Wald Wild Wein

Die Waldvereins Ortsgruppe und die Hegegemeinschaft Hinterer Bregenzerwald luden vergangene Woche zu einer gemeinsamen Tagung ein. Es wurde informiert, diskutiert und zum Ausgleich und Festigung der Partnerschaft auch guter Wein getrunken.

Wichtige Weißtanne 

Der Forstingenieur Ueli Strauss aus St. Gallen referierte über die forstfachlichen Zusammenhänge und Dynamiken in der Waldentwicklung. Er betonte die Wichtigkeit der Erhaltung und Förderung unserer Bergmischwälder für eine langfristige Sicherstellung Waldwirkungen insbesondere natürlich der der Schutzfunktion. Hier betonte Strauss die Weißtanne, die eine höhere Toleranz gegenüber der in Gang befindlichen Klimaänderung hat. Für eine aktive Waldbewirtschaftung brauchen wir angepasste Wildbestände. So muss die Schattbaumart Weißtanne vorverjüngt werden können, sonst kommt es bei einer Auflichtung zu einer unerwünschten Verunkrautung (zB mit Brombeere), die ein Aufkommen der Waldverjüngung stark erschwert.

Abschussstruktur berücksichtigen


Der zweite Referent Dr. Hubert Zeiler wies, wie bereits beim Raggaler Grundbesitzertag im Frühjahr, auf die Wichtigkeit der Berücksichtigung der Abschussstruktur zwischen Hirschen und Kahlwild hin. Wenn nicht mindestens ein Verhältnis von 20:40:40 (Hirsche:Tieren:Kälber) berücksichtigt wird, „schießen“ wir die Bestände, wie in den vergangenen Jahrzehnten fast in ganz Europa, weiter nach oben. In der Anpassung der Wildbestände an den Lebensraum, im Schutz der Wildlebensräume und in einer aktiven Waldbewirtschaftung wurden wichtige Erfolgsfaktoren für Wild und Wald in der Zukunft gesehen.

Waldboden


Am Samstagnachmittag setzte die Tagung mit einer Waldexkursion in Schoppernau fort, wobei vor allem die Bedeutung des Bodens für Fauna und Flora der Wälder in den Vordergrund gerückt wurde. Die Teilnehmenden bekamen dabei einiges an interessantem Wissen von Dr. DI Walter Fitz, DI Hubert Schatz und DI Peter Feuersinger zu sehen und zu hören. Darüber hinaus konnten sich die Exkursionsbesucher zusätzlich dem entscheidenden Einfluss des Bodens durch riechen und schmecken bei der anschließenden Weinverköstigung mit Bodenvergleich bewusst werden.

Bild: Für die Verbesserung der Wald-Wild- Situation gab es letzte Woche eine sehr gut besuchte Fachtagung im Hinteren Bregenzerwald.

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