spaltkraft, Spaltgeschwindigkeit und anderer Faktoren können Sie unten auf der Homepage downloaden oder im Forstreferat der Landwirtschaftskammer anfordern (T 05574/400-410,E thomas.oelz@lk-vbg.at).

Für Jene, die nicht selber Holzspalten wollen:
Komfort und Qualität - Lieferantenliste und Preise
Sie können schnell und einfach heimisches Energieholz bestellen. Das gewünschte Sortiment (Hart-, Weichholz, verschiedene Längen) wird frei Haus zugestellt. Etwa 50 heimische Produzenten von Ofenholz und Holzschnitzel sind über das gesamte Land über die „Ofenholz“-Schiene organisiert. Im Vordergrund stehen Komfort und Qualität. Ein Wassergehalt von unter 20 Prozent wird garantiert. Dabei ist der Energieträger Holz im Vergleich zum fossilen Heizöl wesentlich günstiger (Rohenergiekosten auf Basis einer Kilowattstunde, siehe Abbildung).
Hier können Sie die aktuelle Liste downloaden https://vbg.lko.at/?+Ofenholzlieferanten-und-Richtpreise+&id=2500,1203108

Kontakt: DI Thomas Ölz, Landwirtschaftskammer Vorarlberg, Fachbereich Forst, Servicehotline 05574/400-466

Bildtext: Schlussendlich muss jeder selbst entscheiden welche Kriterien ihm wichtig sind. Die Ergebnisse des durchgeführten Tests stellen dazu eine gute Basis dar.

 

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Kleinstwälder - Einheitswerthauptfeststellung 2014

Derzeit werden die ersten Sofortbescheide im Rahmen der Einheitswerthauptfestellung 2015 für Kleinstwälder unter 10 Hektar zugestellt. Dabei sind einige Dinge zu beachten.

Im Download unten steht ein Artikel aus der Waldzeitung 4/2014 zur Verfügung.

Für Finanzonline-Nutzer bestünde die Möglichkeit die vorhanden Verhältnisse (Wirtschaftwald, Schutzwald-, Auwald- und Christbaumflächenanteil) online anzugeben. Auch könnten die Verhältnisse  mittels beim Finanzamt angeforderten Formular theoretisch schriftlich eingebracht werden.

 

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